Bombe in Oranienburg: 6300 Menschen müssen evakuiert werden, Termin und Sperrkreis

In Oranienburg wurde erneut eine Bombe gefunden. Der Termin für die Entschärfung und der Sperrkreis stehen jetzt fest.
P. Neumann- In Oranienburg wurde erneut eine Weltkriegsbombe gefunden – Fundort Adolf-Damaschke-Straße 11.
- Die Entschärfung ist für Mittwoch, 11. November, geplant, vorbehaltlich Bestätigung des Zünders.
- Ab 8 Uhr gilt ein Sperrkreis von 1000 Metern, rund 6300 Personen sind betroffen.
- Schulen, Kitas, Teile von Kanälen und Bahnstrecken liegen im Sperrgebiet, auch der Bahnhof Sachsenhausen.
- Splitterschutzwand und Spundwandkasten sichern die Stelle, die Stadt informiert vorab zu Evakuierung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Oranienburg lebt in ständiger Unsicherheit. Die noch 200 bis 250 im Boden vermuteten Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg haben Auswirkungen. Jetzt wurde ein weiterer Blindgänger gefunden.
Er befindet sich in der Adolf-Damaschke-Straße 11. Die im Rahmen der systematischen Kampfmittelsuche festgestellte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg muss entschärft werden. Der Termin steht jetzt fest.
Gemeinsam haben sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) und die Stadt Oranienburg auf Mittwoch, 11. November, verständigt. Das teilte die Stadt am Dienstag, 6. Oktober, mit. „Voraussetzung ist, dass sich bei der Freilegung am Vortag bestätigt, dass es sich wie erwartet um einen Bombenblindgänger mit intaktem Zünder handelt“, so Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer.
6300 Menschen von Sperrkreis in Oranienburg betroffen
Wenn das der Fall ist, wird am 11. November ein Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern rund um den Fundort eingerichtet. In dieser Zone, die ab 8 Uhr nicht mehr betreten werden darf, liegen unter anderem die Mosaik-Grundschule, das Mosaik-Gymnasium Oberhavel, die Jean-Clermont-Schule, die Kita Butzelzwerge, die Christliche Kita Leuchtturm und die Caritas-Werkstatt St. Johannesberg.
Ferner befinden sich im Sperrkreis der Schlosshafen, der Sportplatz hinter der Stadtverwaltung, ein Teil des Schlossparks, das Gewerbegebiet Mitte, einige Geschäfte in der Bernauer Straße, die Bahngleise zwischen Oranienburg und Sachsenhausen, der Bahnhof Sachsenhausen sowie ein Teil des Oranienburger Kanals, des Ruppiner Kanals und der Havel.
Knapp 6300 Personen sind in dem Sperrkreis gemeldet. „Die unmittelbar betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner im Umfeld von rund 200 Metern werden von der Stadtverwaltung schriftlich über die bevorstehende Entschärfung informiert“, so Fehlauer.
Bis zur geplanten Freilegung am 10. November laufen die Vorarbeiten planmäßig weiter. Auf der Räumstelle wurden bereits die Arbeitsfläche innerhalb der Splitterschutzwand sowie die notwendige Zuwegung hergestellt. „Im Verlauf dieser Woche werden die Spundwände – ineinandergreifende Stahlprofile – in den Boden eingebracht.“ Sie bilden dann einen kastenförmigen Bereich rund um die circa fünf Meter tief liegende Bombe. Innerhalb dieses Spundwandkastens kann später das Grundwasser abgepumpt und die Bombe freigelegt werden.
Bombe in Oranienburg schon abgesichert
Die bereits rund um den Fundort der Bombe errichtete Splitterschutzwand, bestehend aus 28 Überseecontainern, bleibt bestehen. Sie soll im Fall einer unbeabsichtigten Detonation Metallteile und Bombensplitter abfangen. Auch der Sperrbereich rund um den Fundort wird weiterhin aufrechterhalten und durch ein Wachschutzunternehmen rund um die Uhr kontrolliert.
„Über den genauen Ablauf am 11. November, insbesondere zu Sperrkreis, Evakuierungsmaßnahmen, Anlaufstellen und weiteren Auswirkungen für Anwohnerinnen und Anwohner, wird die Stadt Oranienburg rechtzeitig informieren“, heißt es.
Erst am 2. September musste eine 500-Kilogramm-Bombe im Ortsteil Lehnitz entschärft werden. Die Entschärfung verzögerte sich mehrfach, da sich Personen unerlaubt im Sperrkreis aufgehalten hatten. Ebenfalls eine Bombe könnte auf den Havelwiesen an der Dr.-Kurt-Scharf-Straße/Chausseestraße liegen. Die Stadt will am Mittwoch, 7. Oktober, über den Fund informieren. Sollte sich der Fund bestätigen, wird sofort ein 100-Meter-Sperrkreis eingerichtet. Damit wäre auch die Chausseestraße gesperrt.

