Der Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Kaufmann (CDU) aus Stuttgart ist Wasserstoff-Beauftragter der Bundesregierung. Am 23. April wird er in Premnitz erwartet, wie Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) informiert.

Wasserstoff aus Abfällen

Die „Stadt voller Energie“, wie sich die  kleine Kommune im Westen des Landkreises Havelland selbst nennt, war rund 100 Jahre lang ein bedeutender Standort der chemischen Industrie. Nach 1990 vollzog sich ein Strukturwandel. Aktuell ist Wasserstoff ein Thema. Wenn bei der Neue Energien Premnitz GmbH alles nach Fahrplan verläuft, soll auf dem früheren Viskose-Gelände im Industriepark  Premnitz (IPP) ab dem Jahr 2024 Wasserstoff aus Abfällen produziert werden.

Premnitz will dazu gehören

Indessen will die Stadt ein Multiplikator im deutschen Wasserstoff-Zentrum sein, zu dem sich verschiedene Akteure der Region Berlin-Brandenburg vernetzen würden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hatte im Herbst 2020 einen Wettbewerb ausgelobt, in dem sich Regionen bewerben konnten. Das Auswahlverfahren läuft. Noch in diesem Monat sollen drei Gewinner-Regionen ausgewählt werden, die Machbarkeitsstudien (ohne Anspruch auf spätere Umsetzung) vorlegen sollen. Letztlich wird aber nur eine Region das Rennen um das Wasserstoff-Zentrum machen. Sofern das zu schaffende Netzwerk in Berlin-Brandenburg den Zuschlag erhält, will Premnitz seinen Beitrag leisten.

Nationale Wasserstoffstrategie

Auch das wird sicher Dr. Stefan Kaufmann bis ins Detail erläutert. Derweil hat er nichts mit dem Wettbewerb des BMVI zu tun. Kaufmann wurde im Sommer 2020 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ ernannt. Das erfolgte im Rahmen der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung. „Er verantwortet die Ausrichtung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des BMBF sowie deren Transfer in die Praxis in Kooperation mit den an der Umsetzung beteiligten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Zudem trägt der Innovationsbeauftragte vielversprechende innovative Ansätze und Impulse aus Forschung in Verantwortung des BMBF auch in den politischen Raum und die öffentliche Diskussion“, wie es über Dr. Stefan Kaufmann auf der Website des Bundesministeriums heißt.