Die optische Industrie in Rathenow ist nur eine Seite der Medaille. Die Wirtschaftsgeschichte wurde dort auch durch die Ziegelindustrie geprägt. Davon zeugt eine Ausstellung, die am Sonntag, 24. Oktober 2021, in der Berliner Straße 80 eröffnet wird. Diese wird ab 11.00 Uhr der interessierten Öffentlichkeit zugänglich sein und trägt den Titel: „Die Ziegelindustrie in Rathenow“.
Für Freunde der Heimatgeschichte ist es gute Gelegenheit, mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen - womöglich auch über ein zu schaffendes Heimatmuseum. Fördervereinschef Peter Dietze weiß durchaus prominente Leute in seinen Reihen, die das Projekt mit fördern. Allen voran sind das der frühere Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (KWR), Hartmut Fellenberg, und der im Rathaus für Stadtentwicklung zuständiige Jens Hubald. Beide agieren im Vereinsvorstand. Weitere Prominente sind Bürgermeister Ronald Seeger und der Stadtverordnetenvorsitzende Corrado Gursch (beide CDU). Aktuell gehören dem Verein 37 Mitglieder an.

Gisbert Damm und Heike Brett mit Vorträgen zur Ziegelindustrie in Rathenow

Im Zusammenhang mit der neuen Ausstellung haben sich drei Geschichtsfreunde hervorgetan, die gesteigertes Interesse an der früheren Ziegelindustrie entwickelt haben. Zwei von ihnen werden im kommenden Monat zu Vorträgen in der Berliner Straße 80 erwartet. Am Donnerstag, 11. November 2021, berichtet Gisbert Damm über die technische Entwicklung der Ziegelindustrie und der schweren körperlichen Arbeit in diesem Bereich.
Heike Brett referiert am Montag, 15. November 2021, über die Rathenower Ziegelindustrie im Allgemeinen. Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Beginn ist jeweils um 15.00 Uhr.

DDR-Geschichte im Roman: Rita König liest am 8. November 2021

Schon am Montag, 8. November 2021, gastiert mit Rita König eine Autorin in der Berliner Straße 80. Sie trägt aus ihrem Roman „Fast schon ein ganzes Leben“ vor, der 2019 erschienen ist. Er handelt  von einem ungleichen Paar, dass sich in den 1970er Jahren der DDR findet. König siedelte ihren Roman zwar in der fiktiven Stadt Havelfurt an. Alteingesessenen Rathenower Bürgern dürfte dieser Ort sehr bekannt vorkommen.
Im ersten Drittel des Buchs überzeugt die Autorin mit authentischen Details und atmosphärische Dichte, mit der sie den DDR-Alltag schildert. Der Handlungbogen spannt sich über die Wendezeit hinaus. Der Eintritt zur Lesung, die ebenso um 15.00 Uhr beginnt, kostet 7 Euro.