Covid-19: Pharma-Firma Roche stellt Antikörper-Test für Corona vor

So sieht der neue Antikörpertest aus, den Roche entwickelt hat.
Peter Kneffel/dpaImmun gegen Corona?
„Dieser Test ist eine wichtige neue Wegmarke im Kampf gegen das Virus“, sagte Spahn. „Antikörpertests helfen uns, zu wissen, wer eine Corona-Infektion schon durchgemacht hat. So gewinnen wir Erkenntnisse über das tatsächliche Ausbruchsgeschehen.“ Tatsächlich kann der Test helfen, das Virus besser zu verstehen. Ob aber ein Patient nach einer überstandenen Infektion tatsächlich immun ist, steht jedoch noch gar nicht zweifelsfrei fest. Laut WHO gibt es bislang keinen Nachweis dafür. Der neue Test könnte jedoch helfen, diesen Nachweis zu erbringen.
Ohnehin werden Antikörper-Tests nicht ausreichen, um die Pandemie zu besiegen. „Wir sind nicht über den Berg, bis wir einen Impfstoff haben“, stellte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Montag in einer Telefonschalte klar. „Erst wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft werden kann, kehren wir zu einem normalen Leben zurück.“ Man dürfe keine Wunder erwarten. Die Entwicklung dauere üblicherweise viele Jahre.
Streit über Immunitätsausweis
Um die Forschung am Impfstoff zu beschleunigen, hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) am Montag zu einer internationalen Geberkonferenz eingeladen. Insgesamt 7,5 Milliarden Euro wollte sie in einem ersten Schritt organisieren. Die USA nahmen an dem Online-Treffen jedoch nicht teil. Deutschland hatte hingegen bereits vor Beginn angekündigt, sich mit etwa 525 Millionen Euro beteiligen zu wollen. Zugleich berät die Bundesregierung, wie sie mit einem groß angelegten Sofortprogramm die Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen in Deutschland unterstützen kann.
Gleichzeitig ist die Einführung eines Immunitätsausweises erst einmal vom Tisch. Der Bundestag beschäftigt sich am Donnerstag mit einem Gesetzentwurf, der ursprünglich die Einführung eines solchen Dokuments für genesene Covid-19-Patienten vorgesehen hatte. Nach Kritik unter anderem von Datenschützern, hat Spahn am Montag die entsprechende Passage aus dem Entwurf genommen. Stattdessen bittet er nun den Ethikrat um eine Einschätzung.
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