Bürgermeisterwahl Glienicke 2025: Diese Kandidaten wollen Rathaus-Chef werden

Wer führt künftig die Verwaltung von Glienicke? Um die Nachfolge von Bürgermeister Dr. Hans-Günther Oberlack (FDP) ist ein hitziger Wahlkampf ausgebrochen. Die Wahl findet am 21. September statt.
Jürgen Liebezeit- Bürgermeisterwahl in Glienicke am 21. September 2025 – sechs Kandidierende treten an.
- Amtsinhaber Dr. Hans-Günther Oberlack (FDP) tritt nach zwei Amtszeiten altersbedingt nicht mehr an.
- Kandidierende: Arno Steguweit (CDU), Uwe Klein (SPD), Lydia Neilson (Grüne), André Spannemann (AfD) sowie die Einzelbewerber Michael Breier und Mario Eberhardt.
- Bewerbungsfrist endete am 17. Juli, letzte Hürde waren Unterstützungsunterschriften für Einzelbewerber.
- Amtszeit des neuen Bürgermeisters startet im Februar 2025 und dauert acht Jahre.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Diesen Herbst steht die Wahl eines neuen Bürgermeisters an. Am 21. September soll ein Nachfolger für Amtsinhaber Dr. Hans-Günther Oberlack gewählt werden. Der FDP-Politiker tritt nach zwei Legislaturperioden aus Altersgründen nicht mehr an.
Fünf Männer und eine Frau haben sich für den Job im Rathaus beworben. Am 17. Juli, Punkt 12 Uhr, endete die Bewerbungsfrist. Das sind die potenziellen Kandidaten:
Für die CDU tritt Arno Steguweit an. Er setzte sich auf der Wahlversammlung seines Ortsverbandes gegen Mirco Mittelbach durch. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Gemeindeparlament wird von der FDP unterstützt. Steguweit ist seit der jüngsten Kommunalwahl Mitglied des Gemeindeparlaments.
Vier Parteimitlieder und ein Einzelbewerber stehen zur Wahl
Die SPD hat ihren prominentesten Politiker erneut ins Rennen geschickt. Für Uwe Klein, der im März ohne Gegenkandidatur nominiert wurde, ist es der zweite Versuch, Chef der Verwaltung zu werden. Der erfahrene Kommunalpolitiker war 2017 schon einmal Bürgermeister-Kandidat, scheiterte in der Stichwahl aber deutlich an Amtsinhaber Oberlack. Doch jetzt sieht Klein seine große Chance gekommen.
Kurze Zeit später benannte Anfang April die AfD mit André Spannemann ihren Bewerber. Der aktuelle Fraktionschef der in Teilen rechtsextremen AfD war auch schon in anderen Parteien aktiv. Zur Jahrtausendwende war er in der CDU in Berlin. Ab 2005 engagierte er sich einige Jahre in der FDP, für die er damals auch als Bezirksbürgermeister in Pankow kandidierte – allerdings erfolglos. Seit 2024 ist er für die AfD Mitglied der Gemeindevertretung von Glienicke.

Bürgermeisterwahl in Glienicke: fünf Männer und eine Frau wolle die Verwaltung im Rathaus von Glienicke ab Februar 2026 führen: (obere Reihe v.l.n.r.) Arno Stugeweit (CDU, Foto: Jürgen Liebezeit), Uwe Klein (SPD, Foto: Jürgen Liebezeit), Michael Breier (Einzelbewerber, Foto: Jürgen Liebezeit), Lydia Neilson (B90/Grüne, Foto: Maren Schulz Photography), André Spannemann (AfD, Foto: Hardy Ruß/Fotocenter Frohnau) und Mario Eberhardt (Einzelbewerber, Foto: Lara Eberhardt) (v.l.n.r.).
Collage/MOZNahezu auf den letzten Drücker nominierten die Bündnisgrünen die einzige Frau zur Wahl in Glienicke. Lydia Neilson gilt politisch allerdings als unbeschriebenes Blatt. Sie wurde Anfang Juni von ihrem Ortsverband einstimmig nominiert. Die gebürtige Österreicherin lebt seit zwölf Jahren im Ort und trat erst Anfang des Jahres bei den Grünen ein.
Hohe Hürde für Bewerber ohne Parteibuch
Die oben genannte Politiker konnten von ihren Parteien nominiert werden. Deshalb brauchen sie keine Unterstützungsunterschriften. Dieses Privileg haben Einzelbewerber, die keine gewählte Partei oder Wählervereinigung hinter sich haben, nicht. Sie brauchen in Glienicke 44 Einwohner, die per Unterschrift die Kandidatur unterstützen.
Das hat Michael Breier, der erst kurz vor Bekanntgabe seiner Kandidatur aus der CDU ausgetreten war, ohne Probleme geschafft. Er warf seinen Hut Ende Mai in den Ring. Breier ist aber weiterhin Mitglied der Gemeindevertretung.
Auch der parteilose Mario Eberhardt hat es im letzten Moment geschafft, diese Hürde zu meistern. Drei Tage vor Fristende fehlten ihm nach eigenen Angaben noch zehn Unterschriften. Eberhardt, der sich als Neuling im lokalpolitischen Bereich bezeichnet, wollte seinen Bekanntenkreis noch einmal für sich mobilisieren. Das hat geklappt.
Damit stehen im Herbst sechs Namen auf dem Wahlzettel. Voraussetzung ist, dass der Wahlausschuss auf seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 22. Juli, um 18.30 Uhr im neuen Rathaus nichts zu beanstanden hat und niemand Einsprüche gegen die Entscheidung einlegt. Darauf gibt es aber nach der Vorprüfung der Unterlagen keine Hinweise.
Amtszeit für neuen Bürgermeister beginnt im Februar 2026
Die Bürgermeisterwahl in Glienicke findet am 21. September von 8 bis 18 Uhr statt. Die mögliche Stichwahl ist für den 12. Oktober angesetzt. Wahlunterlagen werden ab Mitte August verschickt. Dann kann auch die Briefwahl beantragt werden. Jede wahlberechtigte Person ab 16 Jahren hat eine Stimme. Bei der Bundestagswahl im März waren knapp 10.000 Einwohner wahlberechtigt.
Die Amtszeit des hauptamtlichen Bürgermeisters beträgt acht Jahre. Die neue Legislaturperiode beginnt voraussichtlich im Februar 2026.
Seit der Wende gab es in Glienicke mit Karin Röpke (1990 bis 1994, Bürgerliste), Joachim Bienert (1994 bis 2010, SPD) und Dr. Hans-Günther Oberlack (seit 2010, FDP) drei frei gewählte Bürgermeister.
Übrigens: Ab Montag (21. Juli) dürfen Wahlplakate im Ort gezeigt werden.


