Wahl der Gemeindevertretung
: Linke verteidigen ihre Sitze, AfD holt drei Mandate

Bei den Wahlen zur Gemeindevertretung in Leegebruch bleibt die Linke stabil, die AfD zieht ins Parlament ein. SPD, CDU und HGBV müssen Mandate abgeben.
Von
Friedhelm Brennecke
Leegebruch
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Giso Siebert von den Linken holte in Leegebruch die meisten Stimmen aller Kandidaten.

Brennecke

Im Gegensatz dazu gibt es auch Verlierer. Jeweils ein Mandat verloren die SPD, die CDU und der HGBV. Für die SPD, die schon bei der Europawahl nur magere 15,1 Prozent erreichte, wurde es bei der Kommunalwahl noch dramatischer. Mit nur 7,3 Prozent schmierten die Leegebrucher Sozialdemokragen richtig ab. Schon bisher hatten sie nur zwei Sitze in der Gemeindevertretung. Jetzt reicht es nur noch für ein Mandat, das Sylvia Kluge mit 300 Stimmen errang.

„Wir haben unser Ziel erreicht, stärkste Partei zu bleiben“, sagt Martin Hinze, der Ortsverbandsvorsitzende der CDU. Allerdings sei das mit einem Stimmenverlust einhergegangen, der auch für die Christdemokraten ein Mandat weniger bedeutet. Statt sechs Sitze sind es jetzt nur noch fünf. Für die CDU ziehen bis auf André Grunske die bisherigen Gemeindevertreter wieder ins Parlament ein. „Es ist schade, dass es von unseren neuen Bewerbern niemand geschafft hat“, bedauert Hinze.

Von fünf auf vier Sitze schrumpfte die Fraktion des HGBV. Sie ist mit der bisherigen Mannschaft wieder in die Gemeindevertretung dabei. Allein Siegfried Dittmer, der erst kürzlich für den zurückgetretenen Bernd Fischer nachgerückt war, konnte den Sprung ins Gemeindeparlament nicht schaffen, weil er sich gar wieder hat aufstellen lassen.

Wolfgang Klinkers, der bisher für die Gruppe „Mut zur Wahrheit“ Gemeindevertreter war, zieht als Vertreter der AfD jetzt mit zwei weiteren AfD–Mitgliedern ins Gemeindeparlament. "Die Höhe des Ergebnisses mit mehr als 17 Prozent hat mich selbst überrascht“, sagt Klinkers, der auch noch in den Kreistag gewählt wurde. „Wir wollen als neue Fraktion zum Wohle der Gemeinde Leegebruch mitarbeiten“, kündigt Klinkers an.

Eine kleine Sensation gelang am Wahlsonntag Manuela Feller. Sie trat als einzige Kandidatin für die Grünen an und schaffte als Politik–Neuling auf Anhieb mit 709 Stimmen den Sprung ins 18–köpfige Leegebrucher Gemeindeparlament.