Der Kaufhaus-Bummel ist tabu, auch private Treffen und der Aufenthalt im Freien sind nun begrenzt: Die Menschen in Brandenburg müssen sich angesichts der Corona-Pandemie von diesem Mittwoch an auf harte Einschnitte einstellen. Es gilt zunächst bis 10. Januar ein Lockdown, das bedeutet, das öffentliche und private Leben wird stark heruntergefahren. Damit soll die Zahl der Corona-Infektionen gesenkt werden. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) appellierte an alle Bürger, zusammenzuhalten und sich an die Regeln zu halten.

Es gelten diese Corona-Beschränkungen

Es gelten von nun an für dreieinhalb Wochen Ausgangsbeschränkungen. Außerdem gibt es ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit - Glühwein auf der Straße ist also tabu. Schüler und Kita-Kinder sollen zu Hause bleiben und dort betreut werden. In Pflegeheimen und Krankenhäusern gelten Einschränkungen für Besucher.
Bis auf Geschäfte für den täglichen Bedarf werden alle Läden geschlossen. Baumärkte bleiben nur für Handwerker mit Gewerbeschein geöffnet. Weiter einkaufen können die Menschen vor allem in den Supermärkten und Drogerien. Auch Apotheken, Banken und Postfilialen bleiben geöffnet sowie Buchhandlungen.

Weihnachtsbäume werden weiterhin verkauft

Wichtig vor dem Weihnachtsfest: Der Verkauf von Weihnachtsbäumen ist weiter möglich. Die Chance auf einen professionalen Haarschnitt etwa vor den Feiertagen ist dagegen dahin: Auch Friseurläden sind ab Mittwoch geschlossen.
Pflegeheime müssen sich auf neue Besuchsregelungen einstellen. Besucher müssen während ihres Aufenthalts eine FFP2-Maske tragen - außer sie machen einen Schnelltest. Die Beschäftigten müssen sich regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen und FFP2-Schutzmasken tragen. Besuche sind nur von einer Person täglich erlaubt.

Regeln für kleinen Grenzverkehr verschärft

Der sogenannte kleine Grenzverkehr für bis zu 24 Stunden nach Polen - zum Beispiel zum Einkaufen - fällt nun unter die zehntägige Quarantäne. Ausnahmen für eine Quarantäne gelten aber noch für Berufspendler, Schüler oder Studenten.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.