Sperrung in Berlin-Spandau
: Stau geht weiter – darum wird die Baustelle verlängert

Pendler müssen sich in Berlin-Spandau auf weitere Wochen mit Stau einstellen. Die Bauarbeiten an der Wilhelmstraße werden verlängert. Das sind die Gründe.
Von
Jessica Neumayer
Spandau
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Die Bauarbeiten in der Wilhelmstraße in Spandau verzögert sich. Pendler und der öffentliche Nahverkehr müssen weiterhin eine Umleitung fahren und mehr Zeit für Staus einplanen.

Jessica Neumayer
  • Bauarbeiten an der Wilhelmstraße in Berlin-Spandau verlängert bis 6. Dezember 2024.
  • Pendler müssen weiter Umwege und Staus in Kauf nehmen.
  • Sanierung des Gehwegs und neue Maßnahmen verzögern den Baufortschritt.
  • Fußgängerüberwege und Absperrungen beeinflussen Sicherheit und Verkehr.
  • Buslinien 135 und 638 werden umgeleitet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit Oktober 2024 müssen sich Pendler in Wilhelmstadt in Geduld üben. Die Wilhelmstraße ist zwischen Gatower Straße und Herrstraße gesperrt. Wer aus Kladow, Gatow oder über die Heerstraße/B5 in die Innenstadt Spandaus oder weiter nach Hennigsdorf möchte, muss Umwege fahren und lange Wartezeiten auf sich nehmen. Nun wird die Baustelle verlängert.

Seit dem 28. Oktober 2024 fährt kein Auto mehr Richtung Spandau-Zentrum durch die Wilhelmstraße. Die Straße ist derzeit eine Einbahnstraße. Lediglich einige Radfahrer holpern über den schmalen, sanierungsbedürftigen Fahrradweg entlang des BVG-Geländes.

Baustelle in Spandau: Umleitungen und Staus belasten Pendler

„Spandau soll fußgängerfreundlicher und barrierearmer werden“, erklärt Baustadtrat Thorsten Schatz (CDU) das Bauvorhaben in einem Schreiben der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) Ende Oktober 2024. In direkter Nähe zu den Wilhelmstadtschulen sowie den ansässigen Kindergärten solle ein inklusiver Fußgängerüberweg mit abgesenkten Bordsteinen den ABC-Schützen das sichere Überqueren der Wilhelmstraße ermöglichen.

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Ein Fußgängerüberweg mit abgesenkten Bordsteinen soll den Schulweg für Kinder sicherer machen. Derzeitige Absperrungen bewirken genau das Gegenteil. Nach drei Wochen Bauzeit wird die Sperrung durch die Baustelle um weitere drei Wochen verlängert.

Jessica Neumayer

Bis zum 18. November 2024 sollte an der Kreuzung Wilhelmstraße Ecke „Am Omnibushof“ ein neuer, beleuchteter Fußgängerüberweg gebaut werden. Der Bordstein ist inzwischen abgesenkt. Ein Pfahl daneben könnte die zukünftige Beleuchtung werden oder für Verkehrszeichen dienen.

Die Absperrungen sind immer noch am präsentesten an der Kreuzung, die gefährlicher scheint als je zuvor. Auch der sowieso nur einseitig vorhandene Gehweg ist aktuell voll gesperrt. Schülerinnen und Schüler oder auch Personen, die im nahegelegenen Kaufland eingekauft haben, müssen auf die Straße ausweichen und sich zu Stauzeiten durch die Autoschlange drängeln.

Gründe für die Bauverzögerung an der Wilhelmstraße

Die VIZ begründet die Verlängerung der Bauarbeiten mit der Sanierung des Gehwegs. Das Bezirksamt teilt mit, dass die Senatsverwaltung für Verkehr eine zusätzliche Maßnahme veranlasst hat. „Es wurde angeordnet, die Ampel an der Kreuzung Gatower Straße Ecke Wilhelmstraße zuzudecken“. Da diese Arbeiten bei der InfraSignal beauftragt werden müssen, habe sich der geplante Baufortschritt verzögert.

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An dieser Kreuzung soll zukünftig ein Fußgängerüberweg das Queren der Straße sicherer machen. Bis dahin ist die Gefahr für Fußgänger noch höher, da neben der Fahrbahn Richtung Altstadt-Spandau sogar der Gehweg gesperrt ist.

Jessica Neumayer

„Die erste Bauphase ist zwischenzeitlich abgeschlossen“, so ein Sprecher des Bezirksamts. Für die zweite Bauphase wurde in Rücksprache mit der Senatsverwaltung beschlossen, die Einbahnstraßenregelung ab „Am Omnibusbahnhof“ zu verkürzen. „Sodass die Wilhelmstraße zwischen Gatower Straße und ‚Am Omnibushof‘ für den Verkehr freigegeben wird“, erklärt der Sprecher das weitere Vorgehen.

Als neuen Endtermin der Baustelle wird der 6. Dezember 2024 genannt. Bis dahin müssen Pendler aus dem Süden Spandaus noch die alternative Strecke über die Gatower Straße wählen und sich in die Autoschlange auf dem sonst schon staustrapazierten Abschnitt der Herrstraße zwischen Wilhelmstraße und Gatower Straße einordnen.

Pendler aus westlicher Richtung können schon vorher über den Magistratsweg abbiegen. Doch auch hier sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden. Spätestens am Brunsbütteler Damm besteht durch vereinzelte Baustellen und einer kompletten Sperrung aufgrund eines Wasserrohrbruchs bis mindestens Dezember 2024 Staugefahr.

Auch Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel sollten weiterhin mehr Zeiteinplanen. Die Buslinien 135 und 638 Richtung Rathaus Spandau werden bis zum Ende der Bauarbeiten ebenfalls über die Herrstraße umgeleitet.

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