Brand in Berlin: Tesla-Autos brennen in der Nacht – Verdacht auf Anschlag

Vier Teslas sind in der Nacht in Berlin mutmaßlich angezündet worden. Es könnte sich um Brandanschläge von Extremisten gehandelt haben.
Christophe Gateau/dpa- Vier Tesla-Autos brennen in Berlin, drei weitere Fahrzeuge beschädigt.
- Brände ereigneten sich in Treptow-Köpenick und Steglitz-Zehlendorf.
- Polizei untersucht Zusammenhang und Ursache der Feuer.
- Feuerwehr löschte Brände; keine Verletzten gemeldet.
- Staatsschutz übernimmt Ermittlungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vier Autos der Marke Tesla wurden in der Nacht in Berlin mutmaßlich angezündet worden. Drei weitere Autos sind in dem Geschehen beschädigt worden. Die Brandursache ist unklar. Da ein politisches Tatmotiv nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Polizeiliche Staatsschutz nun die Ermittlungen übernommen, hieß es.
Die vier Brände begannen in einem Zeitraum von etwa einer halben Stunde in weit entfernten Stadtteilen. Der erste Tesla habe im Bezirk Treptow-Köpenick Feuer gefangen. Ein Zeuge bemerkte gegen 1.40 Uhr in der Straße Neue Krugallee einen brennenden Tesla, der in einer Parkbucht geparkt war. Er alarmierte Feuerwehr und Polizei. Das Auto wurde so erheblich beschädigt, dass es nicht mehr fahrfähig ist. Zwei weitere in unmittelbarer Nähe geparkte Fahrzeuge wurden durch die Flammen ebenfalls beschädigt, ermittelt die Polizei.
Tesla-Autos brennen in der Nacht – Feuerwehr löscht Brände
Wenig später brannten schließlich drei weitere Autos in verschiedenen Straßen in Steglitz-Zehlendorf: Um kurz nach 2 Uhr sah ein Passant in der Albrechtstraße einen in Flammen stehenden geparkten Tesla und wählte daraufhin den Notruf. Kurze Zeit später meldeten Anwohnende der nicht weit entfernten Straße Am Eichgarten zwei weitere brennende Fahrzeuge derselben Marke. Alle Fahrzeuge brannten vollständig aus. Drei weitere Fahrzeuge, die in der Nähe der in Brand gesetzten Fahrzeuge abgestellt waren, wurden durch die Brände ebenfalls beschädigt, so die Polizei.
Die Feuerwehr löschte die Brände, wie die Polizei mitteilte. In dem Geschehen sei niemand verletzt worden.
Es könnte sich um Brandanschläge von Extremisten gehandelt haben. Der für politische Taten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) der Polizei ermittelt. Ein politisches Motiv der Täter könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit. Die Kritik an Tesla-Firmenchef Elon Musk hat seit seiner Tätigkeit für US-Präsident Donald Trump stark zugenommen. In den USA gab es Anschläge auf Tesla-Lkw. Auch die Tesla-Fabrik am Stadtrand von Berlin, Stromleitungen dorthin und Fahrzeuge waren in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Gewalt.
Die mutmaßlich angezündeten Autos reihen sich in eine längere Serie von Protesten und militanten Aktionen gegen den Konzern und seine Produkte, auch in anderen Ländern kam es zu Angriffen.
Kritik an Tesla – viele Anschläge in Berlin
Gegen die Tesla-Fabrik bei Berlin demonstrierten Gegner monatelang in Form eines Protestcamps in einem Waldstück in der Nähe. Anfang Februar 2024 wurden in Berlin Brandanschläge auf zwei Tesla-Fahrzeuge und wenig später auch auf Ladesäulen verübt. Die Polizei ging von einem linksextremistischen Hintergrund aus. Im Internet wurde ein Bekennerschreiben mit linksextremen Inhalten veröffentlicht. Schon zuvor waren in anderen deutschen Städten Teslas angezündet worden.
Am 5. März 2024 legten Brandstifter Feuer an einem großen Strommast, der auch die Versorgung der Tesla-Fabrik gewährleistete. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt. Die linksextreme „Vulkangruppe“ erklärte, sie sei für den Anschlag verantwortlich. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen wegen Terrorismus-Verdacht.
Mitte Februar 2025 gab es einen Brandanschlag auf einen Kabelschacht der Bahn und einen Funkmast an der Bahnstrecke zur Fabrik. Die Täter begründeten die Aktion im Internet mit Umweltschutz. Ende Februar wurden Baukräne und Signalkabel der Deutschen Bahn angezündet, auch hier tauchten Bekennertexte mit Bezug zu Tesla auf.

