Aktionszeitraum vom 1. Mai bis 30. September 2021: Das Stadtradeln bewegt bundesweit. In mehr als 2.000 angemeldeten Kommunen treten Menschen jeweils drei Wochen lang in die Pedale, um für ihren Heimatort Kilometer zu sammeln. In Premnitz, wo erst seit Montag geradelt wird,  standen am Donnerstagnachmittag bereits mehr als 3.500 Kilometer zu Buche.

Kilometer sammeln für den Klimaschutz und die Förderung der Radinfrastruktur

In der „Stadt voller Energie“, wie sich Premnitz selbst nennt, waren bei Start am Montag zehn Teams angemeldet. Auch Stadtwerke und Stadtverwaltung sammeln Kilometer für den Klimaschutz und die Förderung der Radinfrastruktur. Das ist das Ansinnen der  bundesweiten Stadtradeln-Aktion, die am 1. Mai 2021 begann und noch bis 30. September 2021  fortdauert. Allerdings sind die kommunalen Wettbewerbsbeiträge auf jeweils 21 Tage, sprich drei Wochen, begrenzt. Es haben sich insgesamt 2.160 Kommunen angemeldet.

Im Havelland bereits tonnenweise CO2 eingespart - Falkesee mit mehr als 20.000 Kilometern

Premnitz gehört zu einer großen Riege von Teilnehmerkommunen im Landkreis Havelland, die bis 5. September aktiv sind. Auf www.stadtradeln.de sind die aktuellen Kilometerstände ersichtlich. Etwa Falkensee brachte es bis Freitag, 8.30 Uhr, auf 23.946 Kilometer, Rathenow auf 13.330 und Premnitz auf 3.753. Insgesamt 56.867 Kilometer waren es havellandweit. Jeder geradelte statt im Auto absolvierte Kilometer bringt Ersparnis beim CO2-Ausstoß. Bis Freitagvormittag summierte sich das im Havelland auf fast 8,5 Tonnen weniger Kohlendioxid in der Atmosphäre.

Bürgermeister Ralf Tebling wirbt für Teilnahme

Auch wenn das Stadtradeln bereits gestartet ist, kann sich noch jeder per Internet registrieren und Kilometer für die Kommune seiner Wahl sammeln. Der Premnitzer Bürgermeister, Ralf Tebling (SPD)  hat neben Aspekten des Klimaschutzes auch die Gesundheit im Blick: „Anders als Autos, die zumeist noch fossile Brennstoffe verbrauchen, bezieht der Radfahrende seine Kraft und Energie aus seiner Ernährung und erzeugt durch Muskelkraft mechanische Energie.“ Klimaschutz und die eigene Gesundheit ließen sich beim Stadtradeln perfekt miteinander kombinieren, so Tebling. Er betont, dass er - soweit es möglich ist - mit dem Fahrrad dienstlich und privat unterwegs ist: „Dies habe ich vor meiner Wahl zum Bürgermeister angekündigt und konnte es bisher in weiten Teilen auch einhalten.“

„Ohne Kerosin nach Berlin“ mit Übernachtung in Premnitz

Am 8. September 2021 kann er den Leuten entgegen radeln, die auf Fahrradwegen von Köln nach Berlin unterwegs sind und aus Richtung  Stendal kommend in Premnitz übernachten wollen. Die rund 80 Radler beteiligen sich an der Protesttour „Ohne Kerosin Nach Berlin“ (OKNB), initiiert von Students for Future.  Es geht auf verschiedenen Routen in die Bundeshauptstadt.