Blond Podcast Tour
: „Da muss man dabei gewesen sein“ kommt ins Peter Edel Berlin

Musikalisch sind Blond längst kein Newcomer mehr. Nun wagen Nina und Lotta Kummer auch mit ihrem Podcast den nächsten Schritt – und bringen ihn auf die Bühne in Berlin.
Von
Michael Heider
Berlin
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Sind mit ihrem Podcast Da muss man dabei gewesen sein am 26. Oktober im Festsaal Peter Edel in Berlin: Nina und Lotta Kummer von der Band Blond

Sind mit ihrem Podcast „Da muss man dabei gewesen sein“ am 26. Oktober im Festsaal Peter Edel in Berlin: Nina und Lotta Kummer von der Band Blond

Anja Jurleit

Blond bezeichnen die eigenen Fans gern als Blondinators. Und wie es sich für eine gesunde Band-Fan-Beziehung gehört, wird füreinander alles gegeben. Die bandeigene Parole lautet nicht von ungefähr: „Auf geht’s, Blondies, kämpfen und siegen!“ So begeistert die Blondinators also ihre Idole auf Konzerten feiern, so viel gibt ihnen das Trio wieder zurück. Vergangenes Jahr etwa in Form des Albums „Perlen“. Mit den neuen Songs ging es selbstverständlich auf Tour. Und auch den Festivalsommer über war die Chemnitzer Formation gern gesehener Gast.

Selbst für jene Blondinators, die es nicht zur Show schaffen, ist gesorgt. Sie können die beiden Bandmitglieder Nina und Lotta Kummer trotzdem wöchentlich hören – auf deren seit vier Jahren laufendem Podcast „Da muss man dabei gewesen sein“. Und als wäre das noch nicht genug, bringen die beiden Schwestern nun ihr mit viel Augenzwinkern und Anekdoten ausgestattetes Audioformat auf die Bühne.

An vier aufeinander folgenden Tagen tingeln die beiden Allround-Entertainerinnen diesen Monat durch Deutschland, um gemeinsam vor Live-Publikum zu plaudern. Darunter am 26. Oktober im Festsaal Peter Edel in Berlin-Weißensee.

Blond selbst versprechen ein „Alpha-Mindset-Coaching-Seminar“

Was man dort erwarten darf? Nun, die beiden Podcasterinnen kündigen nichts weniger als ein „Alpha-Mindset-Coaching-Seminar“ an. Außerdem versprechen sie, ihrem Publikum „wichtige Socializing-Skillz“ an die Hand zu geben. Egal ob der Aufstieg auf der Karriereleiter, ein erfülltes Liebesleben oder unfassbarer Reichtum – geht es nach Nina und Lotta, können die teilnehmenden Blondinators nur profitieren.

Wer schon einmal ein Konzert von Blond besucht hat, dürfte den gewohnt selbstbewusst-selbstironischen Ton der Band in dieser vollmundigen Ankündigung wiedererkennen. In reichlich Tüll gehüllt, spielen die Chemnitzer dort nämlich nicht nur ihren gefeierten Indie-Pop, mit dem sie klug gegen gesellschaftliche Missstände und Schieflagen ansingen – ohne darüber den Humor zu verlieren. Das sächsische Trio, zu dem auch Bassist Johann Bonitz gehört, setzt zudem stark auf Interaktion mit dem Publikum.

Blond-Konzerte sind ein Mix aus Musik und Quatsch-Varieté

Egal ob Blockflöten-Soli, Tanzeinlagen oder Pogo-Tutorials – eine Blond-Show ist stets auch buntes Quatsch-Varieté. Und das Publikum wird großzügig einbezogen. Mit einem ähnlich glitzerndem Feuerwerk des gediegenen Flachwitzes wird also auch auf der „Da muss man dabei gewesen sein“-Podcasttour zu rechnen sein.

Den hiesigen Blondinators dürfte das mehr als recht sein. Zumal sie für das weitere Jahr auf Konzerte der Band verzichten müssen – sofern sie nicht einiges Geld für Flugtickets ausgeben wollen. Denn wie Blond am Montag (7. Oktober) mitteilten, spielen sie im November vier Konzerte in Japan. So lernt auch das Land der aufgehenden Sonne die Vorzüge des Blondinator-Seins kennen.

„Da muss man dabei gewesen sein“ Podcast-Tour 2024

23. Oktober: Leipzig, Schaubühne Lindenfels

24. Oktober: Köln, Urania Theater

25. Oktober: Hamburg, Centralkomitee

26. Oktober: Berlin, Peter Edel

Die Tour ist bereits ausverkauft.