Der havelländische Landtagsabgeordnete Christian Görke (Die Linke) will in den Bundestag. Dafür zieht es ihn in den Wahlkreis 64 (Cottbus/Spree-Neiße). Dort ist er nun offiziell der Linke-Direktkandidat.

92-prozentige Zustimmung

Mit 92 prozentiger Zustimmung wurde der 1962 in Rathenow geborene Görke von den Linken im Niederlausitzer Wahlkreis am Samstag zum Direktkandidaten gekürt. Während der rot-roten Koalitionsjahre von 2014 bis 2019 im Land Brandenburg war er Finanzminister. Der Havelländer will nun insbesondere mit finanzpolitischer Kompetenz punkten.

CDU will Direktmandat verteidigen

Ahnung von Geld hat auch der CDU-Kandidat. Denn Markus Niggemann ist Kämmerer der Stadt Cottbus. Der will das Direktmandat für die CDU verteidigen. Der aktuelle Mandatsträger, Klaus-Peter Schulze, wollte nach zwei Legislaturperioden nicht erneut kandidieren. Bei den Wahlen 2017 lag er nur 3,2 Prozentpunkte vor der damaligen AfD-Kandidatin Marianne Spring-Räumschüssel. Die Linke-Kandidatin Birgit Kaufhold kam bei den Erststimmen auf Platz 4.

Bei Landtagswahlen 2019 unterlegen

Bei Christian Görke handelt sich um ein linkes Schwergewicht, mit dem im Wahlkampf zu rechnen sein dürfte. Ab 2004 errang er in Rathenow und Umgebung drei Mal das Direktmandat für den Landtag. Allerdings musste er sich 2019 der SPD-Kandidatin Katja Poschmann geschlagen geben. Görke zog wegen günstiger Platzierung auf der Kandidaten-Liste seiner Partei in den Landtag ein. Wie weit oben er auf der Liste für die Bundestagswahl 2021 stehen wird, zeigt sich erst in etwa einem Monat. Die Landesliste wird am 24. April im havelländischen Schönwalde/Glien beschlossen.