Urlaub 2023: Mit dem Auto oder mit der Bahn reisen? Von Tickets, Tanken & Tipps

Die Pros und Kontras einer Reise mit dem Auto oder der Bahn sowie Tipps für eine lange Fahrt mit Kindern finden Sie in unserer Übersicht.(Symbolbild)
Gregor Fischer,dpaMit Auto oder doch lieber mit der Bahn in den Urlaub 2023? Wer kennt es nicht – das lange Abwägen, was am besten mit Kindern ist?
Wir haben einige Pro- und Kontra-Argumente aufgestellt und ein paar Tipps gesammelt.
Mit Kindern im Auto in den Urlaub fahren – Pro und Kontra
Pro
Packen: Ein Auto bietet viel Stauraum für Gepäck. Man kann sich für alle Eventualitäten ausrüsten.
Flexibel: Man kann über Nacht fahren, sodass die Kinder während der Autofahrt schlafen können. Man muss in der Zeit weniger auf die Kinder achten, sie unterhalten und weniger anhalten, um zu essen oder auf Toilette zu gehen. Am Zielort ist man mobiler und flexibler.
An- und Abreise: Wenn man mit dem Auto verreist, kann man jederzeit losfahren oder spontan wieder zurückfahren oder länger bleiben, ohne von einem Fahrschein abhängig zu sein.

Mit Kindern im Auto reisen hat klare Vorteile. Man muss allerdings einiges beachten.(Symbolbild)
Gareth Fuller,dpaKontra
Tanken:Tanken ist teuer. Man muss sich zwischendurch Tankstellen suchen und zum Tanken anhalten.
Maut: Je nachdem, wo man fährt, muss man eine Mautgebühr bezahlen.
Unfall: Man hofft natürlich immer, dass der Schutzengel Schlimmes verhindert. Doch Pannen und Unfälle passieren nun mal auf den Straßen. Dementsprechend muss man versichert sein und wissen, was zu tun ist. Besonders, wenn man im Ausland Auto fährt.
Verfahren: Man braucht eine Navi oder eine Karte, sonst ist das Risiko, dass man sich verfährt, hoch. Wenn man im Ausland fährt, muss das Navi eine Karte des jeweiligen Landes haben.
Anstrengung: Eine lange Autofahrt, besonders mit Kindern, bedeutet körperliche Anstrengung für die Fahrer. Auch wenn sich zwei Fahrer abwechseln, muss man genügend Pausen einlegen und sichergehen, dass man nicht zu müde zum Fahren ist.
Stillsitzen: Lange Autofahrten für Kinder sehr anstrengend – für Babys sogar ungesund. Das lange Stillsitzen und die wenigen Möglichkeiten zu spielen, sind für Kinder eine Belastung.
Pipi-Pausen: Man muss jedes Mal einen Rastplatz suchen, wenn jemand auf Toilette muss.
Stau: Das Risiko, im Stau steckenzubleiben, ist hoch. Damit steigt die Zeit, in der man Kinder unterhalten muss, man verbraucht unnötig Sprit, man kommt später an, als geplant und man kann nicht einfach aussteigen.
Tipps für eine lange Autofahrt mit Kindern
Kindersitz: Kindersitze, die dem Alter des Kindes entsprechen und in der Position verstellbar sind, machen sich auf einer langen Autofahrt gut. Wenn die Kinder schlafen, kann man den Sitz nach hinten lehnen. Babys sollten nicht länger als zwei Stunden am Stück in der Babyschale sitzen.
Packen: Die Kleidung in Vakuum-Beutel vakuumieren, um Platz im Koffer oder Rucksack zu sparen.
Handgepäck: Wechselkleidung, Windeln, Feuchttücher, Getränke, Speisen und Spielzeug in greifbarer Nähe halten und nicht in den Tiefen des Koffers. Für größere Kinder, die nach vorne gerichtet fahren, kann man eine Tasche an die Lehnen der Vordersitze anbringen, sodass sie alleine an Spielzeug, Essen und Trinken herankommen.
Parkplätze: Pausen kann man vorplanen und gucken, wo es besonders kinderfreundliche Rastplätze gibt. Manche bieten Spielplätze oder besonders familienfreundliche Restaurants mit Familientoiletten an.
Klimaanlage: Vor der Abfahrt sollte das Auto auf Fahrtüchtigkeit inspiziert werden. Im Sommer ist eine funktionierende Klimaanlage besonders wichtig.
Bequem: Auf einer langen Fahrt kann man den Kindern die Schuhe ausziehen und sie in Socken oder barfuß sitzen lassen. Das sorgt für ein bisschen mehr Entspannung.
Gegen Langeweile:
„Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder „Wer als Erstes ein rotes Auto sieht“ spielen
Neue Spielzeuge, Malsachen, Sticker-Hefte, Hörbücher, Bücher etc. nutzen, die die Kinder noch nicht kennen
In den Pausen auf abgesicherten Rastplätzen kann man Bewegungsspiele spielen, um die Kinder auszupowern.
Für größere Kinder, die bereits Medien nutzen, darf man die Kopfhörer nicht vergessen. Man kann auch eine Halterung mit Saugnapf mitnehmen, um beispielsweise ein Smartphone am Fenster zu befestigen. Dann kann man eine Kinderserie gucken, ohne das Smartphone halten zu müssen.

Mit der Bahn in den Urlaub 2023? Mit Kindern ist eine Reise mit dem Zug sehr vorteilhaft. Alle Tipps finden Sie hier. (Symbolbild)
Bodo Marks,dpaMit Kindern mit der Bahn in den Urlaub 2023 fahren – Pro und Kontra
Pro
49-Euro-Ticket nutzen: Man kann Deutschland-Ticket nutzen, wenn man mit den regionalen öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.
Günstig: Wenn man rechtzeitig guckt, kann man Tickets finden, die günstiger als eine Autofahrt sind.
Bewegung: Im Zug können sich alle, besonders die Kinder, bewegen.
Toiletten: Man muss nicht anhalten, um auf Toilette zu gehen.
Ausruhen: Man muss als Eltern nicht fahren und kann sich ebenfalls ein bisschen ausruhen während der Zugfahrt.
Essen: In der Bahn kann man essen, wann man will, ohne anhalten zu müssen. Im Bordrestaurant gibt es sogar Getränke und Speisen zu kaufen.
Abenteuer: Eine Zugfahrt an sich ist für Kinder ein Highlight.
W-LAN: Man kann das freie Internet im Zug nutzen.
Strom: Es gibt Steckdosen, um Handy, Smartphone und Tablet aufzuladen.
Mehr Platz: Eine Zugfahrt bietet mehr Beinfreiheit als eine Autofahrt. Und man hat einen Tisch, an dem die ganze Familie spielen und essen kann.
Kontra
An- und Abreise zum und vom Bahnhof: Man muss die Anreise zum Bahnhof planen - ggf. muss man von einer dritten Person gefahren werden. Auch der Weg vom Bahnhof im Zielort zur Unterkunft muss organisiert werden.
Ticket-gebunden: Man ist zeitlich an den Fahrschein gebunden. Viele Tickets gelten nur für ein bestimmtes Datum und eine bestimmte Abfahrtzeit - besonders, wenn man Sitzplätze reserviert hat. Man kann nicht in jedem Fall kurzfristig umbuchen oder stornieren.
Anschluss-Verbindungen: Bei einer Bahnfahrt hat man immer das Risiko der Verspätung. Die Gefahr, dass man Anschluss-Verbindungen verpasst, steigt damit.
Gepäck: An Gepäck kann man im Zug nicht allzu viel mitnehmen, da man alles schleppen und im Zug verstauen muss.
Schlafen: Die Sitze im Zug sind nicht die bequemsten für ein Schläfchen.
Andere Fahrgäste: Man muss andere Fahrgäste „aushalten“ und man muss selber Rücksicht nehmen, was Lautstärke und Platz betrifft
Tipps für eine lange Zugfahrt mit Kindern
Plätze reservieren: Als Familie sitzt man am besten an einem Tisch in einem „Kinder-Abteil“ oder zumindest nicht im Ruhebereich, sodass man andere Fahrgäste nicht stört.
Kindersitz im Zug: Eine Babyschale mitnehmen, in der das Baby sitzen und schlafen kann.
Packen: Die Kleidung in Vakuum-Beutel vakuumieren, um Platz im Koffer oder Rucksack zu sparen.
Handgepäck: Wechselkleidung, Windeln, Feuchttücher, Getränke und Speisen in greifbarer Nähe halten und nicht in den Tiefen des Koffers.
Wertsachen: Eine kleine Tasche mit den Wertsachen und Fahrschein am Körper behalten, falls man mit den Kindern den Platz verlässt.
Schuhe aus: Auf einer langen Fahrt im Zug kann man den Kindern die Schuhe ausziehen und sie in Socken oder barfuß sitzen lassen. Das sorgt für ein bisschen mehr Entspannung.
Gegen Langeweile:
„Ich sehe was, was du nicht siehst“ im Abteil oder draußen durch das Fenster
Neue Spielzeuge, Malsachen, Sticker-Hefte, Hörbücher, Bücher etc. nutzen, die die Kinder noch nicht kennen
Im Zug kann man besonders mit kleinen Kindern „spazieren gehen“ und Aufgaben erledigen lassen, wie zum Beispiel Hände waschen, Saft im Bordrestaurant kaufen, Müll in den Papierkorb werfen.
Die Kinder den Fahrschein vorzeigen lassen.
Für größere Kinder, die bereits Medien nutzen, darf man die Kopfhörer nicht vergessen. Man kann auch eine Halterung mit Saugnapf mitnehmen, um beispielsweise ein Smartphone am Fenster zu befestigen. Dann kann man eine Kinderserie gucken, ohne das Smartphone halten zu müssen.
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