Netzhoppers Königs Wusterhausen: Entscheidung über Finanzierung gefallen

Die Netzhoppers sind der ganze Stolz der Stadt Königs Wusterhausen. Zieht sich der Verein wegen finanzieller Kürzungen aus der Volleyball-Bundesliga zurück?
Anika Kreschel- Königs Wusterhausen entscheidet über Förderung der Netzhoppers – vorerst ist die Zukunft gesichert.
- Die Stadt trägt weiter 80 % der Personalkosten, aber höchstens 40.000 Euro.
- Ursprünglich sollte ab 1. Januar 2027 auf 50 % und maximal 40.000 Euro gesenkt werden.
- Geschäftsführer Dirk Westphal warnte vor Abmeldung und Folgen wie Entlassungen.
- Ab 2027 fehlen dem Verein 10.000 Euro während der laufenden Saison.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Entscheidung über die Zukunft der Netzhoppers ist gefallen – zumindest vorerst. Denn die Stadtverordneten von Königs Wusterhausen haben am Montag (12.10.) darüber entschieden, mit welcher Fördersumme sie die Personalkosten der Volleyballmannschaft unterstützen.
Bislang hat die Stadt Personalkosten im Spitzensport bis zu 80 Prozent und mit bis zu 50.000 Euro in der 1. Bundesliga gefördert. Doch weil die Stadtkassen leer sind, wollte die Verwaltung die Förderung ab 1. Januar 2027 auf 50 Prozent und maximal 40.000 Euro senken.
Daraufhin hatte Geschäftsführer Dirk Westphal einen Brandbrief an die Stadtverordneten verfasst und gedroht, die Netzhoppers aus der 1. Bundesliga abzumelden. Besonders schockiert zeigte er sich darüber, dass der Verein die Kürzungen nicht habe kommen sehen. Am 8.10. habe dann ein „konstruktives Gespräch“ mit der Bürgermeisterin stattgefunden, so Westphal.
Netzhoppers-Geschäftsführer Westphal appeliert an die Stadt
Am Montagabend appellierte Westphal in der Stadtverordnetenversammlung erneut an die Kommunalpolitiker. „Unser großes Ziel ist es weiterhin, Sport, Spitzensport für die Stadt KW in KW durchführen zu können“, warb er. Durch den Saisonbetrieb hätten die Netzhoppers ein verschobenes Geschäftsjahr, sodass sie noch in der laufenden Saison von den Kürzungen betroffen wären. Die Folge: Entlassungen und andere Maßnahmen, um die Finanzierungslücke stopfen zu können.
Doch die Stadtverordneten machten es spannend. Sie befänden sich in einer „Zwickmühle“, sagte etwa Ludwig Scheetz von der SPD. Und der Einwand von Kämmerer Lars Thielecke machte es ihnen nicht leichter.
Die Stadtverordneten müssten im Kopf haben, dass sich die Summe der Sportförderung durch ihren Beschluss nicht ändere, so Thielecke. Die stehe bereits. Das Einzige, was Sie verändern würden, sei die Verteilung der Gelder unter den Sportvereinen. Die Netzhoppers müssten lediglich vom Januar 2027 bis Oktober 2027 mit 10.000 Euro weniger kalkulieren. Die Finanzierung für den Rest des Jahres 2026 basiere auf der alten Sportförderung und belaufe sich noch immer auf 50.000 Euro.
„Sie lösen eine Neiddebatte unter den Sportvereinen aus“, warf ihm Lazarus-Möbus (CDU) sogleich vor. „Die Stadt hat kein Geld und wir müssen uns überlegen, was wir uns leisten können“, gab ihm hingegen Christiane Gleichmann von den Grünen recht.
Von Birgit Uhlworm (UFL) kam letztlich der Antrag, die Förderquote wieder auf 80 Prozent anzuheben. Sie erklärte: „Solange wir keine alternative Finanzierungsmöglichkeit für die Netzhoppers haben, sind wir das den Sportlern schuldig.“
Ihr Antrag wurde mehrheitlich beschlossen. Das heißt, die Stadt fördert weiterhin 80 Prozent der Personalkosten der Netzhoppers, allerdings nur noch bis zu einem Höchstbetrag von 40.000 Euro. De facto erhalten die Netzhoppers ab 2027 und damit noch während der laufenden Saison 10.000 Euro weniger. Ob Westphal das akzeptiert?


