Wahl in Berlin: SPD-Kandidat will trotz Ermittlungen um Wählerstimmen werben

Kurz vor der Wahl in Berlin: Der SPD‑Spitzenkandidat zum Berliner Abgeordnetenhaus, Steffen Krach, steht wegen Ermittlungen gegen ihn unter Druck.
Kay Nietfeld/dpa- SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach wirbt trotz Ermittlungen weiter um Stimmen.
- Er beklagt bremsende Wirkung im Wahlkampf – zentrale Themen treten zurück.
- Krach will über Wohnungsnot sprechen und CDU sowie Linke politisch kritisieren.
- Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt, ohne Vorwürfe zu nennen, Unschuldsvermutung gilt.
- Durchsuchungen in Hannover und Berlin, Geräte beschlagnahmt – Zeitpunkt überraschte Krach.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach will ungeachtet der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover gegen ihn weiter Wahlkampf machen. „Ich werde weiter kämpfen um jede Stimme für die SPD“, sagte er in Berlin. Gleichzeitig räumte er negative Auswirkungen auf seinen Wahlkampf ein.
Er wolle über die Herausforderungen für Berlin sprechen, über wichtige Themen wie die Wohnungsnot, so Krach. Er wolle gerne darüber sprechen, dass die Linke nicht regierungsfähig sei und die CDU in den vergangenen Jahren nicht zuverlässig gewesen sei. „Das rückt jetzt leider alles in den Hintergrund.“
Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Krach, der Regionspräsident in Hannover war. Die Behörde äußerte sich selbst aber nicht zu konkreten Vorwürfen und verwies auf die Unschuldsvermutung. Am Mittwoch waren mehrere Objekte in Hannover und Berlin durchsucht worden.
SPD‑Kandidat „überrascht“ über Vorgehen der Staatsanwaltschaft
Auf Fragen von Journalisten sagte Krach mehrfach, dass er das Vorgehen der Staatsanwaltschaft so kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September nicht bewerten wolle. „Ich unterstelle der Staatsanwaltschaft gar nichts“, sagte er. „Ich bin absolut überzeugter Demokrat und glaube an die Unabhängigkeit der Justiz.“
Krach ergänzte, er sei jedoch über den Zeitpunkt der Wohnungsdurchsuchung bei ihm „überrascht“. „Ich weiß nicht, was sie dort gesucht haben, unter den Betten meiner Kinder oder im Auto.“ Beschlagnahmt worden seien neben seinem Handy, das er womöglich in Kürze zurückbekomme, alte Handys der Familie und ein iPad. Einen genauen Überblick habe er nicht.
