Spreepark in Berlin: Warum dreht sich das sanierte Riesenrad jetzt schon?

So soll es im Spreepark in Berlin 2027 zur Wiedereröffnung aussehen. Das Riesenrad dreht sich aber schon jetzt.
realitiesunited/schlaichbergermannpartner- Das sanierte Riesenrad im Spreepark Berlin wird aktuell vom TÜV Süd intensiv getestet.
- Sicherheit, Stabilität und Tragfähigkeit werden geprüft, u. a. durch belastete Gondeln.
- 90 Tonnen Stahl des alten Riesenrads wurden wiederverwendet, um CO₂ einzusparen.
- Das neue Riesenrad schwebt über einem runden Wasserbecken dank innovativer Konstruktion.
- Eröffnung des Spreeparks mit Riesenrad und Fahrgästen ist für Frühjahr 2027 geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn sich das Riesenrad im Spreepark in Berlin plötzlich wieder dreht, dann heißt es nicht, dass schon Wiedereröffnung gefeiert wurde. Nach seiner Rückkehr auf das Gelände des einst so beliebten DDR-Rummels im Plänterwald wird das generalüberholte Riesenrad derzeit durch den TÜV Süd auf Herz und Nieren getestet.
„Die Sicherheitsexpertinnen und -experten prüfen den 45 Meter hohen Radkranz auf sicherheitsrelevante Funktionen“, heißt es von der Grün Berlin GmbH, die den ehemaligen Freizeitpark derzeit neu entwickelt.
Für die Tests kommen ausgewählte Gondeln zum Einsatz – darunter verbliebene alte Modelle sowie eine neue Mustergondel. Noch bevor das 45 Meter hohe Wahrzeichen im Spreepark vollständig repariert und restauriert ist, erfolgt damit die erste Teilabnahme.
Riesenrad im Spreepark: 90 Tonnen Stahl gerettet
Dabei wird das montierte Rad zunächst auf seine Laufruhe und die korrekte Ausrichtung geprüft. Anschließend werden einzelne Gondeln angebracht – darunter eine Mustergondel für die spätere Serienfertigung sowie zehn nicht mehr einsetzbare historische Gondeln.
Um den künftigen Betrieb mit Fahrgästen zu simulieren, werden die Gondeln zudem mit Gewichten belastet. Das sei wichtig, um die Tragfähigkeit und die Stabilität der Aufhängungen zu testen, heißt es von der landeseigenen Grün Berlin GmbH. „Zusätzlich werden die Brems- und Antriebssysteme kontrolliert, um sicherzustellen, dass alle sicherheitsrelevanten Funktionen unter realistischen Bedingungen einwandfrei arbeiten.“
Es ist aber nicht die erste Kontrolle der wiederverwendeten Riesenrad-Teile. Seit seinem Abbau 2021 unterziehe sich das Fahrgeschäft einem fortlaufenden Prüfprozess des TÜV Süd für einen sicheren und nachhaltigen Wiedereinsatz, heißt es weiter.
So seien bereits in der Sanierungsphase alle wieder verbauten Originalteile geprüft worden – einschließlich der Qualität der Schweißnähte. Ein zentrales Ziel sei laut Planer die Wiederverwendung von rund 90 Tonnen Stahl aus dem früheren Riesenrad. Diese Maßnahme spare gegenüber einem vollständigen Neubau etwa 200 Tonnen CO₂ ein.
Riesenrad schwebt über Wasserbecken
Das Riesenrad wurde im Oktober 1989, nur wenige Wochen vor dem Mauerfall, eröffnet und ersetzte damals seinen Vorgänger aus dem Jahr 1969.
Das nun aufgepeppte Riesenrad wird allerdings nicht wie früher in der Mitte des Wasserbeckens verankert, sondern schwebt künftig über dem Wasser. Möglich macht dies eine innovative Konstruktion aus Stützen und Spannseilen am Rand des künftig kreisrunden Beckens.
Noch in diesem Jahr soll die Ein- und Ausstiegsplattform montiert werden. Anfang 2026 wird die Produktion der neuen Gondeln starten, die dann im Herbst 2026 in den Radkranz eingehängt werden sollen. Abschließend finden erneut Prüfungen statt. Wenn alles gut geht, soll sich das Riesenrad zur Eröffnung des neuen Spreeparks im Frühjahr 2027 durchgängig drehen – dann wieder mit Fahrgästen.
Der Spreepark
Der 1969 eröffnete „Kulturpark Plänterwald“ war der einzige Vergnügungspark der DDR. Nach der Wende wurde er privatisiert und 1991 zum Freizeitpark „Spreepark“ umgestaltet. Er wurde 2002 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen.
Das Gelände im Bezirk Treptow-Köpenick lag lange brach, bis es 2014 vom Land Berlin zurückgekauft wurde. Seitdem wird der Park als zukünftiger Erholungs- und Kulturpark umgebaut und soll im Frühjahr 2027 eröffnen.


