Wahl 2024 in Bad Freienwalde und Seelow
: Märkisch-Oderland hat gewählt – jetzt wird gezählt

Rund 166.300 Wahlberechtigte stimmten am 9. Juni im Kreis MOL bei den EU- und Kommunalwahlen darüber ab, wer für die neue Wahlperiode die Mandate erringt. Dieser Beitrag wird am Wahltag laufend aktualisiert.
Jetzt in der App anhören
Auszählung begonnen: pünktlich um 18 Uhr wurde im Wahllokal Seelow 1 in der Grundschule mit dem Auszählen begonnen. Zuerst kamen die Stimmzettel der EU-Wahl dran

Auszählung begonnen: Pünktlich um 18 Uhr wurde im Wahllokal Seelow 1 in der Grundschule mit dem Auszählen begonnen. Zuerst kamen die Stimmzettel der EU-Wahl dran

Ulf Grieger

+++ 13.45: Das Amt Falkenberg gibt das vorläufige Ergebnis der Ortsbeiratswahlen bekannt. Demnach bestätigen die Wähler in Beiersdorf-Freudenberg Willi Huwe als Ortsvorsteher von Beiersdorf und Ronald Buchholz als Ortsvorsteher von Freudenberg. Auch in Heckelberg-Brunow ändert sich nichts: Martina Brandenburg bleibt Ortsvorsteherin von Heckelberg und Heiko Liebig Ortsvorsteher von Brunow.

In Höhenland gibt es drei Ortsvorsteher: Ingo Michalski wurde in Leuenberg ebenso im Amt bestätigt wie Jörg Schleinitz in Wölsickendorf-Wollenberg. In Steinbeck wurde Candy Daul mit sage und schreibe 92 Prozent der Stimmen gewählt.

Die Ortsteile der Gemeinde Falkenberg haben Ortsbeiräte: Gewählt wurden in Falkenberg Lars Eyk Goldbach, Knut Koall, Michael Radau, Jörg Schromm und Karin Fritsche, in Kruge/Gersdorf Frank Süßbier und Torsten Kleckers, in Dannenberg Rico Ewald und Franziska Dörge. Sie wählen jeweils aus ihrer Mitte den Ortsvorsteher oder die Ortsvorsteherin.

+++ 13.30: Im Amt Falkenberg-Höhe stehen laut vorläufigem Wahlergebnis die ehrenamtlichen Bürgermeister fest: In Beiersdorf-Freudenberg setzt sich Willi Huwe, der bisherige Amtsinhaber, mit 74,9 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen seine Herausforderin Petra Dahms durch. In Falkenberg bleibt Christian Ziche mit 60,9 Prozent Bürgermeister. In Höhenland wird Karsten Eschner mit 73,9 Prozent im Amt bestätigt.  Heckelberg-Brunow wählt mit 78,3 Prozent Mandy Buhe zur Nachfolgerin von Heiko Liebig, der nicht mehr als Bürgermeister kandidierte.

+++ 10:30: In Bad Freienwalde müssen die Stimmen zur Stadtverordnetenversammlung aus zwei Wahllokalen im Stadtgebiet sowie die Stimmen zu drei Ortsbeiräten noch fertig ausgezählt werden, bevor das vorläufige Endergebnis feststeht.

+++ 8:45 Uhr: Nach Angaben der Stadt Bad Freienwalde wird die Auszählung der Stimmen für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung sowie einiger Ortsbeiräte heute ab 10 Uhr fortgesetzt. Das vorläufige Endergebnis steht also noch aus.

+++ 7:30 Uhr: Der bisherige Bürgermeister von Golzow, Frank Schütz, muss einen Rückschlag einstecken. Er erreicht eine Zustimmung von lediglich 45,8 Prozent (Nein-Stimmen: 54,2 Prozent). Das reicht nicht. Wer Bürgermeister von Golzow wird, entscheidet nun die Gemeindevertretung. Die setzt sich wie folgt zusammen: zwei Sitze für die FDP (21,9 Prozent); zwei Sitze für „Golzower für Golzow“ (19,1 Prozent) und sechs Sitze für „Unser Golzow“ (59,0 Prozent).

In Lebus war die Bürgermeister-Wahl weniger eindeutig. Lag gegen 22 Uhr noch Ralf-Tore Fabig von der Wählergemeinschaft „Pro Lebus“ deutlich vor Sven van Dyk von der Wählergruppe „Wir für Lebus“, hat sich das Ergebnis im Laufe der Stimmen-Auszählung gewandelt. Am Morgen ist klar: Sven van Dyk (40,4 Prozent) und Ralf-Tore Fabig (36,6 Prozent) müssen in die Stichwahl. Martin Hampel (CDU) konnte 15,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und der Einzelkandidat Andreas Köcher immerhin 7 Prozent.

In der Gemeinde Zeschdorf ist keine Stichwahl notwendig. Der bisherige Bürgermeister Uwe Köcher (SPD) unterliegt mit 44,2 Prozent seiner Herausforderin Helke Baltz. Die Kandidaten der neu gegründeten Wählergruppe „Zusammen für eine starke Gemeinde“ erreicht 55,8 Prozent der Stimmen und somit auch das Quorum und die absolute Mehrheit.

+++ 7:20 Uhr: Bei den Bürgermeisterwahlen im Amt Seelow Land gibt es eine Überraschung. In Neuhardenberg wurde Amtsinhaber Mario Eska (Linke), der als Einzelbewerber angetreten ist, mit 35,2 Prozent der Stimmen nur Zweiter, hinter Denny Rüdiger (Wählergemeinschaft Gemeinsam für Neuhardenberg), der mit 39,3 Prozent die meisten Stimmen erhielt. Beide treten in der Stichwahl am 30. Juni noch einmal gegeneinander an. Der dritte Kandidat, Dieter Arndt (Einzelbewerber), erhielt 25,5 Prozent der Stimmen.

In Lietzen und Falkenhagen/Mark bleiben die Amtsinhaber im Amt. So setzte sich in Falkhagen/Mark Bärbel Mede (SPD) knapp mit 50,8 Prozent gegen den Einzelbewerber Bernhard Fandrich durch, der 49,2 Prozent der Stimmen erhielt, durch. Ähnlich eng war es in Lietzen, wo sich Frank Kasper (Bürger für Lietzen) mit 51,9 Prozent gegen den Einzelbewerber Kenny Elsholz (48,1 Prozent) behaupten konnte.

In den restlichen Gemeinden, wo jeweils nur ein Kandidat zur Wahl des Bürgermeisters angetreten ist, wurden die jeweiligen Amtsinhaber bestätigt. So erhielten Jörg Henschke in Fichtenhöhe 83,6 Prozent, Constantin Schütz in Vierlinden 82,4 Prozent, Frank Kraft in Gusow-Platkow 78,9 Prozent und Helmut Franz in Lindendorf 88,4 Prozent der Wählerstimmen. Sie wurden damit wiedergewählt.

+++ 0.45 Uhr:  Bei den Bürgermeisterwahlen im Amt Barnim-Oderbruch kann sich gemäß dem vorläufigen Wahlergebnis keiner der Herausforderer durchsetzen: In Prötzel bleibt Simona Koß (SPD, 53,4 Prozent) Bürgermeisterin, in Reichenow-Möglin Wolf-Dieter Hickstein (66,6 Prozent) und in Bliesdorf Reiner Labitzke (83,2 Prozent). In Neutrebbin wird Mario Hirschbein (81,1 Prozent) ehrenamtlicher Bürgermeister, in Oderaue bleibt Michael Rubin, der mit 85,4 Prozent die meiste Zustimmung bekommen hat. Bei den beiden zuletzt genannten Gemeinden gab es keine Gegenkandidaten.

+++ 0.30 Uhr: Der Trend im Land spiegelt sich laut dem vorläufigen Wahlergebnis auch in Wriezen wider: Die AfD ist die stärkste Kraft und erringt fünf Mandate in der Stadtverordnetenversammlung. Die CDU schafft zwei Sitze, die FDP drei. Die neue Wählergemeinschaft Wriezen Richtung Zukunft (WRZ) bekommt vier Sitze. Dabei geht einer auf das Konto des ehemaligen Wriezener Bürgermeisters Uwe Siebert. Je einen Sitz erringen Bündnis 90/Die Grünen, sowie die Wählergruppen BWBO, UWG und BFW.

+++ 0.15 Uhr: Die AfD ist laut vorläufigem Ergebnis der Wahlsieger in Bad Freienwalde. Sie zieht mit fünf Abgeordneten, zwei mehr als bisher, in die Stadtverordnetenversammlung ein. Die CDU gewinnt auch einen Sitz und ist mit vier Mandatsträgern vertreten. Einen Sitz davon hat Bürgermeister Ralf Lehmann erreicht. Er müsste sich entscheiden, ob er Bürgermeister bleibt oder sich in der Stadtverordnetenversammlung engagiert. Beides geht nicht. Die Wählergruppe NCC bekommt zwei Sitze, einer mehr. Die SPD bleibt bei zwei Sitzen, die Wählergemeinschaft Inselgemeinden bei einem Sitz.  Jeweils einen Sitz bekommen die neue Wählergruppe BUB und Bündnis 90/Die Grünen.  Die Linke kommt auf drei Sitze, die Wählergemeinschaft 2019 auf zwei Sitze. Die FDP geht leer aus.

+++ 24 Uhr: Die Stadtverordnetenversammlung von Seelow ist gewählt. Sie wird laut vorläufigem Wahlergebnis aus 6 AfD-Abgeordneten, je drei von den Linken, der SPD und W-HKS bestehen und aus einem von der CDU sowie den Einzelbewerbern Karsten Handrick und Wolfgang Kadler bestehen.

Beim Kreistag liegt die AfD bei 245 von 279  ausgezählten Stimmbezirken mit 30,9 Prozent vor der CDU  (15,4) und der SPD (14,6 Prozent).

+++ 23.30  Uhr: Der Ortsbeirat von Werbig steht fest. Die AfD holte 39 Prozent, die SPD 26,4 und Einzelbewerber Wolfgang Kadler 24,5 Prozent. Auf jeden Wahlvorschlag entfällt ein Sitz im Ortsbeirat, der dann den Ortsvorsteher wählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,4 Prozent.

Im Bürgermeisteramt von Vierlinden bestätigt wurde Constantin Schütze. Er holte 82,4 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,2 Prozent.

+++ 23 Uhr: In Letschin sind bereits 7 von zwölf Wahllokalen ausgezählt. Die Freien Wähler Letschin (FWL) liegen mit 24,8 Prozent vor der AfD (15,7 Prozent)

In Zechin wurde ein neuer Bürgermeister gewählt. Es ist Dirk Lexow. Er bekam 89,8 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,4 Prozent.

+++ 22.45  Uhr: In Seelow sind drei der sechs Wahllokale ausgezählt. Die AfD liegt mit 27,3 Prozent vorn, gefolgt von der SPD mit 19,2 und den Linken mit 17,4 Prozent.

In Alt Tucheband ist Thomas Kowalzik zum Bürgermeister wiedergewählt worden. Er bekam 81,6 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 70,3 Prozent.

+++ 22.30  Uhr: In Lietzen wurde Amtsinhaber Frank Kasper als Bürgermeister wiedergewählt. Er setzte sich mit 51,9 Prozent gegen Kenny Elsholz (48,1 Prozent) knapp durch. Die Wahlbeteiligung dort lag bei 74,5 Prozent.

In Lindendorf hat Amtsinhaber Helmut Franz mit 88,4 Prozent der Stimmen die Bürgermeisterwahl gewonnen. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,8 Prozent.

+++ 22.15  Uhr: In Lebus zeichnet sich bei der Bürgermeisterwahl ein Kopf- an-Kopf-Rennen ab. Nach drei von fünf ausgezählten Wahllokalen liegt Ralf-Tore Fabig mit 40,8 Prozent vor Sven van Dyk (28,9 Prozent), Andreas Köcher (15,5)  und Martin Hampel (14,9 Prozent). Die Wahlbeteiligung liegt dort bei 81,5 Prozent.

Gewählt ist bereits Reitweins Bürgermeister Detlef Schieberle. Er hat 62, 9 Prozent erreicht. Die Wahlbeteiligung lag dort bei 78,4 Prozent.

+++ 22 Uhr: Das Ergebnis von 291 der 301 auszählenden Wahlvorstände der EU-Wahl in Märkisch-Oderland liegt vor. Demnach liegt die AfD mit 30,7 Prozent deutlich vorn, vor dem Bündnis Sahra Wagenknecht„ BSW“, das vor der CDU mit 16,4 Prozent liegt.  Die Werte der AfD bei der EU-Wahl sind deutlich: Bad Freienwalde 40,5 Prozent, Wriezen 41,2 und Seelow 33.

Bei den Kreistagswahlen MOL liegt das Ergebnis von 114 der 279 auszählenden Wahlvorstände vor. Da zeigt sich ein ähnliches Bild. Die AFD liegt mit 34,9 Prozent klar vorn vor der CDU mit 14,5 Prozent und der SPD mit 13,4.

Mit Jörg Henschke steht auch der erste ehrenamtliche Bürgermeister fest. Er hat in Fichtenhöhe (Amt Seelow-Land)  83,6 Prozent der Stimmen bekommen. Die Wahlbeteiligung liegt dort bei 73,7 Prozent.

Auszählung im Kunstspeicher Friedersdorf: Wahlvorstand Uwe Bodag und Wahlleitern Denise Mettke geben mit ihren Kollegen die Zählergebnisse direkt an den Landeswahlleiter weiter.

Auszählung im Kunstspeicher Friedersdorf: Wahlvorstand Uwe Bodag und Wahlleitern Denise Mettke geben mit ihren Kollegen die Zählergebnisse direkt an den Landeswahlleiter weiter.

Ulf Grieger

+++ 20.30 Uhr: Im Briefwahllokal für die Europawahl in der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Bad Freienwalde stapeln sich die Wahlzettel. Alle Mitglieder des Wahlvorstandes sind damit beschäftigt, die länglichen grauen Papierbögen zu sortieren. Das ist Schwerstarbeit, weil sich immer mehr Wähler für Briefwahl entscheiden.   Die Auszählung ist öffentlich, der Weg über den Schulhof daher gut ausgeschildert. „Die Wahlzettel sind unhandlich“, heißt es unisono. Für die Wahlhelfer bedeutet das, dass die Nacht noch länger wird, als ohnehin schon befürchtet wird. Wenn die Wähler auf großen Wahlzetteln ihre Stimmen schön verteilt haben, müssen die Wahlhelfer aufpassen, um jedes Kreuz zu entdecken.

Schwerstarbeit: Wegen des wachsenden Anteils an Briefwählern haben die Mitglieder des Wahlvorstandes Briefwahllokals in der Kollwitz-Grundschule in Bad Freienwalde viel zu tun. Hier wird Urne Stück für Stück geleert und die Auszählung vorbereitet.

Schwerstarbeit: Wegen des wachsenden Anteils an Briefwählern haben die Mitglieder des Wahlvorstandes Briefwahllokals in der Kollwitz-Grundschule in Bad Freienwalde viel zu tun. Hier wird Urne Stück für Stück geleert und die Auszählung vorbereitet.

Steffen Göttmann

+++ 20 Uhr: Auf der Internetseite des Landeswahlleiters werden die Auszählergebnisse aktuell angezeigt. Die Meldungen erfolgen direkt aus den Wahllokalen. Im Kulturhaus Lebus sind die Wahlvorstände bereits dabei, die riesigen Stimmzettel für den Kreistag auszuzählen. Bei der EU-Wahl sind in Märkisch-Oderland 235 von 301 Wahlbezirke ausgezählt. Die Wahlbeteiligung liegt demnach bei 54,8. Die AfD liegt zu diesem Zeitpunkt klar vor der CDU

Im Kulturhaus Lebus sind die Wahlvorstände bereits dabei, die riesigen Stimmzettel für den Kreistag auszuzählen. Bei der EU-Wahl lag die AFD dort zu dem Zeitpunkt bei 40 Prozent.

Im Kulturhaus Lebus sind die Wahlvorstände bereits dabei, die riesigen Stimmzettel für den Kreistag auszuzählen. Bei der EU-Wahl lag die AFD dort zu dem Zeitpunkt bei 40 Prozent.

Ulf Grieger

+++ 19 Uhr: Nachdem Dennis Ferch, Vorsitzender des Wahlvorstandes des Wahllokals „Sporthalle 1“ in Wriezen, pünktlich um  18 Uhr das Ende der Wahl verkündet hat, schüttet er zusammen mit Juliane Ehlert die Urne mit Wahlzetteln für die Europa-Wahl aus. Drei nebeneinander gestellte Tischtennisplatten aus dem Lager der Sporthalle der Evangelischen Johanniter-Schulen bilden genug Platz, um die großen Wahlzettel zu sortieren und dann die Stimmen auszuzählen. Beide haben eine ruhige und entspannte Wal erlebt. Weil es in der geteilten Sporthalle zwei Wahllokale gab, bildeten sich keine Schlangen. Wegen der großen Wahlzettel entschied man sich für größere Tische und größere Kabinen.

Die Zählung beginnt: Im Wahllokal Sporthalle 1 in Wriezen werden die Stimmzettel, hier für die Europa-Wahl, auf drei aneinander geschobenen Tischtennisplatten sortiert und ausgezählt.

Die Zählung beginnt: Im Wahllokal Sporthalle 1 in Wriezen werden die Stimmzettel, hier für die Europa-Wahl, auf drei aneinander geschobenen Tischtennisplatten sortiert und ausgezählt.

Steffen Göttmann

+++ 18 Uhr: Noch buchstäblich bis zur letzten Minute waren im Wahllokal 1 in der Grundschule Seelow Wähler dabei, ihre Stimmzettel in die Wahlurnen einzuwerfen. Doch dann wurden die Tische zusammengeschoben und zunächst die Stimmzettel für die EU-Wahl dort zum Zählen ausgebreitet.

Weithin sichtbar: Das Wahllokal in Rathsdorf., Ortsteil von Wriezen, am Dorfgemeinschaftshaus, der ehemaligen Schule .

Weithin sichtbar: Das Wahllokal in Rathsdorf., Ortsteil von Wriezen, im Dorfgemeinschaftshaus, der ehemaligen Schule.

Steffen Göttmann

+++ 17 Uhr: Die Post bringt am Wahltag unerwartet noch einmal eine Kiste Wahlbriefe zur Amtsverwaltung des Amtes Falkenberg-Höhe in Falkenberg. „Vielleicht hat es der betreffende Mitarbeiter am Samstag nicht mehr geschafft“, mutmaßt Thomas Bartels, Wahlleiter des Amtes Falkenberg-Höhe. Die letzten Wahlbriefe gingen am 9. Juni in der Amtsverwaltung ein. Die Wahlbeteiligung im Amt betrug um 15 Uhr mehr als 50 Prozent. In Bad Freienwalde waren es gegen 14 Uhr 26 Prozent, was aber angesichts des hohen Anteils an Briefwählern nicht repräsentativ sei , betonte  Anja Neumann-Körber, Wahlleiterin der Stadt Bad Freienwalde. Ungewöhnlich für sie seien am Vormittag Schlangen vor den Wahllokalen gewesen.

Im Briefwahllokal für die Kreistagswahl: Im Landratsamt Seelow werden die Briefe vorsortiert und die Wahlscheine kontrolliert. Geöffnet werden die Briefe mit den Stimmzetteln erst um 18 Uhr.

Im Briefwahllokal für die Kreistagswahl: Im Landratsamt Seelow werden die Briefe vorsortiert und die Wahlscheine kontrolliert. Geöffnet werden die Briefe mit den Stimmzetteln erst um 18 Uhr.

Ulf Grieger

+++ 16.30 Uhr: In den Briefwahllokalen für die Kreistagswahl im Landratsamt Seelow werden derzeit die Briefe vorsortiert und die Wahlscheine kontrolliert. Dann kommen die Wahlbriefe wieder in eine Urne.  Geöffnet werden die Briefe mit den Stimmzetteln aber erst um 18 Uhr. In den Wahllokalen im Kulturhaus Lebus ist auch am Nachmittag Geduld gefragt. Immer wieder kommt es zum Stau, müssen die Wähler anstehen. Allerdings erreicht das nicht mehr das Ausmaß wie am Vormittag. Da haben die Wähler bis zu einer Stunde lang auf den Urnengang warten müssen, berichtet Wahlleiterin Franziska Brandt.

Wahl in Seelow: Bei bestem Wahlwetter sind zum Stichzeitpunkt 14 Uhr bereits mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten in Märkisch-Oderland wählen gegangen. Die Spanne reichte allerdings von 47 Prozent in Rüdersdorf bis 64 Prozent in Lebus.

Wahl in Seelow: Bei bestem Wahlwetter sind zum Stichzeitpunkt 14 Uhr bereits mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten in Märkisch-Oderland wählen gegangen. Die Spanne reichte allerdings von 47 Prozent in Rüdersdorf bis 64 Prozent in Lebus.

Ulf Grieger

+++ 15 Uhr: Die Wahlbeteiligung in Märkisch-Oderland zum Stichzeitpunkt 14 Uhr liegt über 50 Prozent. Darüber informiert Kreis-Wahlleiter Martin Reiche. Aus jedem Wahlbereich hat er eine Meldung erhalten. Die Angaben schwanken allerdings von 47 Prozent in Rüdersdorf bis 64 Prozent in Lebus. Auch in Falkenberg-Höhe sei die Wahlbeteiligung sehr hoch, so Reiche. Um 15 Uhr öffnen in der Kreisverwaltung in Seelow die Briefwahllokale. Rund 200 Wahlhelfer sind dabei im Einsatz.

Wahl im Kulturhaus Lebus: Heinz Andrä wird die Stimmzettel in die Wahlurnen.

Wahl im Kulturhaus Lebus: Heinz Andrä wirft die Stimmzettel in die Wahlurnen.

Ulf Grieger

+++ 13 Uhr: Im Gutshaus Wölsickendorf  bei Bad Freienwalde versüßt der Wahlvorstand den Wählern die Wartezeit mit Kaffee und leckerem Kuchen, den Martina Weinknecht und Jeanette Eschner gebacken haben. Die Größe der Stimmzettel mit der Fülle von Listen und Namen macht den Wählern mitunter zu schaffen. „Die Wahlkabinen sind zu klein", sagt Anke Wudka, Vorsitzende des Wahllokals in Wölsickendorf. Insgesamt acht Wahlhelfer kommen am Morgen und zur Auszählung der Stimmen am Abend zusammen. Über den Tag wechseln sie sich ab. Natalie Bandow und Kim Lembke sind zum ersten Mal als Wahlhelferinnen dabei. „Ich finde es sehr unterhaltsam", sagt Natalie Bandow. Die 19-Jährige hat sich freiwillig für das Ehrenamt gemeldet.

Kreis-Wahlleiter Martin Reiche informiert um 13.45 Uhr, dass ihm keine besonderen Vorkommnisse aus den Wahllokalen gemeldet wurden.

Gute Stimmung in Wölsickendorf: Doreen Steinmetz, Anke Wudka, Martina Weinknecht, Jeanette Eschner, Yvonne Redlich, Kim Lembke und Natalie Bandow kurz vor dem Schichtwechsel im Wahllokal im Gutshaus Wölsickendorf bei Bad Freienwalde.

Gute Stimmung in Wölsickendorf: Doreen Steinmetz, Anke Wudka, Martina Weinknecht, Jeanette Eschner, Yvonne Redlich, Kim Lembke und Natalie Bandow kurz vor dem Schichtwechsel im Wahllokal im Gutshaus Wölsickendorf bei Bad Freienwalde.

Steffen Göttmann

+++ 12 Uhr:  In manchen Wahllokalen, so auch in der Oberschule Seelow, kommt es zeitweise zu Wartezeiten. Doch die meisten Wähler nehmen es gelassen hin. Schließlich brauchte jeder etwas mehr Zeit, um die großen Stimmzettel mit der kleinen Druckschrift zu analysieren. Im Boberhaus Letschin wurden extra mehr Wahlkabinen aufgestellt, um es nicht zu längeren Staus kommen zu lassen.

Stimmabgabe im Boberhaus Letschin: Bürgermeister Michael Böttcher war mit der ganzen Familie dort. Im Anschluss ging es nach Ortwig, wo die Festwoche zum 675. Dorfjubiläum gestartet wurde. Beim Schaukochen bereitete er ein Kartoffelgericht zu.

Stimmabgabe im Boberhaus Letschin: Bürgermeister Michael Böttcher war mit der ganzen Familie dort. Im Anschluss ging es nach Ortwig, wo die Festwoche zum 675. Dorfjubiläum gestartet wurde. Beim Schaukochen bereitete er ein Kartoffelgericht zu.

Ulf Grieger

+++ Sonntag, 9. Juni, 9 Uhr: Seit um 8 Uhr sind die Wahllokale in Märkisch-Oderland geöffnet. Auch in Sietzing, einem Ortsteil von Letschin bei Seelow, wurden zuvor die Wahlplakate aus dem Umkreis des Wahllokals im Gemeindezentrum entfernt. Diese Aufgabe hatte Peter Miekley übernommen, der selbst lange Zeit Ortsvorsteher dort war. Der Wahlvorstand mit Regina Miekley (v.l.), Jeanette Deckert und Beate Heese, die bis 13 Uhr dort die Vormittagsschicht sind, haben derweil alles für den pünktlichen Wahlbeginn vorbereitet. Die drei Wahlurnen, eine aus Pappe für die Gemeindevertretung, den Ortsbeirat und den Jugendbeirat, eine aus Plaste für das EU-Parlament und eine für den Kreistag, wurden indes geprüft und dann versiegelt bzw. verschlossen.

Die Stimmzettel: In allen Wahlokale hängen die Muster der Stimzettel aus. Da die Formate zum Teil ungewöhnlich sind und die Schrift zum Teil sehr klein ist, hat man in Sietzing vorgesorgt. Dort kann man sicheine Lupe ausleihen.

Die Stimmzettel: In allen Wahlokale hängen die Muster der Stimzettel aus. Da die Formate zum Teil ungewöhnlich sind und die Schrift zum Teil sehr klein ist, hat man in Sietzing vorgesorgt. Dort kann man sicheine Lupe ausleihen.

Ulf Grieger

Neuer Kreistag wird gewählt – Hintergründe und Fakten

Ein neuer Kreistag Märkisch-Oderland wird gewählt. Es geht dabei um die Besetzung von 56 Mandaten. Für Martin Reiche ist es die erste Wahl in der Funktion des Kreiswahlleiters von Märkisch-Oderland.  Seit Februar 2022 ist er Kreiswahlleiter für MOL. Der Stimmzettel zur Kreistagswahl hat das Format A1 (59,5 cm breit und 84,1 cm hoch). Für die fünf Wahlkreise wurden 45 zulässige Wahlvorschläge mit insgesamt 435 Bewerbern eingereicht.

Bei der Kreistagswahl 2019 gab es für fünf Wahlkreise 54 zugelassene Wahlvorschläge mit insgesamt 363 Bewerbern. Der Landkreis Märkisch-Oderland hat für die Kreistagswahl rund 166.300 wahlberechtigte Personen. Die genaue Zahl der wahlberechtigten Personen steht aber erst nach Abschluss der Wählerverzeichnisse am 7. Juni fest.

Wahl in der Oberschule Seelow: Bürgermeister Robert Nitz muss nicht lange warten. Etwa zehn Minuten dauert die Prozedur dort.

Wahl in der Oberschule Seelow: Bürgermeister Robert Nitz muss nicht lange warten. Etwa zehn Minuten dauert die Prozedur dort.

Ulf Grieger
Deckert und Beate Heese vom Wahlvorstand, dass sich nichts in den Urnen befindet. Die Pappurne ist für die Gemeindevertretung, den Ortsbeirat und den Jugendbeirat, die Plaste-Urnen für das EU-Parlament und den Kreistag. Prüfung der Wahlurnen: Im Wahllokal Sietzing bei Letschin zeigen Regina Miekley (v.l.), Jeanette

Prüfung der Wahlurnen: Im Wahllokal Sietzing bei Letschin zeigen Regina Miekley (v.l.), Jeanette Deckert und Beate Heese vom Wahlvorstand, dass sich nichts in den Urnen befindet. Die Pappurne ist für die Gemeindevertretung, den Ortsbeirat und den Jugendbeirat, die Plaste-Urnen für das EU-Parlament und den Kreistag.

Ulf Grieger

Mehr Wahlvorschläge in Seelow

Bei der vorigen Kreistagswahl im Mai 2019 entfielen auf die AfD 17,7 Prozent der Stimmen, auf die Linke 17,6. Die SPD bekam 16,7 Prozent und die CDU 15,5. Auf die Grünen entfielen 11,2 Prozent, die BVB 5,5, die FDP 5,4 und die Bauern 4,8.

In Seelow wird ein neues Stadtparlament gewählt. Rund 4400 Wahlberechtigte können es in der Kreisstadt ihre Stimmen abgeben. Bei diesem Urnengang gibt es mehr Wahlvorschläge als 2019. Im Ortsteil Werbig werden etwa 500 Wahlberechtigte den Ortsbeirat wählen. In Seelow geht es um 18 Mandate, für die es neun Wahlvorschläge gibt. Das sind drei mehr als 2019. 42 Kandidaten stellen sich zur Wahl. Im Ortsteil Werbig gibt es fünf Wahlvorschläge mit acht Kandidaten. Gewählt wird in fünf Wahllokalen. Von denen befinden sich zwei in der Grundschule, zwei in der Oberschule und eins in der Remise in Neulangsow, so Wahlleiter Simeon Apostolow.

Zur Wahl im Mai 2019 gab es folgende Ergebnisse: Linke 26,2 Prozent, SPD  27,2, CDU 5,5, AfD 19,2 FDP 3, Wählergruppe Heimat, Kultur und Sport 18,9.

In Bad Freienwalde gibt es rund 10.600 Wahlberechtigte. Die Zahl der Kandidaten ist in etwa auf gleichem Niveau wie 2019, berichtet die Wahlleiterin Anja Neumann-Körber. Damals waren es 81, 2014 dagegen nur 55. Die AfD geht diesmal mit zwölf Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen, die Partei Die Linke mit acht, die SPD mit sechs, die CDU mit 20, Bündnis 90/Die Grünen mit zwei, die Wählergruppe Inselgemeinden mit fünf, die FDP mit zwei, die Wählervereinigung 2019 mit 16 und die Wählergruppe Neuenhagener Carneval Club mit sechs.

Zur Wahl im Mai 2019 gab es folgende Ergebnisse: Linke: 20,1 Prozent, SPD 7,2, CDU 15,1, AfD 12,2, B90/Grüne 3,7, BVB 2, FDP 7,8, WG Insel 5,5, NCC 4,7, Wählervereinigung 2019 13, Kurstadt für Alle 3,5, Einzelkandidatin Göcke 4,2

Herausforderung für alle Wahlhelfer: Anders als bei der Bürgermeisterwahl in Seelow 2023, hier in Neulangsow,  kommt auf die Wahlvorstände ab 18 Uhr viel Arbeit zu. Neben den EU-Wahlen sind auch die Stimmzettel für Gemeindeparlamente und Ortsbeiräte sowie die ehrenamtlichen Bürgermeister auszuzählen.

Herausforderung für alle Wahlhelfer: Anders als bei der Bürgermeisterwahl in Seelow 2023, hier in Neulangsow, kommt auf die Wahlvorstände ab 18 Uhr viel Arbeit zu. Neben den EU-Wahlen sind auch die Stimmzettel für Gemeindeparlamente und Ortsbeiräte sowie die ehrenamtlichen Bürgermeister auszuzählen.

Ulf Grieger

Zur Wahl im Mai 2019 gab es folgende Ergebnisse: Linke 8,5, SPD 23,3, CDU: 10,4, FWL 42, WiO 15,7