Das Jahr 2025 in Oranienburg
: Diese Themen beschäftigten die Menschen am meisten

Klinikpläne in Hennigsdorf, Tragödie in Kremmen, spektakulärer Fund in Velten: Das Jahr 2025 lieferte vielfältige Schlagzeilen für Oranienburg und Umgebung. Ein Überblick.
Von
Stefan Zwahr
Oranienburg
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Das Jahr 2025 in Oranienburg - das Restaurant Karavanserei eröffnet

2025 erregten in Oranienburg und Umgebung vielfältige Themen Aufmerksamkeit. In der Kreisstadt wurde das Restaurant Caravanserei – eine Wortschöpfung aus Caravan und Karawane – eröffnet. Der Hotel- und Stellplatzkomplex entstand auf dem Gelände des ehemaligen Bauernmarktes.

Max-Otto Stoye
  • Klinikpläne in Hennigsdorf: Zentrale Versorgung in Oranienburg sorgt für Proteste.
  • Tragödie in Kremmen: Ein 21-Jähriger stirbt an Silvester durch Feuerwerksunfall.
  • Schädel-Fund in Velten: Überreste eines Mannes, gestorben spätestens 1954, entdeckt.
  • Bürgermeisterwahlen 2025: Laesicke verliert in Oranienburg, Günther bleibt in Hennigsdorf.
  • Lotto-Gewinn in Leegebruch: Katarina Witt überreicht Millionen-Gutschein an Ehepaar Berg.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Welche Themen haben die Menschen im Jahr 2025 in der Region rund um Oranienburg, Hennigsdorf und Gransee besonders interessiert?

In Oberhavel gab es in den zurückliegenden Monaten eine vielfältige Nachrichtenlage – vom Kita-Brand in Schildow bis zum Lottogewinn in Leegebruch.

Basierend auf den Klickzahlen auf moz.de präsentieren wir einige der Themen, die unsere Leser am meisten beschäftigten.

Angst um die Zukunft der Klinik Hennigsdorf

Begonnen hatte das Jahr 2025 mit einer Schocknachricht aus Kremmen: Ein 21-Jähriger aus Oberhavel starb in der Nacht zu Neujahr beim Zünden von Feuerwerk. Für den jungen Mann kam nach der Explosion einer Kugelbombe jede Hilfe zu spät. Die Tragödie ereignete sich im Ortsteil Orion auf einem Feld in der Nähe des Gewerbegebietes.

Von einem schweren Unfall wurde einige Monate später auch das jährliche Erntedankfest in Teschendorf (Löwenberger Land) überschattet. Beim Ernteumzug stürzte eine 25-Jährige von einem land- und forstwirtschaftlichen Anhänger, der von einem Traktor gezogen wurde. Die Frau wurde schwer verletzt.

Im Frühjahr hatten die Pläne der Oberhavel Kliniken die Schlagzeilen dominiert. Die angekündigte Stärkung des Standortes Oranienburg auf Kosten von Hennigsdorf – wo es in einigen Jahren keine stationäre Versorgung mehr geben wird – führte zu hitzigen Debatten und Protesten. Letztlich folgte der Kreistag dem Plan, der eine zentralisierte Versorgung vorsieht.

Diskussionsstoff gab es auch in Hohen Neuendorf. Thema war die Pagode. Nach mehr als 20 Betriebsjahren wurde das asiatische Restaurant im Oktober geschlossen. Der einstige Gourmet-Tempel soll abgerissen werden.

Wenige Kilometer weiter sorgte ein anonymer Brief für politischen Streit. Die parteilose Gemeindevertreterin des Mühlenbecker Landes, Joana Ohme, fühlte sich durch das Schreiben diffamiert. Hintergrund dieses neuerlichen Vorfalls ist die „Miet-Affäre“, die im Juli ihren bisherigen Höhepunkt hatte. Ohme hatte gegenüber dem früheren Flüchtlingskoordinator der Gemeinde, Volker Agüeras Gäng, den Vorwurf erhoben, sein Amt für persönliche Zwecke missbraucht zu haben. Ziel soll unter anderem gewesen sein, seiner Tochter über den Bürgermeister eine kommunale Wohnung zukommen zu lassen und politisch die Fraktion der Bündnisgrünen zu sprengen.

Animal Hoarding in Oranienburg, Schädel-Fund in Velten

Ein weiteres Schwerpunktthema im Mühlenbecker Land war der Brand in der Kita „Spatzenhaus“. Die Feuerwehr war bei dem Vorfall am 2. Juli im Großeinsatz. Die Kinder konnten alle gerettet werden – weil ein Polizist den Rauch bemerkt und schnell reagiert hatte.

Auch ein Brand in der Oberhavel-Kreisstadt sorgte für ein großes mediales Interesse. Nach dem Unglück im Ortsteil Germendorf ermittelte das Veterinäramt. Grund: Dutzende Hunde und Katzen wurden entdeckt. Auch Enten waren im Haus und auf dem Grundstück. Es bestand schnell der Verdacht des Animal Hoarding sowie der illegalen Zucht.

Eine schockierende Entdeckung wurde auch in der Ofenstadt gemacht. Bei Arbeiten an einer Brücke im Businesspark wurde im Stichkanal in Velten der Schädel einer Leiche gefunden. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen gestalteten sich schwierig. Untersuchungen in Wien ergaben, dass der Schädel zu einem 35 bis 65 Jahre alten Mann gehört, der spätestens 1954 gestorben ist.

Auch andere Crime-Fälle erzeugten im Jahr 2025 Aufmerksamkeit. Die juristische Aufarbeitung eines tödlichen Verkehrsunfalls auf der A10 bei Mühlenbeck ist auch drei Jahre nach der Tragödie vom August 2022 noch nicht abgeschlossen. Hinterbliebene und Freunde des Opfers, ein 39-jähriger Polizist aus Berlin, warten immer noch auf einen Prozesstermin am Landgericht Neuruppin. Der Unfallverursacher muss sich wegen eines „illegalen Autorennens mit Todesfolge“ sowie wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Mit großem Interesse verfolgt wurde auch der Fall einer 71-jährigen Ärztin aus dem Mühlenbecker Land. Dieser warf die Staatsanwaltschaft vor, fast 390.000 Euro Steuern nicht bezahlt zu haben. Sie schob die Schuld auf Ehemann und Steuerberater – und kam mit einer Geldstrafe davon.

Ohne Strafe kam auch eine Gruppe Russen nicht davon. Mit ihren Luxusautos der Marken Mercedes, BMW, Porsche und Lexus hatten sie sich ein illegales Straßenrennen auf den Autobahnen 111 und 24 geliefert. Zeugen berichteten, die Fahrzeuge seien zwischen den Anschlussstellen Kremmen und Fehrbellin in verkehrswidriger Weise unterwegs gewesen. Sie überholten über den Seitenstreifen, hielten Sicherheitsabstände nicht ein, wechselten abrupt die Fahrstreifen. Die Raser gehörten zu einer Hochzeitsgesellschaft. Die Braut hatte mit einem Mercedes-Benz GLE von Berlin nach Stralsund überführt werden sollen.

In Richtung Hauptstadt ging einige Zeit aus Hennigsdorf nichts. Nach einem Unwetter im Juni blieb die Verbindung nach Berlin-Spandau tagelang gesperrt. Bis zu 20 Bäume waren durch den Sturm entwurzelt worden. Zwischenzeitlich waren dadurch mehrere Autos eingekesselt. Die Aufräumarbeiten in der Stadt – die mit einer dreitägigen Party ihr 650-jähriges Jubiläum feierte – zogen sich über Tage.

Bürgermeisterwahl – Laesicke in Oranienburg ohne Chance

Grund zum Feiern hatte Thomas Günther (SPD) auch im Herbst 2025. Der Amtsinhaber wurde bei der Bürgermeisterwahl in Hennigsdorf für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt. Das gelang Alexander Laesicke (parteilos) in Oranienburg (wo auf dem einstigen Bauernmarkt-Areal das Restaurant Caravanserei eröffnete) nicht. Das Aus ereilte ihn bereits in der Hauptwahl. Die Chefrolle in der Verwaltung übernimmt ab Januar 2026 Jennifer Collin-Feeder (SPD). Gegen ihren Sieg in der Stichwahl erhob die AfD erfolglos Einspruch.

Auch nach den Urnengängen in Glienicke (Sieger: CDU-Kandidat Arno Steguweit) und Velten (neue Bürgermeisterin ist Manuela Nebel) gab es ein langes Nachspiel. In dessen Rahmen trat in der Ofenstadt Marcel Siegert von seinem Amt als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung zurück und legte sein Mandat nieder. Siegert hat es auch im dritten Anlauf nicht geschafft, Bürgermeister der Ofenstadt zu werden.

In der Nachbargemeinde Leegebruch wiederum gab es Grund für grenzenlosen Jubel. Für diesen sorgte die Eiskunstlauf-Legende Katarina Witt. Sie überreichte Jeannette und Andreas Berg einen Gutschein der Deutschen Postcode-Lotterie und machte die Eheleute zu Millionären.

Glück in Gransee, Frust in Zehdenick

Aus einem anderen Grund erlebte Christopher Krebs aus Gransee zahlreiche Glücksgefühle. Der Hobbylandwirt suchte über das TV-Format „Bauer sucht Frau“ die Partnerin fürs Leben. Mit Erfolg? Zumindest schmiedete er am Ende der Hofwoche Zukunftspläne mit Pauline aus Hannover.

Das Gegenteil von Glück bescherte Bürgermeister Alexander Kretzschmar (parteilos) der Stadt Zehdenick. Kaum gewählt und im Amt, schon ließ er sich krankschreiben – und blieb seitdem fern. Im Januar 2026 soll er per Bürgerentscheid abgewählt werden.