Verkehr in Berlin-Spandau
: Das sind die gefährlichsten Kreuzungen im Bezirk

Es gibt Kreuzungen und Straßen in Berlin-Spandau, die sind für Auto-Fahrer und Fußgänger besonders gefährlich. Ein Überblick, wo es die meisten Unfälle gibt.
Von
Johannes Leichsenring
Spandau
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Zusammenstöße zwischen Autos und Fahrrädern sind auch in Berlin-Spandau keine Seltenheit. Welche Kreuzungen und Straßen sind für Autos, Fußgänger und Radfahrer besonders gefährlich? (Symbolbild)

Bernd von Jutrczenka

Kürzlich veröffentlichte die Berliner Polizei die Statistik für Verkehrsunfälle. Insgesamt kam es in der Stadt zu 134.136 Unfällen. Doch wie sieht es konkret in Spandau aus? Welche Kreuzungen und Straßen sind am gefährlichsten, an welchen Stellen sind besonders Fußgänger und Radfahrer betroffen?

Den unrühmlichen Stadtrekord hält in Berlin der Tempelhofer Damm im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Mit 337 Unfällen im Jahre 2023 hat es auf der von Nord nach Süd verlaufenden Ein- und Ausfallstraße am häufigsten gekracht. In Spandau ist die unfallreichste Kreuzung die am Brunsbütteler Damm Ecke Klosterstraße und Ruhlebener Straße. Der Polizei sind 100 Verkehrsunfälle bekannt. Eine Person wurde dabei schwer verletzt, 13 weitere Personen leicht.

Tempo 30 auf der Klosterstraße in Berlin-Spandau wackelt

Ausgerechnet auf der Klosterstraße könnte die 2019 eingeführte Geschwindigkeitsbeschränkung von Tempo 30 wieder auf 50 zurückgeführt werden. Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) will aus rechtlichen Gründen die angeordneten Geschwindigkeitsbegrenzungen wieder abschaffen. Diese wurden aus Umweltgründen unter dem Senat Müller (SPD) 2019 eingeführt. Der positive Effekt der Luftverbesserung kann nun als Argument für die Rückführung der Verordnung verwendet werden. An Unfallschwerpunkten könne jedoch am Tempolimit 30 festgehalten werden, heißt es aus der Senatsverwaltung.

In unmittelbarer Nähe befindet sich die zweitgefährlichste Kreuzung Spandaus. Zwischen Bahnhof und Rathaus, wo der Altstädter Ring auf die Carl-Schurz-Straße, die Klosterstraße, die Seegefelder Straße und auf die Straße Stabholzgarten trifft, kam es 2023 zu 89 Unfällen. Dabei wurden 14 Menschen leicht und sechs schwer verletzt. Auch deshalb steht seit Jahren die Überlegung im Raum, die Seegefelder Straße, welche gerade für viele Bewohner Falkensees eine wichtige Verbindung in die Stadt ist, auf Höhe des Bahnhofs zu sperren und in eine autofreie Zone umzuwandeln.

Wo Fußgänger und Fahrradfahrer in Berlin-Spandau gefährdet sind

Mit 70 Verkehrsunfällen ist die Kreuzung an der Ecke Nonnendammallee, Otternbuchtstraße und Paulsternstraße die drittgefährlichste Kreuzung. Hier gab es im vergangenen Jahr zwei Schwerverletzte. An der Ecke Altstädter Ring und Moritzstraße ereigneten sich 2023 insgesamt 57 Verkehrsunfälle mit zwei Schwerverletzten und 24 leichtverletzten Personen. An der Gatower Straße Ecke Heerstraße krachte es 37-mal. Schwer verletzt wurde dabei niemand. 13 Personen erlitten jedoch leichte Verletzungen.

Für Fußgänger und Fahrradfahrer ist laut der Polizei-Statistik die Straße Am Juliusturm am gefährlichsten. Hier ereigneten sich im vergangenen Jahr 22 Unfälle mit acht schwerverletzten Personen. In der Nonnendammallee gab es 16 Unfälle, bei denen elf Fahrradfahrer und fünf Fußgänger Schaden nahmen.