Einbruch in Königs Wusterhausen: Wie Nachbarn Diebe in die Arme der Polizei trieben

Ein Polizeiauto versperrt den Weg. In Königs Wusterhausen waren Diebe unterwegs – doch die Polizei konnte sie schnappen. Wie dies gelang.
Friso Gentsch/dpa- Aufmerksame Nachbarn verhinderten Einbruch in Königs Wusterhausen und alarmierten die Polizei.
- Einbrecher flüchteten, liefen jedoch direkt in die Arme der eintreffenden Polizeistreife.
- Polizei stellte Einbruchswerkzeug, Kleidung, Schlüssel und Auto sicher.
- Festnahme von drei Tatverdächtigen: zwei Männer (54 und 52 Jahre) und ein Teenager (19 Jahre).
- Polizei lobt Wachsamkeit, warnt aber vor eigenem Eingreifen bei Straftaten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Viele Menschen erfahren erst von einem Einbruch, wenn sie nach Hause kommen und ihre durchwühlte Wohnung vorfinden. Im Königs Wusterhausener Ortsteil Zeesen ist das Hausbesitzern erspart geblieben: Aufmerksame Nachbarn bemerkten in der Straße Am Waldrand am Dienstagabend (20.1.) gegen 19.45 Uhr Unbekannte, die sich auf dem Nachbargrundstück am Haus zu schaffen machten.
Einer der Nachbarn rief die Polizei, während sich ein anderer den Einbrechern näherte, um nach dem Rechten zu sehen, berichtet Maik Kettlitz von der Polizeidirektion Süd in Cottbus. Damit habe er wohl die Einbrecher aufgeschreckt, die daraufhin geflüchtet seien – in Richtung der bereits anrückenden Polizei. „Es waren schnell zwei Funkwagen mit vier Beamten vor Ort, die die Festnahmen realisiert haben“, so der Sprecher.
Polizei findet Einbruchswerkzeug bei Untersuchung
Auf dem Weg vom Haus bis zum Ort der Festnahme fand die Polizei bei der folgenden Untersuchung Kleidung, Einbruchswerkzeug, Fahrzeugschlüssel und das dazugehörende Auto. Das Alter der drei Tatverdächtigen ist zudem kurios: Die drei Männer sind 54, 52 und 19 Jahre alt – also zwei ältere Herren und ein Teenager. Alle drei sind bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten.
Die Polizei freut sich, durch die Mithilfe der Nachbarn die Täter geschnappt zu haben, warnt jedoch vor Alleingängen: „Wir raten grundsätzlich davon ab, sich selbst in Gefahr zu bringen oder eigenständig einzugreifen. In diesem Fall ist zum Glück alles gut gegangen“, so Polizeisprecher Maik Kettlitz. Jedoch sei die Wachsamkeit der Mitmenschen der beste Schutz vor Kriminellen: „In einer guten Nachbarschaft, wo aufeinander geachtet wird, wird weniger eingebrochen.“
Im vergangenen Jahr hatte ein Mann ebenfalls in Zeesen ein Einbrecher-Trio auf seinem Grundstück gefilmt, das mehrfach versucht hatte, in sein Haus einzudringen. Damals konnte die Polizei die Täter nicht dingfest machen.

