Gestiegene Energiepreise
: Brandenburgs Wirtschaft fordert Maßnahmen

Die gestiegenen Energiepreise machen den Unternehmen in Brandenburg nach wie vor zu schaffen. Die brandenburgischen Industrie- und Handelskammern haben daher ganz klare Forderungen an die Bundesregierung.
Von
Leonie Asendorpf
Cottbus
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Der Gasverbrauch wird auf einem Gaszähler eines privaten Haushaltes angezeigt. Angesichts der gestiegenen Energiepreise fordern die brandenburgischen Industrie- und Handelskammern (IHK) von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck schnelle Entlastungen der Unternehmen.

Bernd Weißbrod

Angesichts der gestiegenen Energiepreise fordern die brandenburgischen Industrie- und Handelskammern (IHK) von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck schnelle Entlastungen der Unternehmen. Die Auswirkungen der Pandemie seien nach wie vor spürbar, sagte Carsten Christ, Präsident der IHK Ostbrandenburg und Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs, am Dienstag laut Mitteilung. „Hinzukommen die seit Monaten dramatisch steigenden Energiekosten, die jetzt dazu führen, dass erste Produktionslinien wieder stillgelegt werden, Kurzarbeit eingeführt wird, Unternehmen sogar Beschäftigte entlassen oder in die Zahlungsunfähigkeit geraten.“ Hintergrund der Forderung ist eine Videokonferenz der Landesenergieminister am Mittwoch.

Unternehmen haben Schwierigkeiten bei der Kostenplanung

Christ forderte eine Deckelung der Energiepreise und direkte Hilfszahlungen an in Not geratene Firmen. Viele Unternehmen hätten sich bereits an die Kammern gewandt. Die umgehende Herauslösung der EEG-Umlage aus dem Strompreis würde vor allem kleinen und mittleren Betrieben helfen, argumentieren die IHKs. Neben der Senkung von Steuern und Abgaben müsse eine vorübergehende Aussetzung der CO2-Bepreisung in Betracht gezogen werden. Unternehmen hätten immense Schwierigkeiten bei der Kostenplanung, auch weil Energieversorger Insolvenz hätten anmelden müssen und verlässliche Angebote fehlten. Die gestiegenen Preise entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Lieferkette könnten nur teilweise an Kunden weitergegeben werden.