Brand in Berlin
: Mutmaßlicher Brandanschlag auf 16 Transporter ‒ Schreiben aufgetaucht

Gleich mehrere geparkte Transporter eines Versandhändlers in Berlin standen in Flammen. Dann taucht ein mutmaßliches Bekennerschreiben auf, in dem auch Tesla eine Rolle spielt — und macht düstere Andeutungen.
Von
dpa
Berlin
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In Berlin-Reinickendorf haben in der Nacht auf den 1. Mai mehrere Fahrzeuge eines großen Versandhändlers gebrannt. In einem Bekennerschreiben geht es auch um Tesla.

In Berlin-Reinickendorf haben in der Nacht auf den 1. Mai mehrere Fahrzeuge eines großen Versandhändlers gebrannt. In einem Bekennerschreiben geht es auch um Tesla.

Dennis Lloyd Brätsch

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf Transporter eines großen Versandhändlers in Berlin ist am Mittwoch ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Ein Polizeisprecher bestätigte auf Anfrage, dass ein solches Schreiben bekannt sei. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet. Über den Inhalt äußerte sich die Polizei nicht. Offiziell teilte sie nur mit, da eine politische Tatmotivation nicht ausgeschlossen sei, habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. 

Am frühen Mittwochmorgen (1. Mai) hatten mehrere geparkte Lieferwagen in Reinickendorf gebrannt. Insgesamt 16 Fahrzeuge wurden durch Feuer oder Hitze beschädigt. Menschen kamen nicht zu Schaden, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten.

Zusammenhang mit dem Tag der Arbeit

Der „Tagesspiegel“ zitierte aus dem mutmaßlichen Bekennerschreiben. Darin sei ein Zusammenhang mit dem Tag der Arbeit hergestellt und auf eine queerfeministische Demonstration in Friedrichshain in der Nacht zum Mittwoch verwiesen worden.

Darüber hinaus stünden in dem Schreiben Hinweise auf mögliche weitere Straftaten. Darin heiße es, es gebe „unendlich viele Argumente und Möglichkeiten, Konzerne wie Amazon und Tesla anzugreifen“ und man freue sich auf „eine spannende Aktionswoche gegen Tesla“. 

Der US–Autohersteller Tesla hatte im März 2024 nach einem Brandanschlag auf einen Strommast die Produktion in seiner Fabrik im brandenburgischen Grünheide einige Tage stoppen müssen. Zu der Tat damals hatte sich die linksextremistische „Vulkangruppe“ bekannt.

An der Brandstelle in Reinickendorf hatten in der Nacht 28 Feuerwehrleute rund zwei Stunden lang die Flammen gelöscht.