Bürgermeisterwahl 2025 in Zehdenick: Ergebnis korrigiert nach technischen Problemen

Im Rathaus in Zehdenick brannte am Wahlabend (23. Februar) noch bis spät in die Nacht hinein das Licht: Hier arbeiteten zwei Briefwahlvorstände an der Auswertung von Bundestags- und Bürgermeisterwahl. In einem dritten Briefwahllokale gab es schließlich Unstimmigkeiten.
Martin Risken- Bürgermeisterwahl 2025 in Zehdenick: Massive technische Probleme führten zu Neuauszählung.
- Martin Risken und René Stadtkewitz treten in der Stichwahl am 16. März gegeneinander an.
- Stimmen der Briefwahl wurden zugunsten von Stadtkewitz korrigiert; Vorsprung von Kretzschmar schmolz.
- Technische Probleme sorgten für Verwirrung und Verzögerungen; Website zeitweise offline.
- Briefwahlunterlagen für Stichwahl erneut anforderbar; Stimmzettel und Wahlschein diesmal weiß.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dass es Probleme bei der Auszählung der Stimmen zur Bürgermeisterwahl 2025 in Zehdenick gab, dürfte vielen nicht entgangen sein, die am Sonntagabend (23. Februar) ungeduldig auf das vorläufige Endergebnis warteten. Erst gegen 23.30 Uhr waren die Stimmen des dritten Briefwahllokals, das sich in der Stadtverwaltung befand, ausgezählt. Doch irgendwas stimmte nicht.
Erst mit zwei Tagen Verspätung hat der Wahlausschuss der Stadt Zehdenick am Donnerstag (27. Februar) das amtliche Endergebnis der Bürgermeisterwahl feststellen sowie über die Zulassung der Bewerber für die Stichwahl am 16. März entscheiden können. Zuvor musste Wahlleiter André Ullmann etwas Ungewöhnliches tun: Er korrigierte das vorläufige Ergebnis.
Deshalb musste am Donnerstag, nachdem die Bundestagswahl mit der Übergabe der Unterlagen an den Kreiswahlleiter endgültig abgeschlossen war, zunächst ein Auszählungsvorstand berufen werden. Erst danach konnten die Stimmen zur Bürgermeisterwahl in dem betreffenden Briefwahllokal neu ausgezählt werden.
Dabei ist eine minimale Abweichung zugunsten des CDU-Kandidaten Dennis Sucker festgestellt worden. In der Summe aller ausgezählten Stimmen schmolz damit der Vorsprung von Alexander Kretzschmar (parteilos) auf seinen Kontrahenten René Stadtkewitz (AfD) auf 16 Stimmen. Aber es bleibt dabei: Bei der Stichwahl stehen sich Kretzschmar und Stadtkewitz gegenüber, zumal ihr Vorsprung zum Drittplatzierten jeweils riesig ist.
Während sich Wahlleiter Ullmann im Vorfeld der Hauptwahl auf eine ungefähre Uhrzeit festgelegt hatte, bis wann das vorläufige Ergebnis zur Bürgermeisterwahl vorliegen würde, nämlich zwischen 21.30 und 22 Uhr, will er sich nach den Erfahrungen vom Wahlsonntag nicht mehr so weit mit einer Prognose aus dem Fenster lehnen. Nur so viel: Das Ergebnis dürfte am 16. März deutlich früher feststehen, weil keine andere Wahl an diesem Tag stattfinden wird, die vorher ausgewertet werden muss.
Bürgermeisterwahl in Zehdenick: tagelang Probleme
Die technischen Probleme dauerten die ganze Woche an. Zeitweise verschwanden die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl gänzlich von der offiziellen Seite. Es hatte den Anschein, als sei die Wahl annulliert worden. Alles war zurück auf null gesetzt worden, dann wiederum wurden nur Teilergebnisse angezeigt. Am Dienstag (25. Februar) war auch die Website der Stadt Zehdenick über Stunden nicht mehr erreichbar, obwohl die beiden Systeme unabhängig voneinander arbeiten, so Ullmann. Eine plausible Erklärung für die technischen Probleme konnte er nicht liefern.
Nun aber richten sich alle Augen nach vorn: Zur Stichwahl am 16. März ist auch wieder eine Briefwahl möglich. „Alle Wählerinnen und Wähler, die sich bereits bei der Hauptwahl am 23. Februar für die Form der Briefwahl entschieden haben, erhalten erneut Briefwahl-Unterlagen für die Stichwahl am 16. März“, so der Wahlleiter. Darüber hinaus können auch erstmalig Briefwahl-Unterlagen unter Angabe des vollständigen Namens und der vollständigen Adresse (E-Mail: ewma@zehdenick.de) angefordert werden.
Allerdings gibt es auch hier unvorhersehbare Probleme: Auf dem Merkblatt zur Briefwahl, der sogenannten Gebrauchsanweisung, sei von einem gelben Stimmzettel auf einem grünen Wahlschein die Rede gewesen. „Abweichend von diesen Angaben sind der Stimmzettel und auch der Wahlschein bei der Stichwahl weiß“, so Ullmann.


