Parken in Spandau: Stellplätze im Vergleich – so viel Geld müssen Pendler ausgeben

Rund um den Bahnhof in Spandau können Autofahrer ihr Fahrzeug in öffentlichen Parkhäusern parken. Doch das kostet Geld.
Tanja RömischerEtwa 200.000 Berufstätige pendeln täglich vom Brandenburger Umland nach Berlin. Viele von ihnen nutzen das Auto – weil das im ländlichen Raum oft ein Muss ist -, um in die Stadt zu kommen. Auch Spandau ist ein beliebter Knotenpunkt, um in den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Dann drängen sich Fragen auf: Wohin mit dem Auto? Welche Kosten entstehen? Und wo geht es kostenlos?
Die Verhaltensweise der Pendler leuchtet ein: Denn so ersparen sie sich auf Berlins chronisch Berufsverkehr-verstopften Straßen unnötigen Stress und schonen neben den Nerven auch noch die Umwelt. Schnell das Auto in der Altstadt geparkt, dann rüber zum Bahnhof Spandau, um mit dem Zug, der S- oder U-Bahn in zentralere Bezirke Berlins fahren. Das klingt einfach, aber: Kostenlose Parkplätze sind insbesondere rund um die Altstadt Mangelware.
Spandaus Parkhäuser: Günstiger als gedacht?
Rund um den Bahnhof Spandau sind gleich mehrere Parkmöglichkeiten angesiedelt. Das Problem: Oftmals handelt es sich um Parkhäuser oder Flächen mit Parkraumbewirtschaftung, die auf lange Sicht ein tiefes Loch in den Geldbeutel reißen können. Hinzu kommt, dass Pendlerinnen und Pendler es grundsätzlich eilig haben, weshalb die Parkmöglichkeit nahe dem Bahnhof gelegen sein und gleichzeitig immer einen freien Platz zur Verfügung haben sollte.
Das schränkt die Auswahl gravierend ein. Wenn das Auto dann auch noch vor der Witterung geschützt abgestellt werden soll, bleiben nur drei Parkhäuser: Das Parkhaus an den Spandau Arcaden, das hinter dem Rathaus Spandau und das Galeria-Parkhaus.

Die Parkhäuser in Spandau stellen zahlreiche Stellflächen zur Verfügung - auch für Dauerparker.
Tanja Römischer- Die beiden Parkhäuser der Spandau Arcaden verfügen über insgesamt 1400 Plätze, in denen immer eine freie Lücke zu finden ist. Die Kosten für ein Tagesticket liegen bei 5 Euro.
- Im Parkhaus des Betreibers Contipark hinter dem Rathaus Spandau stehen 300 PKW-Stellplätze zur Verfügung. Bei der Nutzung der P-Card werden pro Tag maximal 4,50 Euro fällig.
- Noch günstiger parken Pendler, wenn sie einen Dauerstellplatz buchen. Dieser kostet monatlich 74,94 Euro. Geht man davon aus, dass ein Beschäftigter an 220 Tagen im Jahr arbeitet, so ergibt sich pro Arbeitstag eine Summe in Höhe von 4,09 Euro. Wird der Platz auch für Einkäufe oder andere Erledigungen abseits der Arbeitszeiten genutzt, so ist der Preis sogar niedriger.
- Das Parkhaus hinter dem Kaufhaus Galeria Karstadt Kaufhof mit seinen 331 Parkplätzen bietet ebenfalls einen Dauerparker-Tarif an. Dieser liegt bei monatlich 60 Euro. Hochgerechnet ergibt sich eine Summe von 3,27 Euro pro Arbeitstag. Der Weg zum Bahnhof Spandau ist dabei nur unwesentlich länger als von den anderen Häusern aus.
Alternativ stehen berlinweit Park+Ride-Flächen zur Verfügung. Diese befinden sich in der Nähe von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs und sollen insbesondere die Entscheidung von Pendlerinnen und Pendlern erleichtern, auf Bus und Bahn umzusteigen.
In Spandau befindet sich ein Park+Ride direkt vor dem S-Bahnhof Stresow. Laut dem Geoportal des Berliner Senats stehen 25 Parkplätze zur Verfügung. Die Auslastung liegt den Angaben zufolge bei 70 bis 90 Prozent. Bei einem Vor-Ort-Besuch in den Morgenstunden stellte sich allerdings heraus, dass alle Plätze bereits belegt waren.

Der Park+Ride-Parkplatz am S-Bahnhof Stresow bietet Stellplätze für 25 Autos.
Tanja RömischerDemnach müssen Autofahrer immer damit rechnen, dass die Parkplatzsuche im Bereich rund um den S-Bahnhof Stresow etwas länger dauern könnte. Wer das in Kauf nimmt, zahlt nichts obendrauf.
In Berlin gibt es rund 50 Flächen, auf denen P+R angeboten wird. Pendlerinnen und Pendler sollten jedoch darauf achten, dass nicht alle davon kostenlos nutzbar sind. Daher empfiehlt es sich, auf die Ausschilderung vor Ort zu achten. Gebührenpflicht besteht beispielsweise immer dann, wenn Parkautomaten aufgestellt wurden, an denen dann auch bezahlt werden kann.
Parken in Spandau – hier entstehen keine Kosten
Zusammenfassung: Die meisten Parkplätze sind kostenpflichtig oder gehören zu einem Kaufhaus, welches die Stellmöglichkeit nur für seine Kundschaft anbietet. Aber Spandau bietet auch kostenlose Stellplätze, auf die Pendler ausweichen können.
Der App „Parkopedia“ nach gibt es in Berlin-Spandau folgende Orte, an denen man wochentags zwischen 7 und 19 Uhr kostenfrei parken kann:
- Seegefelder Straße 14 (35 Plätze)
- Wilhelmstraße 11 (68 Plätze)
- Zitadellenweg (155 Plätze)
- Goldbeckweg 29 (28 Plätze)
- Daumstraße 184 (61 Plätze)
- Olympischer Platz 3 (970 Plätze)

