AfD in Brandenburg
: Heino wehrt sich gegen Wahlwerbung und will Schmerzensgeld

Heino will nicht für Wahlkampf der AfD herhalten: Warum der Sänger jetzt juristisch gegen Landratskandidat Felix Teichner aus der Uckermark vorgeht.
Von
dpa
Neuruppin
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Schlager- und Volksmusikstar Heino steht während eines Konzerts seiner Tour „Made in Germany“ auf der Bühne. Für den Wahlkampf der AfD will er nicht herhalten und wehrt sich gegen einen Betrag von Landratskandidat Felix Teichner aus der Uckermark.

Sebastian Kahnert/dpa
  • Heino wehrt sich juristisch gegen AfD-Wahlwerbung in der Uckermark.
  • Beim Landgericht Neuruppin wurde per Eilantrag eine Verfügung beantragt.
  • Auslöser war Teichners Aussage „Am Sonntag würde Heino Felix wählen“ in sozialen Medien.
  • Der Sänger fordert 250.000 Euro Schmerzensgeld – eine Unterlassungserklärung fehlt.
  • Heino lehnt Vereinnahmung ab, auch andere Parteien hätte er gleich behandelt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sänger Heino (87) geht juristisch gegen eine Wahlwerbung der AfD vor. Beim Landgericht Neuruppin sei per Eilantrag eine einstweilige Verfügung beantragt worden, sagte Heinos Manager Helmut Werner der Deutschen Presse-Agentur.

Dies erfolgte demnach, weil AfD-Kandidat Felix Teichner in der Uckermark vor der Landratswahl am Sonntag (19. April 2026) mit Heino Wahlwerbung gemacht hatte und der Aufforderung von Heinos Rechtsanwalt, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, nicht nachgekommen war. Der Sänger verlangt zudem 250.000 Euro Schmerzensgeld.

AfD-Kandidat Felix Teichner (35) hatte in sozialen Medien geschrieben: „Am Sonntag würde Heino Felix wählen.“ Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet.

„Das ist eine Unverschämtheit, und das geht zu weit“, lässt Heinos Manager von dem Sänger ausrichten. Die einstweilige Verfügung soll verhindern, dass Teichner Heinos Namen im Rahmen von Wahlwerbung erneut verwendet. Teichner sagte der Bild-Zeitung, Heinos Rechtsanwalt sollte überlegen, ob er wirklich mit Kanonen auf Spatzen schießen wolle. Er stellte in Frage, dass dem Sänger ein Schaden entstanden ist.

„Schwachsinn“, Heino in rechter Ecke zu vermuten

Der Politiker habe sich nach der Aufforderung, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, als Heino-Fan bezeichnet und versprochen, die Werbung zu löschen. Das sei aber nicht genug, sagte Werner. „Es besteht ja die Gefahr, dass die Tat wieder begangen werden kann.»

Felix Teichner, Kreisvorsitzender der AfD-Uckermark, spricht auf dem Landesparteitag der AfD Brandenburg in der Uckerseehalle. (zu dpa: «Heino wehrt sich gegen Wahlwerbung der AfD»)

Jens Kalaene/dpa

Heino habe sich öffentlich bereits gegen die AfD ausgesprochen, und es sei inakzeptabel, von der Partei vor ihren Karren gespannt zu werden. Der Sänger hätte aber bei einem ähnlichen Vorgehen einer anderen Partei auch juristische Schritte eingeleitet, sagte Werner.

Heino ist zurzeit auf Tournee. Bei seinen Konzerten singt er Volkslieder und auch die deutsche Nationalhymne. Der Sänger werde seit Jahrzehnten von manchen in der rechten Ecke vermutet, sagte Werner. „Das ist der größte Schwachsinn, den es gibt. Es ist ein großes Problem in Deutschland, dass man das Thema Heimat mehr oder weniger einer Partei überlassen hat, und zwar der falschen.“