Wohnen in Spandau
: Luxus-Wohnungen und Reihenhäuser in Berlin – Größe, Preise, Ausstattung

Seit sieben Jahren wird an dem Wohnquartier „Havelmarina“ in Berlin-Spandau gebaut. Die Westvillen, als ein Teil des Bauprojekts, sind bald fertig. Ein paar der Wohnungen sind noch zu haben.
Von
Jessica Neumayer
Spandau
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Vom Kraftwerk zum Wohnquartier „Havelmarina“ in Berlin-Spandau. Auf 13 Hektar Land entstehen Einfamilien- sowie Reihenhäuser und Eigentumswohnungen, umgeben von Wasser und Wald. Hier ist ein früher Baustand von 2021 zu sehen.

HELMA Wohnungsbau GmbH / Martin Paschkowski

Wer träumt nicht ab und an von einem Leben auf Hawaii, den Malediven, den Seychellen oder Tahiti? In Spandau ist das möglich, zumindest fast. Zugegeben, die Inselnamen sind nur ein paar der Wegbezeichnungen im Wohnquartier „Havelmarina“ im Bezirk Hakenfelde. Doch im Quartier selbst scheint ein idyllisches Wohnen möglich zu sein, wenn man sich die Lage anschaut.

Das über 130.000 Quadratmeter große Areal ist von zwei Seiten vom Wasser umgeben – auf der östlichen Seite fließt die Havel und mitten durch das Quartier der Teufelsseekanal. Vom Westen her ist das Wohngebiet vom Spandauer Forst eingegrenzt. Wer also nicht am Wasser relaxen oder paddeln möchte, kann im Wald spazieren gehen.

Luxuriöses Wohnen am Wasser

Seit 2017 wird an der Havelmarina Berlin gebaut. Insgesamt entstehen 185 Einfamilien- und 15 Reihenhäuser. Zudem sind insgesamt 18 Mehrfamilienhäuser mit zusammen 90 Wohnungen geplant. Die Hälfte davon, die sogenannten Nordvillen, wurde schon im Jahr 2023 fertiggestellt und sogleich verkauft. In den Westvillen hingegen warten noch vereinzelte Eigentumswohnungen auf neue Bewohner.

In den drei Villen gibt es jeweils fünf Wohneinheiten mit zwei bis drei Zimmern. Im obersten Stockwerk bieten Penthouse-Wohnungen einen Rundumblick über die Natur drumherum. Derzeit befindet sich der Bau der Villen in den finalen Zügen. Im April 2024 sollen die neuen Domizile fertig sein.

„Die komplette Fertigstellung der Havelmarina in Berlin-Spandau ist für das Jahr 2027 avisiert“, sagt Franziska Michelmann, Pressesprecherin der zuständigen Helma Eigenheimbau AG. Der Fortschritt hänge wesentlich von der engen Zusammenarbeit mit den Behörden und deren „aktivem Engagement“ ab. Diesbezüglich zeigt sich Michelmann jedoch optimistisch.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir im ersten Halbjahr 2024 das erforderliche Baurecht beziehungsweise die Planreife für die noch ausstehenden Teilbereiche erhalten werden.“ Für einige Teilbereiche hätten sie schon die Planreife erhalten. Das heißt, dass trotz eines noch nicht rechtskräftigen Bebauungsplans ein Großteil der Fläche für den Bau vorbereitet werden könnte.

Wer sich die Wohnungen leisten kann – Preise und Ausstattung

Wer sich eine der Wohnungen leisten möchte, muss dafür schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Nach gängigen Immobilienportalen liegt der durchschnittliche Kaufpreis für eine Wohnung in Spandau bei 3600 bis 4300 Euro pro Quadratmeter. Mit 625.000 Euro für eine Dreizimmerwohnung mit 107 Quadratmetern liegt der Quadratmeterpreis für Wohnungen in der Havelmarina bei zirka 5800 Euro, also eher im gehobenen Preissegment. Eine Zweizimmerwohnung mit 74 Quadratmeter ist für zirka 413.000 zu haben. Auch hier liegt der Quadratmeterpreis mit 5600 Euro immer noch über dem Durchschnitt.

Ähnlich der Nordvillen wird es auch auf der westlichen Seite des Wohnquartiers „Havelmarina“ in Berlin-Spandau Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen geben. Je drei Häuser mit fünf Wohnungen sind geplant. Im April 2024 sind sie bezugsfertig. (Visualisierung)

HELMA Wohnungsbau GmbH

Ausschlaggebend für den Preis ist neben der naturnahen Lage, teilweise direkt am Wasser, auch die Ausstattung der Wohnungen. Jede Wohnung hat eine Fußbodenheizung, bodentiefe Fenster, eine Video-Gegensprechanlage sowie eine Hauseingangstür mit Panikschloss, heißt es auf der Immobilienseite der Helma Eigenheim AG über die Westvillen der Havelmarina. Pro Haus gebe es drei Stellplätze auf dem Grundstück mit der Vorrüstung zur E-Mobilität. Das Gebäude selbst wird als Effizienzhaus bezeichnet, unter anderem mit Solarkollektoren, einem Solar-Wärmespeicher und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Geförderter Wohnraum in der Havelmarina

Verantwortlich für den Bau ist überwiegend die Helma Eigenheimbau AG. Sie hat sich auf den Bau von Massivhäusern spezialisiert und hat in Spandau auch schon andere Bauprojekte betreut – so zum Beispiel das Bauprojekt am Ritterfelddamm in Kladow mit neun Reihenhäusern und zwei Familienhäusern. Ein weiteres fertiges Wohnquartier mit neun Reihenhäusern, drei Doppelhäusern und zwei Einfamilienhäusern befindet sich am Ortsausgang Staaken, gleich neben der Eichholzbahn.

Für zwei der Mehrfamilienhäuser in der Havelmarina ist jedoch Kondor Wessels Berlin verantwortlich. In den beiden Gebäuden direkt am Rustweg, zwischen Trinidad- und Galapagosweg, gibt es 22 Mietwohnungen, die sozial geförderte sind. Sie wurden 2021 fertiggestellt und sogleich vermietet.

Vom Kraftwerk zum Wohnquartier

Gebaut wurde das Quartier Havelmarina auf dem ehemaligen Gelände des Kraftwerks Oberhavel. Von 1963 bis 2005 qualmten dort die Schornsteine. 2009 wurde das Werk dann endgültig abgerissen. Bevor hier neuer Wohnraum geschaffen werden konnte, musste noch einiges getan werden.

„Der Abriss der großen Anlagen auf dem ehemaligen Gelände des Kraftwerks Oberhavel war mit erheblichem Aufwand verbunden, da riesige Fundamente tief in der Erde verankert waren“, berichtet Michelmann. Zudem habe die Gefahr bestanden, dass durch das Kraftwerk der Boden kontaminiert sei. „Aus diesem Grund wurde das gesamte Areal aufwändig saniert und altlastenfrei wiederhergestellt.“

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