Brandenburgs Wirtschaftsminister
: Jörg Steinbach (SPD) – Herkunft und Lebenslauf

Wie Brandenburgs Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie Jörg Steinbach in die Politik stolperte, was er vorher gemacht hat und wo er herkommt. Ein kurzer Steckbrief.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Frankfurt (Oder)
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Herkunft, Werdegang und Lebenslauf – Wer Jörg Steinbach (SPD) ist, wie er Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie wurde und was er vor seinem Eintritt in die Politik machte. Eine Übersicht. (Symbolbild)

Paul Zinken/dpa

Auf X (ehemals Twitter) zeigt er sich von seiner besten Seite – der Brandenburger Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie. Man sieht ihn bei einer Diskussion in Cottbus zum Fachkräfte-Potential in der Lausitz, mit Franziska Giffey bei der „berlinlounge“ oder zu Besuch bei PAS in Neuruppin. Jörg Steinbach (SPD) lässt auf X seine Schokoladenseite als Wirtschaftsminister scheinen und wirkt sehr geübt, dabei ist er noch nicht so lange in der Politik wie einige seiner Kollegen.

Wo Jörg Steinbach herkommt, wie er 2018 in die Politik gestolpert ist und was er gemacht hat, bevor er Minister wurde.

Steckbrief

Herkunft und Lebenslauf

Einstieg in die Politik

Weitere Minister Brandenburgs in der Übersicht

Steckbrief von Jörg Steinbach: Geburtstag, Beruf, Partei, Social Media

Name: Jörg Steinbach

Geburtstag: 28. Mai 1956

Geburtsort: West-Berlin

Beruf: Chemieingenieur, Politiker

Partei: SPD

Familienstand: verheiratet

Kinder: drei Kinder

Konfession: Mitglied einer freien Kirche

Instagram: @joerg_steinbach

X (ehemals Twitter): @joergstb

Herkunft und Werdegang von Jörg Steinbach (SPD)

Der gebürtige West-Berliner ist verheiratet, hat drei Söhne und ist Mitglied einer freien Kirche. Jörg Steinbach absolvierte von 1975 bis 1981 ein Studium der Chemie an der Technischen Universität Berlin. 1985 promovierte er am Institut für Technische Chemie und habilitierte neun Jahre später. Der erste Job nach dem Studium war bei der Scherin AG von 1985 bis 1996. 1996 wechselte Steinbach als Professor für Anlagen- und Sicherheitstechnik an die TU Berlin, an der er seit 2002 der Erste Vizepräsident ist.

Steinbach war außerdem Vorstandsmitglied der „Dechema“-Fachsektion (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie) und Mitglied beim „Technischen Ausschuss für Anlagensicherheit“ des Bundesumweltministeriums.

Er hatte in seiner Karriere verschiedene Führungspositionen in Organisationen der Ingenieursausbildung inne und erhielt 2013 die Ehrendoktorwürde der City University London und der National University of Water Management and Nature Resources Use in Riwne, Ukraine. Vor seinem Eintritt in die Politik war er Präsident der BTU Cottbus-Senftenberg.

Wie Steinbach Wirtschaftsminister in Brandenburg wurde

2018 trat Albrecht Gerber als Wirtschaftsminister zurück. Steinbach ersetzte Gerber als Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie im Kabinett Woidke II. Nach seinem Eintritt in die Politik trat er im November 2018 der SPD bei. Mit 62 Jahren war er damals Neuling in der Politik.

Vorher Wissenschaftler, Chemieprofessor, Parteiloser, Gründungspräsident der 2015 fusionierten Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg, wurde er Brandenburgs Wirtschaftsminister. Nachdem Woidke am 30. August 2018 sein Ass aus dem Ärmel zog und Steinbach als Kandidat als Gerber-Nachfolger präsentierte, gab Steinbach zu, er hätte nur 24 Stunden Zeit gehabt, es sich zu überlegen und es sei ihm nicht leicht gefallen. Woidke erklärte seine Entscheidung für Steinbach „mit der außerordentlich hohen Sachkompetenz, dem nationalen und internationalen Renommee und der großen Verbundenheit Steinbachs mit dem Land Brandenburg.“

Im November 2019 wurde Steinbach erneut Wirtschaftsminister im neu gewählten Kabinett Woidke III.

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