Streik in Berlin und Brandenburg
: Aufruf zu Warnstreiks im Einzel- und Großhandel

Verdi hat in Berlin und Brandenburg zum Wochenende erneut zu Warnstreiks im Einzel- und Großhandel aufgerufen. Die Tarifrunde stockt, obwohl in Bayern bereits ein Abschluss steht.
Von
dpa
Berlin/Brandenburg
Jetzt in der App anhören

Die Gewerkschaft Verdi hat in Berlin und Brandenburg im Groß- und Einzelhandel erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Anders als in Bayern, wo die Tarifrunde bereits abgeschlossen ist.  (Archivbild)

Fabian Sommer/dpa
  • Verdi ruft in Berlin und Brandenburg zu neuen Warnstreiks im Handel auf.
  • Der Arbeitskampf beginnt am Freitag und dauert bis einschließlich Samstag.
  • Zentrale Kundgebung am Wittenbergplatz in Berlin, Redner ist Gregor Gysi.
  • Verdi fordert sieben Prozent mehr Geld, mindestens 225 Euro, Laufzeit zwölf Monate.
  • Abschluss aus Bayern lehnt Verdi ab, da sonst Löhne teils unter Mindestlohn lägen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel in Berlin und Brandenburg zu neuerlichen Warnstreiks aufgerufen. Der Arbeitskampf soll am Freitag beginnen und bis einschließlich Samstag andauern, wie die Gewerkschaft mitteilte. Bei einer zentralen Kundgebung am Wittenbergplatz in Berlin soll am Freitagvormittag auch der frühere Linke-Politiker Gregor Gysi sprechen.

Verdi forderte bei den bundesweit parallel geführten Verhandlungen sieben Prozent mehr Geld, mindestens 225 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Schon mehrfach kam es in der laufenden Tarifrunde auch in Berlin und Brandenburg zu Warnstreiks. Die Kundinnen und Kunden merken davon aber in der Regel nichts.

Tarifabschluss in Bayern vor rund einer Woche

Im bayerischen Großhandel einigten sich die Tarifparteien vor rund einer Woche auf einen Abschluss. Dieser sieht vor, dass die Entgelte der rund 240.000 Beschäftigten im Freistaat ab dem 1. August um 2,9 Prozent steigen werden. Zum 1. Mai soll es um weitere 2,1 Prozent nach oben gehen – bei einer Laufzeit von 24 Monaten bis Ende April 2028.

Für Verdi kommt eine Übernahme des Abschlusses in den Tarifgebieten Berlin und Brandenburg allerdings nicht infrage. Insbesondere in Brandenburg bestehe eine andere Entgeltstruktur, teilte die Gewerkschaft mit.

Beschäftigte in den unteren Gruppen würden mit der angebotenen Erhöhung beim Entgelt unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. „Ausgerechnet die Beschäftigten mit den niedrigsten Einkommen sollen nach dem Willen der großen Handelsunternehmen keine eigenständige Tariferhöhung erhalten“, teilte Verdi mit. Wann in Berlin und Brandenburg wieder verhandelt wird, ist offen. Termine stehen derzeit weder im Einzel- noch im Großhandel fest.