Einen Monat nach der Todesfahrt in der Berliner Innenstadt wird noch ein Opfer im Krankenhaus behandelt. Das teilte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung am Donnerstag auf Anfrage mit, ohne weitere Details zu nennen. Bei der mutmaßlichen Amoktat am 8. Juni waren eine Frau getötet und laut Staatsanwaltschaft 32 Menschen verletzt worden.
Bei der Zentralen Anlaufstelle, die bei der Senatsjustizverwaltung angesiedelt ist und das Hilfsangebot für Verletzte, Ersthelfende oder Augenzeugen koordinieren soll, sind nach Angaben eines Justizsprechers derzeit 139 Betroffene registriert.

Lehrerin aus Hessen starb

Der 29 Jahre alte Fahrer befindet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiterhin in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Behörde wirft dem Deutsch-Armenier Mord in einem Fall und versuchten Mord in 17 Fällen vor.
Der Mann war auf dem Ku'damm und der Tauentzienstraße in der westlichen Berliner Innenstadt mit einem Auto in zwei Menschengruppen gefahren. Besonders betroffen von der Tat war eine Schulklasse aus Hessen, die in der Hauptstadt zu Gast war. Die Lehrerin starb, ein Lehrer und sieben Schüler kamen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser.