Überfall in Berlin: Raub bei illegalem Poker-Turnier – eine Spur führt nach Spandau

Ein illegales Poker-Turnier wurde im Januar 2024 in Berlin-Wedding überfallen. Die Spur der Ermittler führt auch nach Spandau. (Symbolfoto)
Annette Riedl/picture alliance/dpa- Überfall bei illegalem Pokerturnier in Berlin-Wedding, Spur führt nach Spandau.
- Polizei durchsuchte Wohnungen und fand Waffen und gestohlene Gegenstände.
- Drei Verdächtige im Alter von 23, 31 und 34 Jahren, einer vorläufig festgenommen.
- Beute von über 100.000 Euro, mehrere Personen bedroht und verletzt.
- Ermittlungen dauern an, Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schweren Raubes.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem Überfall auf ein Poker-Turnier in Berlin-Wedding führt die Spur der Ermittler auch nach Spandau. Spezialkräfte durchsuchten eine Wohnung. Das ist über den Raub und die Tatverdächtigen bekannt.
Über den aktuellen Stand informierte die Polizei Berlin am 9. Januar in Schriftform. Danach durchsuchten Einsatzkräfte des Landeskriminalamts Berlin in den Morgenstunden mit Unterstützung von Spezialkräften drei Wohnanschriften in Spandau, Charlottenburg und Wedding. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen des Verdachts des schweren Raubes.
So lief der Überfall auf die Poker-Runde in Berlin-Wedding
Beschuldigt werden drei Personen im Alter von 23, 31 und 34 Jahren. Sie stehen nach Angaben der Polizei im Verdacht, Teil einer etwa zehn Personen großen Gruppe zu sein. Diese hatte am 16. Januar 2024 einen Überfall auf eine Bar in der Seestraße in Wedding begangen.
Die Gruppe soll nach dem bisherigen Ermittlungsstand von einem gesondert verfolgten Mann, gegen den bereits im Mai 2024 Anklage vor dem Schöffengericht Tiergarten erhoben wurde, den Hinweis bekommen haben, dass in der Bar ein illegales Pokerturnier stattfindet. Der Mann soll sich außerdem bereiterklärt haben, den Beschuldigten Zugang zu der Bar zu verschaffen.
Dabei erwies sich ein defekter Kühlschrank als nützlich. Weil das Kühlgerät kaputt war, musste das in der besagten Nacht für den Publikumsverkehr geschlossene Lokal seine Getränkevorräte außerhalb des Gebäudes lagern.
Der gesondert verfolgte Helfer, der sich in der Bar befand, gab gegen 1.20 Uhr eine Bestellung auf. Als das Barpersonal daraufhin die Tür öffnen musste, um an die draußen deponierten Getränke zu kommen, konnten die dort wartenden Beschuldigten in die Bar gelangen.
Beute des Raubes in Berlin hat Wert von mehr als 100.000 Euro
Dort sollen sie die Anwesenden mit Schusswaffen sowie Messern bedroht haben. Auf diese Art und Weise brachten sie Bargeld, Uhren, Mobiltelefone und weitere Wertgegenstände im Gesamtwert von mindestens 110.410 Euro an sich und nahmen die Beute mit.
Ein Zeuge musste in der Folge zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden, da ihm einer der unbekannten Täter mit dem Fuß ins Gesicht getreten haben soll.
Die Durchsuchungen im Januar 2025 führten zum Auffinden einer scharfen Schusswaffe, zweier PTB-Waffen, eines Totschlägers, eines Pfeffersprays, mutmaßlicher Tatbekleidung, einer mutmaßlich geraubten Uhr sowie mehrerer Mobiltelefone.
Der 23-jährige Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen, da bei ihm Rauschgift gefunden wurde. Er wurde, ebenso wie die zwei anderen Beschuldigten, nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.


