Rekord im Oderbruch: Längste Kaffeetafel in Wuschewier, das sagt Minister Wilke

Längste Kaffeetafel im Oderbruch: Der Rekordversuch startete am 9. Mai in Wuschewier. René Wilke (SPD), Brandenburger Minister für Arbeit und Gesundheit, gehörte mit Bad Freienwaldes Bürgermeisterin Ulrike Heidemann und der MOL-Beigeordneten Bianka Boss zur Jury. Alle zwei Jahre wird an wechselnden Orten im Oderbruch die längste Kaffeetafel aufgebaut. 2024 erreichte diese in Altwriezen eine Länge von 283,35 Metern. Wurde der Rekord geknackt?
Patrick Pleul/dpa- In Wuschewier fand die „Längste Kaffeetafel im Oderbruch“ statt – der Rekord blieb aus.
- Die Jury mit Minister René Wilke prüfte Länge und den schönsten Tisch.
- Gemessen wurden 271,5 Meter, der Wert aus Altwriezen mit 283,35 Metern blieb bestehen.
- Viele Orte beteiligten sich, auch Gäste aus der polnischen Partnergemeinde Zabor kamen.
- Der schönste Tisch stammte von Freunden eines Silberhochzeitspaares aus Bad Doberan.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Alle zwei Jahre wird an wechselnden Orten im Oderbruch die längste Kaffeetafel aufgebaut. Nach Neulewin, Neubarnim, Letschin und Altwriezen war am 9. Mai das zu Neutrebbin gehörende Dorf Wuschewier Gastgeber. 2024 erreichte die Tafel in Altwriezen eine Länge von 283,35 Metern. Wurde der Rekord geknackt?
Zur Jury, die neben der Länge auch den schönsten Kaffeetisch ermittelte, gehörte mit René Wilke (SPD), Brandenburgs Minister für Arbeit und Gesundheit, auch ein Mitglied der Landesregierung. Er wurde in Wuschewier ebenso herzlich willkommen geheißen wie die Landtagsabgeordneten Sina Schönbrunn (SPD) und Kristy Augustin (CDU). Wilke machte deutlich, warum für ihn solche Kaffeetafeln so eine große Bedeutung haben.
Oderbruch wächst Tisch für Tisch zusammen
Erst vor wenigen Wochen hatte ein Flugblatt eines für die AfD im Letschiner Gemeinderat sitzenden Mandatsträgers für Protest im Oderbruch gesorgt. In dem Flugblatt wurde versucht, Alteingesessene und Zugezogene gegeneinander aufzuhetzen. Die Letschiner hatten daraufhin deutlich gemacht, dass es zwar immer wieder Meinungsstreit unter Nachbarn gibt, der aber auch zur Entwicklung der Region beiträgt. Das macht das Oderbruch aus.
Die Aktion der längsten Kaffeetafel sorgt dafür, dass sich die Menschen der Europäischen Kulturerbe-Region zwischen Oderberg und Lebus besser kennenlernen. Das wurde auch am Europatag in Wuschewier wieder deutlich, wo Letschiner, Neutrebbiner, Wustrower, Golzower, Bad Freienwalder, Wriezener, Brunower, Bliesdorfer, Seelower, Altranfter, Altfriedländer, Neuhardenberger, Alttrebbiner und Neulewiner, Altwriezener, Ortwiger, Neureetzer und Altlewiner sowie Einwohner aus vielen anderen Dörfern die Tische zusammengeschoben haben.
Es sei das gesellschaftliche Zusammenwirken, das er dabei so toll finde, erklärte René Wilke. „Der Gesellschaft würde es viel besser gehen, wenn es mehr solcher Kaffeetafeln wie der im Oderbruch geben würde.“ Zumal der Rekordversuch immer auch ein gemeinsamer sei, bei dem diejenigen, die beim letzten Mal den Rekord aufgestellt haben, dieses Mal nun dazu beitragen, dass ihr Rekord geknackt wird.
Der Minister für Arbeit und Gesundheit nutzte natürlich auch die Gelegenheit, an den Tischen mit den Oderbrüchern ins Gespräch zu kommen, wo er auf engagierte Feuerwehrleute, Heimatvereinsmitglieder, Sportler, Jäger und Mandatsträger stieß. Frank Fiedler, Amtsdirektor von Barnim-Oderbruch, und Neutrebbins Bürgermeister Mario Hirschbein freuten sich über den großen Zuspruch zur Aktion. Auch aus der polnischen Partnergemeinde Zabor war eine Delegation gekommen. Mit Rückblick auf den verregneten Oderbruchtag erklärte Fiedler, dass diesmal nicht Bliesdorf für das Wetter zuständig gewesen sei. Für Kurstadt-Bürgermeisterin Ulrike Heidemann war es schon ein Vorgeschmack auf 2028. Denn in zwei Jahren wird Bad Freienwaldes Ortsteil Altranft Gastgeber der längsten Kaffeetafel.
Rekord um Zentimeter verpasst
Die Stunde der Wahrheit schlug, als Strecke vermessen wurde. René Wilke, Ulrike Heidemann, MOL-Beigeordnete Bianka Boss und die Bürgermeister von Letschin und Wriezen, Michael Böttcher und Karsten Ilm, maßen die Länge der Tafel in Wuschewier. Von den Einzel-Ergebnissen wurde der Durchschnitt gebildet. Der blieb mit 271,5 Metern knapp unter dem, der vor zwei Jahren in Altwriezen aufgestellt wurde. Mario Hirschbein nahm es sportlich: Nun habe man es in Altranft 2028 wieder in der Hand, den Rekord zu brechen. Wobei es der Stimmung an der Tafel keinen Abbruch tat. Gespannt erwartete man die Entscheidung zum schönsten Kaffeetisch. Um das festzustellen, begutachtete die Jury mit vielen humorvollen Bemerkungen die Tische erneut. Dabei ließ sie sich auch nicht von Kuchen- und Schnapsangeboten bestechen.
Auf Platz 1 kam ein ganz besonderer Tisch gleich am Beginn der langen Tafel: Dort hatten Freunde eines Silberhochzeits-Paares aus Bad Doberan den Tisch gestaltet: für Grit und Andor Szadkowski.













