Andreas Gensicke, Chef Stadtverordnetenfraktion der CDU in  Rathenow, hat einen Beschlussantrag zur Öffnung der Jederitzer Brücke für den Pkw-Verkehr auf den Weg gebracht. Darüber wird zunächst im Bauausschuss am 2. März 2021 beraten.

Rathenow

Brücke seit Ende 2019 gesperrt

Die Jederitzer Brücke über den Stadtkanal ist seit Dezember 2019 voll gesperrt. Der CDU plädiert für die temporäre Öffnung, um nach Vollsperrung der Fehrbelliner Straße den Verkehr durch die Innenstadt zu entlasten. Für die Bundesstraße 102 steht nun der seit 2019 immer wieder verschobene  Ausbau an.  Unter anderem wird die Körgrabenunterführung erneuert. Laut Angaben des zuständigen Landesbetriebs Straßenwesen werde das Projekt im März beginnen und voraussichtlich bis April 2023 dauern.

Verkehrschaos vermutet

Die Christdemokraten sehen ein Verkehrschaos auf die Innenstadt zukommen - mit Staus und Lärm. Sie wollen dem durch Öffnung der Jederitzer Brücke begegnen. Jörg Rakow, Mitglied der CDU-Fraktion im Bauausschuss, meint: „Die Rathenower Innenstadt ist jetzt schon zu bestimmten Uhrzeiten durch den Verkehr vollkommen überlastet. Dies wird sich um ein Vielfaches steigern, wenn die B102 im Bereich der Fehrbelliner Straße komplett gesperrt wird. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um die Bürgerinnen und Bürger nicht noch weiter mit Staus und Lärm zu belasten.“

Auch im Sinne von Unternehmen und anderen Verkehrsteilnehmern

Parteifreund und Bauausschuss-Chef Wolfram Bleis ergänzt: „Auch im Sinne unserer Unternehmen und weiteren Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer muss hier eine zeitnahe Lösung gefunden werden. Ein Teil der Lösung kann die zeitweise Öffnung der Jederitzer Brücke sein“.

Ampelregelung, strenge Gewichtsbegrenzung und Kontrollen

Die CDU will die Stadt Rathenow beauftragen, die Öffnung schnellstmöglich zu prüfen. „Der Verkehr könnte einspurig mit Ampelregelung und strenger Gewichtsbegrenzung und Kontrolle erfolgen“, wie es im Beschlussantrag heißt. Die CDU geht davon aus, dass eine Entlastung der Innenstadt auch für den Bund von Interesse sein sollte. Daher sei zu prüfen, „inwieweit sich der Bund an den Kosten für eine bürgerfreundlichere Umgehung der Baustelle mit beteiligen kann.“