Einkaufen in Berlin-Spandau: Essen, Geschenke, Geld abheben – was der Bahnhof bietet

Die Eingänge vom Bahnhof Spandau sind beliebte Treffpunkte. Doch dann ziehen Gruppen lieber schnell weiter, entweder in die Altstadt oder mit der Regionalbahn sowie S-Bahn in andere Teile von Berlin.
Jessica NeumayerIn den Ferienzeiten wird es an Bahnhöfen besonders wuselig. Menschen fahren in den Urlaub, Touristen kommen zu Besuch. Die Bahnhofshalle ist das Erste, was sie von Spandau sehen. Doch welchen Eindruck macht der Bahnhof und was hat er zu bieten?
Wer schnell von Spandau aus in die Innenstadt möchte, nutzt die Regionalbahn oder – etwas langsamer – die S-Bahn. Mit 440 Metern hat der Spandauer Knotenpunkt die längste Bahnhofshalle Deutschlands. Von sechs Gleisen strömen die Pendler und Reisende aus dem Tor zur Altstadt, zwischen Spandau Arcaden und der Ellipse am Busbahnhof.
Angebot am Bahnhof Spandau: von Snacks bis Fischbrötchen
In der kleinen Empfangshalle werden die Ankommenden von verschiedenen Läden begrüßt – überwiegend Geschäfte für den kleinen Hunger. Vom Eingang an der Rathausseite gibt es die Wahl zwischen einem Snack aus dem DB-Service-Store, in dem auch Lebensmittel oder andere Kleinigkeiten gekauft werden können, oder doch lieber etwas Süßem. Dunkin' Donuts befindet sich direkt gegenüber.

Wer in letzter Sekunde ein Geschenk sucht, kann auch nach den normalen Öffnungszeiten im Bahnhof Spandau fündig werden, zum Beispiel bei Press and Books oder im Blumengeschäft gegenüber.
Jessica NeumayerWer gerne deftig zum kleinen Preis isst, geht zu Fish&Chips. Mit Preisen von 2,90 Euro für ein Fischbrötchen sowie Kartoffelecken oder 1,90 Euro für einen Slushi ist das Angebot vergleichsweise günstig.
Gleich zwei Backgeschäfte bieten ihre Ware in dem Bahnhofsgebäude an. Die erste Option ist Le Crobag mit etwas höheren Preisen, dafür so zentral gelegen, dass ein schneller Kauf möglich ist und dennoch der Sprint zum abfahrenden Zug erfolgversprechend sein kann. Zusätzlicher Bonus: Auch abends um halb zehn bekommen Kunden hier noch einen warmen Kaffee.
Die zweite Option ist das Backwerk. Der Backshop mit Selbstbedienung ist recht klein und dadurch wirkt er so gut wie immer voll. Wenn man sich dann mit dem süßen oder salzigen Gebäckschnäppchen an der Verkaufstheke vorbei gedrängelt hat, kann man in der Bahnhofshalle auch wieder durchatmen.
Blumen und Geschenke am Bahnhof Spandau
Vielleicht steigt einem dann auch ein blumiger Duft in die Nase. Gleich nebenan ist der Blumenladen „my flowers“, der auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet hat. Für den Kauf kurzfristiger Geschenke immer gut zu wissen.
Präsente sind auch in einer der größten Verkaufsflächen im Bahnhof zu finden: Bei Press & Books gibt es nicht nur Zeitschriften und Bücher, sondern von Bürobedarf über Sticker und Kalender eine erheblich größere Auswahl.

Der Bahnhof Spandau ist weniger ein Ort zum Verweilen. An sechs Gleisen können Fahrgäste schnell von einem Ort an den anderen kommen.
Jessica NeumayerWem beim Shoppen von Geschenken das Geld ausgeht, der kann im Bahnhof gleich wieder welches abheben: Zwei Geldautomaten stehen in der Halle, jeweils einer an jedem Ausgang. Die Sparda-Bank ist mit einer Filiale vertreten.
Kurz bevor die Halle in Richtung Spandauer Arcaden verlassen werden kann, gibt es unter anderem noch Chicken Teriyaki oder vegetarische Sandwiches bei Subways zum Mitnehmen oder gleich essen. Der Ausblick auf den stets vermüllten Vorplatz der Arcaden ist nicht der schönste. Im Kontrast sind die überfüllten begrünten Fahrradständer vielleicht ansehnlicher.
Digitale Werbetafeln und ein verstecktes WC
Medial berieselt werden Menschen im Bahnhof gleich von zwölf digitalen Werbetafel. Fraglich, ob der Überschuss an Werbeinput nicht eher dazu führt, den flackernden Kasten zu ignorieren. Die nützlichste Information, die darüber entnommen werden kann, ist ab und an das Wetter.
Zwischen Subways und dem großen Reisezentrum des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) und der S-Bahn befindet sich versteckt ein Rail & Fresh WC. Der Toilettengang kostet hier einen Euro. Dass sich viele diesen nicht leisten, wird für alle deutlich, die eines der 113 Schließfächer nutzen möchten.
Diese befinden sich nicht direkt in der Halle, sondern in einem separaten Raum. Je weiter Reisende Richtung Hinterwand gehen, desto stärker wird der Uringeruch. Da wird das Gepäck doch lieber mitgenommen.
Sitzgelegenheiten und Sauberkeit im Bahnhof Spandau
Zum Verweilen lädt die Bahnhofshalle eher nicht ein. Verschiedene Gruppen treffen sich an den jeweiligen Ausgängen, um gleich weiterzuziehen. Zudem sind nur wenige Sitzgelegenheiten vorhanden. Einzig eine Bankreihe an der Seite des Fahrstuhls, mit Blick auf eine nahe Wand, dient Fußlahmen und Ruhesuchenden als Stütze.
Während der Müllanteil im gesamten Bahnhof eher durchschnittlich einzuschätzen ist, liegen in der Nähe der fünf Sitze mit Holzstreben und Metallarmlehnen Papiertüten, Pappbecher und Snackverpackungen herum. Der Boden klebt so sehr, dass die Sohlen noch auf dem gesamten Weg nach draußen am Boden haften bleiben.



