Netzhoppers Königs Wusterhausen: Fanclub Netzinos will nicht Abschied nehmen

Die Netzhoppers tragen derzeit ihre Spiele noch in der Paul-Dinter-Halle in Königs Wusterhausen aus. Die ist allerdings zu klein für die Anforderungen der Bundesliga. Bald läuft die Ausnahmegenehmigung ab.
Anika Kreschel- Netzhoppers in der 1. Bundesliga, Verbleib wackelt wegen gekürzter Sportförderung.
- Stadt will Zuschuss auf 50 Prozent und max. 40.000 Euro senken – Finanzlage ist angespannt.
- Geschäftsführer droht mit Rücktritt und Abmeldung der Mannschaft aus dem Spielbetrieb.
- Fanclub „Netzinos“ fürchtet keinen Lizenzantrag ab 2027/28 und kritisiert späte Kürzungspläne.
- Ausnahme für Paul-Dinter-Halle läuft aus, Saisonstart mit Heimspiel am 21. Oktober, zuvor Ligacup.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadtverordneten von Königs Wusterhausen erhielten im September einen emotionalen Brief. Der Geschäftsführer der Netzhoppers kritisiert darin die geplanten Kürzungen bei der Sportförderung in KW. Er werde in diesem Fall nicht mehr als Geschäftsführer zur Verfügung stehen und die Mannschaft aus dem Spielbetrieb der Volleyball-Bundesliga abmelden.
Bisher fördert die Stadt Personalkosten im Spitzensport bis zu 80 Prozent und mit bis zu 50.000 Euro in der 1. Bundesliga. Doch die Finanzlage der Stadt ist angespannt. Die Förderung soll deshalb nun auf 50 Prozent und maximal 40.000 Euro sinken
Die Fans sind besorgt. „Unsere größte Sorge als Fanclub ist, dass die Netzhoppers durch die Kürzungen für die folgende Spielzeit 2027/28 keinen Lizenzantrag mehr stellen werden und wir in diesem Jahr die letzte Saison der Netzhoppers sehen“, sagt Jenny Wersinger, Sprecherin der „Netzinos“, dem Fanclub der Netzhoppers.
Eine traurige Entwicklung für die Fans aus Königs Wusterhausen
Wersinger erklärt, dass sie keinen ausreichenden Einblick in die Voraussetzungen für die förderfähigen Personalkosten, die Etatplanung der Netzhoppers oder den Haushaltsplan der Stadt habe. Allerdings sei eine Volleyballmannschaft im Vergleich zu einer Fußballmannschaft auf die Großzügigkeit der Sponsoren und Fördermittel angewiesen.
„Eine Änderung bei der Höhe der Fördermittel eine Woche vor dem Start des Ligabetriebs (Ligacup) beschließen zu wollen, sehen wir unabhängig davon, ob es kommuniziert wurde, kritisch“, so Wersinger.
Netzhoppers-Geschäftsführer Dirk Westphal hatte in seinem Brief an die Stadtverordneten kritisiert, dass er von den möglichen Kürzungen überrascht worden sei. Die Stadt widerspricht dieser Darstellung.
Fanclub-Sprecherin Wersinger erklärt, dass eine Abmeldung nicht nur für die Spieler bedauerlich wäre, sondern für alle, die viel Arbeit und Herzblut in die Bundesligamannschaft Netzhoppers stecken. „Nicht zuletzt wäre es für uns als Fans eine traurige Entwicklung“, sagt sie. „Wir möchten nach der 20. Bundesligasaison der Netzhoppers keinen Abschied nehmen, sondern weitere Meilensteine erleben und unseren Verein weiter wachsen sehen.“
Die vergangene Bundesliga-Saison hatten die Netzhoppers in der Hauptrunde auf dem 7. Tabellenplatz abgeschlossen und so die Playoffs erreicht. Dort unterlagen sie im Viertelfinale dann dem späteren Meister Berlin Recycling Volleys. Die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga startet für die Netzhoppers mit einem Heimspiel am 21. Oktober. Zuvor sind sie im Ligacup gefordert.
