Pilze in Polen: Gesetze, Regeln, Zoll – Pilze im Nachbarland sammeln

Pilze in Polen sammeln: Was ist erlaubt, was ist verboten und ob man die Pilze aus Polen über die Grenze nach Deutschland bringen darf. (Symbolbild)
Patrick Pleul/dpaDie Pilz-Saison hat bereits begonnen. Pilze zu sammeln, ist ein beliebtes Hobby. In Deutschland gibt es allerdings strenge Regeln zur maximalen Menge an Pilzen, die Pilzsammler im Wald sammeln dürfen. In Polen ist das anders.
Auch in Polen ist das Sammeln der Pilze sehr beliebt. „Grzybobranie“ heißt die Tradition des Pilzsammelns auf Polnisch. Zu den besten Orten, um in Polen Pilze zu sammeln, zählen laut „polenjournal.de“ das Bieszczady-Gebirge, der Notecki-Urwald, die Tucheler Heide und die Sandezer Beskiden. Auch an der deutsch-polnischen Grenze in Węgliniec (Kohlfurt) in Niederschlesien, der „Hauptstadt des polnischen Pilzbeckens“, werden Pilzsammler fündig.
So kommt es oft vor, dass Deutsche über die Grenze nach Polen in den Wald fahren, um dort Pilze zu sammeln, denn die polnischen Regeln und Gesetze rund um Pilze sind sehr großzügig. Es gibt allerdings Regeln, an die sich alle halten müssen, sonst drohen hohe Strafen.
Was beim Pilze sammeln in Polen erlaubt und verboten ist:
- Pilze: Das ist in Polen erlaubt
- Gesetze und Regeln: Das ist in polnischen Wäldern verboten
In Polen Pilze sammeln: Was erlaubt und verboten ist
Viele Deutsche sammeln in polnischen Wäldern Pilze, weil das Pilze sammeln in Polen gewisse Vorteile bietet. Es gibt allerdings auch strenge Regeln, die jeder Pilzsammler kennen sollte. Was beim Pilze sammeln in Polen erlaubt und verboten ist.
Was beim Pilze sammeln in Polen erlaubt ist
- Erlaubt: In polnischen Staatswäldern sammeln, ist erlaubt.
- Ungeschützte Speisepilze dürfen gesammelt werden. In Polen gibt es rund 1.300 Speisepilzsorten, von denen 44 vom Gesundheitsministerium für den Verzehr freigegeben sind. Dazu zählen Steinpilze und Pfifferlinge.
- Kostenlos und ohne Grenze: Pilze sammeln in Polen ist kostenlos. Es gibt auch keine Obergrenze, wie zum Beispiel in Deutschland.
Verboten in Polen: Regeln beim Pilze sammeln
Allerdings gibt es Regeln dazu, wie und was man sammelt. Wenn Regeln missachtet werden, drohen teils empfindliche Strafen.
Das sind die Regeln in polnischen Wäldern:
- Verbotene Pilze: Geschützte Speisepilze dürfen nicht gesammelt werden. 117 Arten sind streng geschützt, und wer sie sammelt, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Zu den geschützten Arten zählen unter anderem Krause Glucke, Riesenbovist, Stinkmorchel und Tannen-Stachelbart.
- Private Wälder dürfen nicht betreten werden.
- Schutzgebiete und Militärgelände: Pilze dürfen nicht in Schutzgebieten oder auf militärisch genutzten Geländen gesammelt werden.
- Der Waldboden darf nicht beschädigt werden.
- Das Pilzmyzel, also der Unterwuchs, unterhalb der gesammelten Fruchtkörper und die umstehende Vegetation dürfen nicht zerstört werden. Zum Beispiel ist das Abreißen von Tannenzapfen oder Sammeln von Gras, Moos und Baumrinde verboten.
- Industrielles Sammeln ist verboten.
- Müll muss mitgenommen werden, sonst droht eine Strafe.
- Parken darf man in und vor Wäldern nur auf ausgewiesenen Plätzen. Oft weisen Schilder darauf hin, dass man mit dem Auto nicht in den Wald hinein fahren darf.
Zoll und deutsch-polnische Grenze: Was noch zu beachten ist
Pilzsammler, die in Polen gesammelte Pilze nach Deutschland bringen wollen, haben an der Grenze nichts zu befürchten. Der Zoll hat auf seiner Webseite keine Informationen zu Einschränkungen, was die Einfuhr von Pilzen für den privaten Gebrauch angeht.
Wer mit Kindern nach Polen fährt, muss wissen, was Kinder an der Grenze zu Polen brauchen.
Nach dem Pilze sammeln können Deutsche an einer polnischen Tankstelle einiges an Geld sparen.
Nicht alles darf man aus Polen mit nach Deutschland nehmen: polnische Waffen an der Grenze.



