Polizei in Frankfurt (Oder)
: Tausende Besucher bei der Polizeidirektion Ost

Die Polizeidirektion Ost hat bei einem Tag der offenen Tür einen Einblick in die Arbeit der Polizei ermöglicht. Vom Streifendienst bis hin zur Hundertschaft zeigten die Beamten, was alles möglich ist.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Frankfurt (Oder)
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Tag der offenen Tür bei der Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder): Von Streifenwagen bis zum Hubschrauber zeigte die Polizei ihr gesamtes Spektrum.

Dennis Lloyd Brätsch

Die Polizeidirektion Ost mit Hauptsitz an der Nuhnenstraße in Frankfurt (Oder)  hatte am Sonnabend zum Tag der offenen Tür eingeladen. Vom Streifendienst über die Einsatzhundertschaft sowie Verkehrskontrollen mit Blitzern bis hin zum Kampfmittelräumdienst gaben die Beamten den ganzen Tag über Einblicke in die vielen Möglichkeiten, die ihr Beruf bietet.

Eine der Hauptattraktionen war der Hubschrauber der Polizeifliegerstaffel mit Sitz in Blumberg, der gegen 12 Uhr auf dem Gelände landete.

Einsatzhundertschaft und Diensthunde kommen zum Einsatz

Doch auch andere Dienststellen der Polizei zeigten eindrucksvoll, was in ihnen steckt. So wurden auf einer Vorführfläche sogenannte „Störer“ — die bei Demonstrationen  für Ärger sorgen können – von einer Einsatzhundertschaft in Schach gehalten.

Flaschen auf die Beamten geworfen. Ein „Störer“ wird von den Beamten festgenommen.

Dennis Lloyd Brätsch

Mit dabei: Die Diensthunde der Brandenburger Polizei. Mit ihrer Unterstützung gelang es, das fiktive Szenario unter Kontrolle zu halten und einzelne Personen festzunehmen.

Ein Einsatz eskaliert, ein Mann geht mit einem Gegenstand auf die Beamten los. Der Diensthund wird eingesetzt.

Dennis Lloyd Brätsch

Darüber hinaus zeigten die Diensthundeführer auch, wofür die vierbeinigen Kommissare sonst noch eingesetzt werden. Neben einer Schutzhundeausbildung gibt es auch Spürhunde, die unter anderem Rauschgift, Bargeld oder Menschen erschnüffeln.

Illegale Waffen und Kampfmittel sorgen immer wieder für Einsätze

Neben den Vorführungen, bei dem auch ein Wasserwerfer sein volles Einsatzspektrum zeigte, demonstrierten ebenso Kampfmittelbeseitiger der Landespolizei anschaulich, wie gefährlich illegal beschaffte Pyrotechnik sein kann.

Feuerwerkskörper seien nur dann sicher, wenn diese mit einem Prüfzeichen versehen seien, erklärte der Beamte, und schritt zur Tat. Er zündete einen legalen, herkömmlichen Böller in einem Kohlkopf, was nur wenig Schaden anrichtete — ein illegaler Polenböller dagegen zerfetzte das Gemüse regelrecht.

Entschärfer des Landeskriminalamtes, der Kampfmittelbeseitigungsdienst und Experten informierten ebenfalls über verschiedenen Einsatzbereiche und über geltenden Vorschriften beim Thema Waffenrecht.

Ehrung von Einsatzkräften nach Ahrtaleinsatz

Ein besonderer Tagesordnungspunkt zwischen den verschiedenen Vorführungen und Rundgängen war die Ehrung von rund 30 Einsatzkräften des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Frankfurt (Oder).

René Wilke, Oberbürgermeister von Frankfurt-Oder, richtete seinen ganz persönlichen Dank an die Einsatzkräfte.

Dennis Lloyd Brätsch

Oberbürgermeister René Wilke richtete seinen ganz persönlichen Dank an die Kameradinnen und Kameraden, bevor es Urkunden für die Einsätze im vom Hochwasser heimgesuchten Ahrtal und für weitere Unterstützungseinsätze bei Waldbränden gab.

Rechtsmedizin öffnete Türen für Gäste

Auch beim Institut für Rechtsmedizin, das sich gegenüber der Polizeidirektion Ost befindet, war es für Interessierte an diesem Tag möglich, einen Einblick in die Arbeit zu bekommen und mit Ärzten ins Gespräch zu kommen.