Hund in Fürstenwalde: Hilferuf aus dem Tierheim ‒ Atlanta braucht ein Zuhause

Johanna, Auszubildende im Tierheim Fürstenwalde, kümmert sich liebevoll um die gelehrige und wissbegierige Atlanta, die auf ein neues Zuhause wartet.
Susanne HübscherImmer, wenn im Tierheim in Fürstenwalde ein Besucher kommt, sitzt Atlanta erwartungsvoll an der Gehegetür. Die dreijährige Rottweilerin hat schon mehrere Stationen hinter sich, aber sie hat noch immer kein Zuhause gefunden.
Und das, obwohl sie zugänglich ist, Menschen mag und Gesellschaft liebt. Das Schicksal von Atlanta geht Tierheim-Chefin Christine Matzke besonders ans Herz. Schon einmal war auf MOZ.de von dem Rottweiler berichtet worden und trotzdem möchte sie niemand zu sich nehmen. Jetzt hat sich die Tierheim-Chefin erneut an die Redaktion gewandt und hofft auf ein Wunder.
„Atlanta hat ein liebevolles Zuhause verdient", findet Matzke, „sie ist hier unterfordert, braucht dringend Beschäftigung, Menschen oder gern auch einen Hund um sich herum." Dreimal war Atlanta schon aufgenommen worden und immer endete die Beziehung traurig und einsam für Atlanta.
Hund in Fürstenwalde: Spielt die Rasse eine Rolle?
Alle, die sie zu sich geholt hatten, hätten den Hund gemocht, da ist sich Matzke sicher. Aber Atlanta brauche eine Bezugsperson, die sich Zeit für sie nehme, ihr Gesellschaft leiste und ihr eine feste Struktur biete.
Matzke glaubt, dass vermutlich die Rasse bei der Vermittlung eine Rolle spielt und zählt auf Leute, die einem Rottweiler angstfrei begegnen. „Vor Atlanta muss man sich nicht fürchten", sagt die Tierheim-Chefin, aber man sollte Zeit für das Tier haben.
Atlanta wartet beim Tierheimfest am 26. Mai in Fürstenwalde
Beim Tierheimfest am Sonntag, dem 26. Mai, wird Atlanta wieder sehnsüchtig am Zaun stehen. Von 11 bis 16 Uhr sind Gäste willkommen, vor allem solche, die sich Gedanken darüber machen, ein Tier mit Vorgeschichte zu sich zu holen.
Wichtig sei, so betont Christine Matzke, dass sich alle in dem Haushalt lebenden Personen sicher sind, dass sie einen tierischen Mitbewohner wollen und dass sie bereit sind, sich auf ein Leben mit Haustier einzustellen. Auf dem Sommerfest gibt es Essen und Trinken, ein Unterhaltungsprogramm, insbesondere auch für Kinder und Aufführungen der Rettungshundestaffel des DRK.

