Benefizkonzert des Staatsorchesters
: Klassik-Klänge und ein Scheck für die Opfer der Flutkatastrophe

Gäste aus ganz Deutschland erleben in Frankfurt (Oder) den vorläufigen Höhepunkt der Brandenburger Spendenaktion „Wir helfen“. Bislang sind knapp 860.000 Euro zusammengekommen.
Von
Mathias Hausding
Frankfurt (Oder)
Jetzt in der App anhören
  • Den Scheck über rund 860.000 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe übergaben  Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (6.v.r.), der Landrat von Märkisch-Oderland Gernot Schmidt (links daneben), die Chefredakteure der Märkischen Oderzeitung und Lausitzer Rundschau Claus Liesegang (5. von links) und Oliver Haustein-Teßmer (3.v.l.) an die Ständige Vertreterin von Rheinland-Pfalz Britta Lenz (2.v.r.) und Dr. Paul Reuther von der Lebenshilfe Sinzig (links).

    Den Scheck über rund 860.000 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe übergaben  Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (6.v.r.), der Landrat von Märkisch-Oderland Gernot Schmidt (links daneben), die Chefredakteure der Märkischen Oderzeitung und Lausitzer Rundschau Claus Liesegang (5. von links) und Oliver Haustein-Teßmer (3.v.l.) an die Ständige Vertreterin von Rheinland-Pfalz Britta Lenz (2.v.r.) und Dr. Paul Reuther von der Lebenshilfe Sinzig (links).

    Winfried Mausolf
  • Begrüßung vor dem Konzert: Dem Benefizkonzert wohnten auch (von links) der Chefredakteur der CR Lausitzer Rundschau Oliver Haustein-Teßmer, Ministerpräsident Dietmar Woidke, der Landrat von Märkisch-Oderland Gernot Schmidt, der Staatssekretär von Nordrhein-Westfalen Dr. Mark Speich und MOZ-Chefredakteur Claus Liesegang bei.

    Begrüßung vor dem Konzert: Dem Benefizkonzert wohnten auch (von links) der Chefredakteur der CR Lausitzer Rundschau Oliver Haustein-Teßmer, Ministerpräsident Dietmar Woidke, der Landrat von Märkisch-Oderland Gernot Schmidt, der Staatssekretär von Nordrhein-Westfalen Dr. Mark Speich und MOZ-Chefredakteur Claus Liesegang bei.

    Winfried Mausolf
  • „In der Not steht man zusammen“. An dieses Credo erinnerte der Landrat von Märkisch-Oderland vor dem Benezifkonzert; links der Chefredakteur der Lausitzer Rundschau Oliver Haustein-Teßmer, daneben MOZ-Chefredakteur Claus Liesegang

    „In der Not steht man zusammen“. An dieses Credo erinnerte der Landrat von Märkisch-Oderland vor dem Benezifkonzert; links der Chefredakteur der Lausitzer Rundschau Oliver Haustein-Teßmer, daneben MOZ-Chefredakteur Claus Liesegang

    Winfried Mausolf
  • Zuhörer des Benefizkonzerts mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder) für die Opfer der Flutkatastrophe in Westdeutschland.

    Zuhörer des Benefizkonzerts mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder) für die Opfer der Flutkatastrophe in Westdeutschland.

    Winfried Mausolf
  • „Wir stehen zusammen. Dieses Signal geht heute von Brandenburg nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz“, betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke.

    „Wir stehen zusammen. Dieses Signal geht heute von Brandenburg nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz“, betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke.

    Winfried Mausolf
  • Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) spielte Werke von Mendelssohn und Schubert.

    Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) spielte Werke von Mendelssohn und Schubert.

    Winfried Mausolf
  • Zuhörer des Benefizkonzerts mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder) für die Opfer der Flutkatastrophe in Westdeutschland.

    Zuhörer des Benefizkonzerts mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder) für die Opfer der Flutkatastrophe in Westdeutschland.

    Winfried Mausolf
  • GMD Jörg-Peter Weigle vom Staatsorchester dirigierte das Konzert, für das die weltberühmte Geigensolistin Viviane Hagner gewonnen werden konnte.

    GMD Jörg-Peter Weigle vom Staatsorchester dirigierte das Konzert, für das die weltberühmte Geigensolistin Viviane Hagner gewonnen werden konnte.

    Winfried Mausolf
  • Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) hatte für sein Benefizkonzert Werke von Mendelssohn und Schubert ausgewählt. Den Solopart übernahm die weltberühmte Geigensolistin Viviane Hagner.

    Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) hatte für sein Benefizkonzert Werke von Mendelssohn und Schubert ausgewählt. Den Solopart übernahm die weltberühmte Geigensolistin Viviane Hagner.

    Winfried Mausolf
1 / 9

Fünf Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Brandenburger Spendenaktion „Wir helfen“ am Freitagabend ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Das Brandenburgische Staatsorchester hatte in Messehalle 4 in Frankfurt (Oder) zu einem Benefizkonzert eingeladen, dessen Einnahmen ebenfalls den Flutopfern in Westdeutschland zugutekommen. Auf dem Programm standen Werke von Mendelssohn und Schubert.

Bis zum Freitag hatte sich die Spendensumme innerhalb weniger Wochen auf 857.788,74 Euro erhöht. Durch das Benefizkonzert, für das die Künstlerinnen und Künstler des Staatsorchesters um Stargeigerin Viviane Hagner auf ihre Gagen verzichten, kommt weiteres Geld hinzu, das beim Wiederaufbau in den Flutgebieten helfen soll. 

260 Gäste waren dabei, darunter viele aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

Die Märkische Oderzeitung und die Lausitzer Rundschau sowie der Landkreis Märkisch-Oderland und die Gemeinden Letschin und Wriezen haben die Aktion gemeinsam ins Leben gerufen. Beim Benefizkonzert am Freitag waren 260 Besucherinnen und Besucher dabei, unter ihnen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (beide SPD) sowie mehrere Vertreterinnen und Vertreter aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. „Es ist schwer, Worte für das Leid der Menschen in den Flutgebieten zu finden. Umso wichtiger war es, dass es schnell eine so große Welle der Solidarität auch aus Brandenburg gab“, sagte Woidke. „Wir stehen zusammen. Dieses Signal geht heute von Brandenburg nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.“

MOZ-Chefredakteur Claus Liesegang bedankte sich sowohl bei den Einsatzkräften in den Flutgebieten wie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern der Hilfsaktion. „Ihnen allen gehört unsere Anerkennung und unser Respekt“, sagte Liesegang. Gernot Schmidt (SPD), Landrat von Märkisch-Oderland, erinnerte daran, dass man sich nach der Flutkatastrophe spontan entschieden habe zu helfen. „In der Not steht man zusammen“, lautete das Credo.

Der Mitbegründer der Lebenshilfe Sinzig zeigte sich dankbar und gerührt

Von den Spendengeldern profitieren konkrete Initiativen vor Ort. Eine von ihnen ist der Lebenshilfeverein Sinzig, der von dem schweren Unwetter in der Nacht zum 15. Juli besonders schwer betroffen war. Dort kamen zwölf Menschen ums Leben. Paul Reuther, der Mitbegründer der Einrichtung, war am Freitag in Frankfurt vor Ort. 

„Wir sind heute mit großer Rührung und Dankbarkeit an die Oder gekommen“, sagte Reuther. Mit eindringlichen Worten schilderte er den Verlauf der Katastrophe und die aktuelle Situation nicht nur seiner Einrichtung. „Die medizinische Versorgung in der Region spielt sich vielfach noch in Zelten ab. Allein 25 Arztpraxen wurden zerstört. Auch zahlreiche Kliniken und Reha-Einrichtungen sind schwer beschädigt oder sogar einfach vom Erdboden verschwunden.“ Impulse wie jener aus Brandenburg würden helfen, nach vorne blicken zu können.

Von den Spenden profitieren auch ein Sportverein, die Ahrwinzer und ein Jugendtreff

Außerdem profitiert der Sportverein SC Sinzig, der auf Vorschlag von Letschins Bürgermeister Michael Böttcher in die Auswahl kam. Weitere Spenden gehen an den Winzerverein Ahrwein, an die Hinterbliebenen der bei dem Unwetter getöteten sechs Feuerwehrfrauen und -männer und an den Jugendtreff Ehrang-Quint in Trier. Bedacht wird auch das Haus der Jugend Prüm.

Der Eintritt zu dem Benefizkonzert war kostenlos, aber es wurde um Spenden gebeten. Barbara Kowal war eine der Glücklichen, die ein Ticket bekommen hatte. „Ich bin sowohl Abonnentin der Märkischen Oderzeitung wie auch der Konzerte des Staatsorchesters“, erzählte die Fürstenwalderin am Rande des Konzerts. „Es war mir sehr wichtig, hier dabei zu sein. Und natürlich habe ich etwas in die Kasse gegeben.“

Wie Brandenburg den Unwetter-Opfern hilft, lesen Sie auf einer Themenseite.