Bombendrohung in Berlin: Bombendrohungen per E-Mail – auch Hauptbahnhof betroffen

In einer E-Mail an die Deutsche Bahn gab es in der in den frühen Dienstagmorgenstunden (24. Oktober) eine Bombendrohung gegen den Hauptbahnhof in Berlin. Auch andere Berliner Einrichtungen waren betroffen. (Symbolbild)
Paul Zinken/dpaNach mehreren Bombendrohungen gegen verschiedene Einrichtungen in Berlin ermittelt der Staatsschutz. Betroffen von den Drohungen seien Schulen, Medienhäuser und Botschaften, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag auf Anfrage. Nach Angaben der Bundespolizei war der Berliner Hauptbahnhof betroffen. Bei der Deutschen Bahn sei in der Nacht zum Dienstag (24. Oktober) gegen 3.00 Uhr eine entsprechende E-Mail eingegangen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin auf Anfrage.
Die Polizei habe daraufhin die Kräfte am Hauptbahnhof verstärkt und die Gefährdungslage überprüft. Letztlich sei nicht von einer Gefährdung der Reisenden ausgegangen worden. Nach Angaben der Berliner Polizei waren auch der Sender RTL und das Willy-Brandt-Haus, der Sitz der Bundeszentrale der SPD, von einer Bombendrohung betroffen. Das Landeskriminalamt (LKA) sei eingeschaltet worden. In allen Fällen konnte „die Ernsthaftigkeit verneint werden“, sagte der Sprecher der Berliner Polizei.
Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittele wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Nach dem Gesetz ist dafür eine Strafe von bis zu drei Jahren Haft oder eine Geldstrafe möglich.
Bundesweite Bombendrohungen sorgen für große Polizeieinsätze
Bundesweit gab es am Dienstag Drohungen gegen mehrere Schulen und Radiosender. Bereits am Montag haben solche Vorfälle bundesweit größere Polizeieinsätze ausgelöst.
Betroffen waren Schulen etwa in Augsburg, Regensburg und Cham (Bayern), in Karlsruhe und Mannheim (Baden-Württemberg), Solingen und Wuppertal (Nordrhein-Westfalen), Chemnitz (Sachsen) sowie in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Auch das ZDF in Mainz war wegen einer Bombendrohung kurzzeitig geräumt worden.
Polizei Potsdam ermittelt nach Bombendrohung
Auch die Polizei Potsdam ermittelt wegen einer Drohung. Welche Einrichtung konkret betroffen war, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Es handle sich um den Medien-Bereich.
Am Dienstagmorgen sei auf elektronischem Weg eine Drohung eingegangen. „Diese wurde im Polizeipräsidium umgehend geprüft und entsprechende Maßnahmen eingeleitet“, hieß es. Zum einsatztaktischen Vorgehen äußerte sich Polizei-Sprecher Mario Heinemann nicht. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion West bearbeitet den Fall.

