Einkaufen in Berlin: East Side Mall in Friedrichshain – Mode und Entertainment
Als die East Side Mall in Berlin Friedrichshain 2018 eröffnete, wurde sie vom Berliner Stadtmagazin Zitty als „abgeschotteter Betonriegel im Ufo-Stil“ bezeichnet. Doch gerade die Lage zwischen dem S- und U-Bahnhof Warschauer Straße und dem Unterhaltungsviertel an der Mercedes Benz Arena macht bei näherem Hinsehen Sinn und sorgt für kurze Wege. Ein Tipp für einen Tagesausflug nach Berlin könnte zum Beispiel lauten: Erst ein bisschen Geschichte atmen an der East Side Gallery, danach zum Shoppen in die Mall und später noch zum Konzert, zum Basketballspiel, ins Kino oder zum Bowlen.
Für Letzteres eignet sich eher legere Kleidung. Und die gibt es zur Genüge in dem Einkaufszentrum mit rund 100 Geschäften, das in diesen Tagen sein fünfjähriges Jubiläum feiert. In den Läden von Weekday und Monki zum Beispiel ist coole Funktionalität Trend. Besonders Frauen sollen sich, egal bei welcher Bewegung, in ihren Klamotten wohlfühlen. Die beiden Labels wurden 2008 vom schwedischen Unternehmen H&M aufgekauft, das aber in der East Side Mall zusätzlich auch noch eine seiner üblichen Filialen betreibt. Das Label Monki findet man dagegen in Berlin sonst nur noch als kleines Damenmodegeschäft in der Münzstraße in Mitte.
So gibt es in dem Shoppingcenter an der Oberbaumbrücke mehrere Modemarken zu entdecken, die in den üblichen Einkaufshochburgen eher unterrepräsentiert sind. Die Preise lesen sich dafür nicht so dekadent wie in der Berlin Mall an der Leipziger Straße oder im Bikini-Haus am Breitscheidplatz. Einen trendigen Pulli aus gutem Stoff kann man schon ab 25 Euro ergattern, für eine Jeans mit 90er-Jahre-Waschung zahlt man zwischen 35 und 45 Euro.
Bei „Urban Outfitters“ orientiert sich die Straßenkleidung eher am College-Stil. Richtig bunt wird es bei „Kaiser Friedrich Herrenhemden“. Der Name geht auf das Ursprungs-Geschäft in der Kaiser-Friedrichstraße in Charlottenburg zurück. Allerdings haben die knallbunten Hemden mit floralen bis abstrakten Mustern bei aller Ausgeflipptheit wirklich etwas Majestätisches. Denn der Stoff und die Verarbeitung sind exquisit und damit auch nicht ganz billig. Bei „Hut Style“ könnte man dazu noch die passenden Hüte, Schiebermützen und Caps erwerben.
Schminktipps in der Maskenbildnerschule
Ein gutes Outfit für den Besuch eines Konzerts oder einer Show in der Verti Music Hall gleich nebenan. Wie man sich für die große Party richtig zurechtmacht, kann man vorher in der Maskenbildnerschule im ersten Stock der East Side Mall lernen. Dort bieten IHK-zertifizierte Profis unter anderem Workshops in „dekorativer Kosmetik“ und „kreative Fotoshootings“ an, die man auch verschenken kann.
Das passende Make-up gibt es bei Kryolan zu kaufen. Seit mehr als 75 Jahren und drei Generationen entwickelt das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Berlin-Gesundbrunnen Kunstblut und Theaterschminke. In dem Laden können sich Kunden mit TV-erprobter Beauty-Kosmetik, aber auch mit Bodypainting-Produkten sowie Spezial-Effekt-Schminke für Halloween, Karneval oder für sonstige Mottopartys eindecken.

Die East Side Mall in Friedrichshain ist das einzige Einkaufszentrum in Berlin mit einer Filiale des skandinavische Labels „Monki".
Maria NeuendorffAuch bei Kryolan kann man sich zum richtigen Style beraten und schminken lassen. Und danach vielleicht bei „The WOW!“ in die perfekte Kulisse für besondere Fotos eintauchen. Das Selfie-Studio bietet gegen Eintritt auf 750 Quadratmetern rund 30 interaktive Installationen für perfekte Illusionen, die die Kunden gerne sofort auf ihren Social-Media-Kanälen teilen.
Zurück in die reale Welt führt das Angebot von „Lunatix Dance“, die nach eigenen Angaben erste Tanzschule in einer Shopping Mall. Auf dem Programm stehen Kurse für Anfänger, Amateure bis Profis, ab drei Jahren bis zum Rentenalter, in den Musikrichtungen: Hip-Hop, Afro, Breakdance, Dancehall, Reggae, Akrobatik und Commercial Jazz.
Pflanzliches Fast Food
Zeit, sich im „Foodcourt“ zu stärken. Neben Käse-Wraps und indischem Curry locken unter anderem Papayasalat, Reisbandnudelsuppe, hawaiianische Bowls und 100 Prozent pflanzliches Fast Food wie Burger, Pommes und Nuggets. Für Fleischfans gibt es an einem der Bistrostände aber auch über zehn verschiedene Schnitzel-Gerichte mit unterschiedlichen wie ungewöhnlichen Beilagen.
Der Essbereich hält neben einer Terrasse zum kurzen Luftschnappen auch Ladestationen für das Handy bereit. Während man durch die Läden der East Side Mall stöbert, kann man zudem sein E-Auto aufladen. Das Parkhaus mit 760 Stellplätzen ist rund um die Uhr geöffnet. Eine Stunde parken kostet 1,50 Euro, der Tageshöchstsatz liegt bei 10 Euro.
Die Einkaufstüten lassen sich vor dem Besuch des Eisbären-Spiels aber auch in einem der Schließfächer zwischenparken, die 24/7 zugänglich sind. Sie befinden sich an den Fahrstühlen Richtung Mercedes Benz Arena, und man benötigt nur einen Euro als Pfand.
Auf dem Mercedes-Platz an der Rückseite der Mall – dem steinernen Mittelpunkt des Entertainment-Zentrums mit Sport- und Musikveranstaltungen – wird es ab dem 4. November 2023 übrigens auch einen „Glühwald“ geben. Der kleine Weihnachtsmarkt öffnet bis zum 30. Dezember immer mittwochs bis sonntags ab 16 Uhr und bietet unter Tannen und in kleinen Krippen zum Sitzen Glühwein, Punsch, Bratwurst und Reibekuchen mit Räucherlachs an.

Von der Terasse des Essensbereiches in der East Side Mall in Berlin blickt man auf das Entertainmaint-Viertel rund um die Arena am Ostbahnhof.
Maria NeuendorffBlitz-Überfall auf Juwelier in East Side Mall
Dass die East Side Mall doch nicht nur ein „abgeschotteter Betonriegel“ ist, wie es das „Zitty“-Magazin vor fünf Jahren bemängelte, zeigt auch ein dreister Blitz-Überfall, der sich am Montag (30.10.) ereignete: Zwei Täter durchbrachen um vier Uhr früh an der Hedwig-Wachenheim-Straße mit einem Opel eine verschlossene Eingangstür, fuhren so direkt in das Einkaufszentrum und raubten dort einen Juwelier aus. Die Ermittlungen dauern an. Bis auf den betroffenen Schmuckladen haben die Geschäfte weiter täglich zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet.





