Mit einer Mahnwache soll am Sonnabend um 13 Uhr am Unfallort an den am Samstagabend gegen 18.40 Uhr auf der L21 getöteten Radfahrer erinnert werden. Das kündigte Ortsvorsteher Heinz Ließke an. „Ich habe die Demonstration gestern bei der Polizei angemeldet. Es wird die Möglichkeit geben, zu trauern, Kerzen und Blumen abzulegen“, sagte Ließke. Die Landesstraße werde dafür maximal zehn Minuten lang gesperrt. Es werde eine Schweigeminute für das 55-jährige Opfer geben. Politische Reden seien nicht geplant.

Unfallopfer kam aus Wensickendorf

Bereits seit Sonntag wird mit Blumen und Kerzen an das Opfer erinnert. Geplant ist auch die Aufstellung eines weißen Fahrrads als Mahnmal. Der 55-Jährige stammte aus Wensickendorf, galt als vorbildlicher Radfahrer, der ganzjährig und täglich mit dem Fahrrad unterwegs war und sich auch an den Demos für einen Radwegbau an der L21 beteiligte.
Der Unfall unterstreiche, wie wichtig der Bau eines Radwegs an der Straße sei, sagte Ließke. Erst am 19. September hatte es unter großer Beteiligung eine Demonstration für den Radweg gegeben. Es war bereits die vierte Demo mit der Forderung nach einer sicheren Verbindung für den Fahrradverkehr von Summt über Wensickendorf und Zehlendorf nach Summt. Im vergangenen Jahr gründete sich eine Bürgerinitiative für den Radwegbau.

Weiterer Unfall mit Radfahrerin in Bernöwe

„Mit einem Radweg wäre dieser Unfall nicht passiert“, sagte Klaus Leistner“, von der ADFC-Ortsgruppe Oranienburg, der sich den Unfallort am Montag anschaute. Der Fahrradclub werde sich am Sonnabend an der Mahnwache beteiligen.
Der Unfall am Sonnabend hat für große Bestürzung in Zehlendorf und Wensickendorf gesorgt. Am Montag gegen 11 Uhr ereignete sich ein weiterer Fahrradunfall in Bernöwe. Dort wurde eine 57-jährige Radfahrerin auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen von einem Lastwagen erfasst und schwer verletzt. Der Lastwagen hätte auf der als Fahrradstraße ausgewiesenen Abschnitt nicht unterwegs sein dürfen, sagte Polizeisprecherin Ariane Feuerbach.