S-Bahn in Spandau
: Verbindung nach Falkensee – das ist der aktuelle Stand

Berlin-Spandau bekommt eine S-Bahn nach Falkensee. Geplant sind dafür fünf Haltestellen im Bezirk. Welche Details sind bisher geklärt?
Von
Pamela Kaethner
Berlin-Spandau
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S-Bahn in Berlin

Die S-Bahn soll bald nicht mehr am Bahnhof Spandau enden. Eine Verbindung nach Falkensee ist geplant. Das ist der aktuelle Stand.

Paul Zinken/dpa
  • Berlin-Spandau erhält eine S-Bahn nach Falkensee, fünf Haltestellen im Bezirk geplant.
  • Vorplanung bis 2025, Umsetzung der Strecke in den 2030er-Jahren angestrebt.
  • Falkenhagener Feld mit 40.000 Einwohnern erhält bessere Anbindung, bisher nur per Bus erreichbar.
  • Weiterführung der S-Bahn bis Johannesstift noch nicht entschieden.
  • Anwohner sollen 2025 in Planungen einbezogen werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Pläne für eine S-Bahn-Verlängerung von Berlin-Spandau nach Falkensee in Brandenburg gibt es seit der Wende. Mit dem länderübergreifenden Investitionsprojekt i2030 rückt die Idee jetzt näher, die Vorplanung soll 2025 abgeschlossen sein. Das ist der aktuelle Stand des Projekts.

Die geplante Strecke vom Bahnhof Spandau nach Falkensee – bisher fahren dort Regionalbahn und Regionalexpress – sieht fünf S-Bahnhöfe auf Berliner Seite vor: Nauener Straße, Klosterbuschweg und Albrechtshof sowie einen Abzweig ins Falkenhagener Feld mit den Stationen Seegefelder Straße und Falkenseer Chaussee.

S-Bahn ins Falkenhagener Feld – bisher hält dort nur der Bus

Das Falkenhagener Feld mit seinen rund 40.000 Einwohnern ist bisher nur mit dem Bus erreichbar. In der von der landeseigenen Berlinovo verwalteten Großsiedlung stehen in den nächsten Jahren Modernisierungen und auch Neubauten an.

Grafik zur S-Bahnverlängerung Spandau- Falkensee-Nauen

Grafik zur S-Bahnverlängerung Spandau-Falkensee-Nauen: In der Vorplanung wird der mögliche Endpunkt des Abzweigs in das Falkenhagener Feld am Johannisstift noch untersucht.

VBB GmbH

Durch das Falkenhagener Feld führt bereits eine eingleisige Strecke der Bötzowbahn, die der Havelländischen Eisenbahn-Aktiengesellschaft (HVLE) gehört. Auf ihr verkehrten früher Personen- und Güterzüge nach Bötzow und ins Umland. Der Abschnitt von Spandau bis zum Bahnhof Johannesstift wird heute jedoch nur noch für Betriebsfahrten genutzt, da sich dort eine Werkstatt befindet.

Reaktivierung der alten Bötzowbahn-Strecke ab Spandau

Der Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung, Michael Herden, teilte auf Nachfrage mit: „Ziel ist der S-Bahn-Ausbau entlang der Bötzowbahn bis vor den Bahnübergang an der Falkenseer Chaussee.“ Und weiter: „Optional wird aber auch eine mögliche Weiterführung bis zu einem Endpunkt am Johannesstift im Rahmen der Vorplanung mit untersucht.“ Eine endgültige Entscheidung über den Endpunkt sei noch nicht gefallen.

Laut Michael Herden gebe es in der aktuellen „frühen Planungsphase“ zahlreiche „Abhängigkeiten insbesondere vom Ausbau der Hamburger Bahn für den Fernverkehr, der wiederum vom Bund geplant und umgesetzt werden muss, sodass ein konkreter Zeitplan derzeit noch nicht vorliegt“. Nach derzeitigem Stand seien für die Arbeiten an der Strecke – die Senatsverwaltung spricht von einem „Umsetzungshorizont“ – die 2030er-Jahren „angepeilt“, so Herden.

Stehen Siemensbahn und S-Bahn nach Falkensee in Konkurrenz?

Auf einer Informationsveranstaltung am 16. Dezember 2024 zur Instandsetzung der Siemensbahn hatte Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn, erklärt, dass er eine Verbindung zwischen der Siemensbahn und dem Abschnitt im Falkenhagener Feld für sinnvoll halte.

Dies sei aber noch Zukunftsmusik. Das Gebiet müsse erst planerisch gesichert werden. Darüber hinaus sei eine Grundsatzentscheidung des Landes Berlin erforderlich, um sich diesen Handlungsspielraum zu erhalten.

Aus den Unterlagen zum Projekt i2030 geht hervor, dass die Anwohner in der zweiten Jahreshälfte 2025 in die weiteren Planungen einbezogen werden sollen. Die S-Bahn nach Falkensee ist Teil einer Trassenverlängerung bis Nauen. Gleichzeitig soll der Bahnhof Spandau zwei zusätzliche Bahnsteigkanten erhalten.

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