Brandenburgischer Kunstpreis
: Warum die Verleihung 2025 in Neuhardenberg ausfällt

Bis 2023 hat die Märkische Oderzeitung den Kunstpreis mit ausgerichtet. 2024 übernahm das Land Brandenburg - und muss nun gleich pausieren.
Von
Christina Tilmann
Frankfurt (Oder)
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Verleihung Brandenburger Kulturpreise: 07.07.2024, Brandenburg, Neuhardenberg: Heike Kramer (r), Geschäftsführerin der Stiftung Schloss Neuhardenberg, und Frank Mangelsdorf, Jury-Vorsitzender vom Brandenburgischen Kunstpreis, stehen in der Ausstellungshalle vom 21. Brandenburgischen Kunstpreis. Der Brandenburgische Kunstpreis wird in diesem Jahr erstmals gemeinsam vom Land Brandenburg und der Stiftung Schloss Neuhardenberg vergeben. Für die diesjährigen Preise in den Kategorien Malerei, Plastik/Installation, Grafik, Fotografie haben sich insgesamt 347 Künstlerinnen und Künstler beworben - so viele wie noch nie. Der Preis wird von einer Ausstellung begleitet, die bis zum 11. August 2024 in der Ausstellungshalle von Schloss Neuhardenberg zu sehen sein wird. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zum letzten Mal: Mit der Preisverleihung 2024 verabschiedete sich der langjährige Juryvorsitzende Frank Mangelsdorf (hier mit Heike Kramer von der mitausrichtenden Stiftung Schloss Neuhardenberg). 2026 will das Land Brandenburg den Brandenburgischen Kunstpreis neu ausrichten.

Patrick Pleul/dpa

In diesem Jahr wird es keine Verleihung des Brandenburgischen Kunstpreises im Schloss Neuhardenberg geben, und auch keine Ausstellung dazu. Das bestätigt ein Sprecher des brandenburgischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur auf Nachfrage.

Nachdem das Land Brandenburg die Ausrichtung des Preises 2024 von der Märkischen Oderzeitung übernommen hatte, die den Preis bislang gemeinsam mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg ausgelobt hatte, verhindern jetzt der Regierungswechsel und der noch nicht verabschiedete Landeshaushalt eine Durchführung des Preises im Jahre 2025. Diese Aussetzung hatte sich schon bei der Preisverleihung des Kunstpreises im vergangenen Jahr abgezeichnet.

Aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, das die Betreuung des Preises seit 2025 verantwortet, hieß es dazu: „In der Vergangenheit haben die Märkische Oderzeitung und die Stiftung Neuhardenberg den Brandenburgischen Kunstpreis mit viel Engagement, Elan und Leidenschaft entwickelt. Dafür gilt ein großer Dank. In Abstimmung mit allen Beteiligten wurde entschieden, das Jahr 2025 für eine Neuaufstellung des Kunstpreises zu nutzen und ihn für das Jahr 2026 neu auszuschreiben.“

Personelle Neuaufstellung für Brandenburgischen Kunstpreis

Verbunden werden soll die Neuausschreibung mit einer personellen Neuaufstellung, so Stephan Breiding, Sprecher des Ministeriums: „Dies war auch im Ausscheiden von Frank Mangelsdorf als langjährigem engagiertem Initiator des Preises begründet. Mit der Übernahme der Verantwortung durch das Land werden sich Struktur und Förderung ändern. Die vorläufige Haushaltsführung setzt uns zudem in diesem Jahr an vielen Stellen Grenzen, auch beim Kunstpreis. Die Pause in diesem Jahr wollen wir nutzen, um mit allen Beteiligten über eine Weiterentwicklung zu beraten. Wir freuen uns schon auf den Brandenburgischen Kunstpreis 2026!“

Der Kunstpreis wurde bislang in den Kategorien Malerei, Grafik, Plastik und Fotografie verliehen und ist mit jeweils 4000 Euro dotiert sowie mit einer Ausstellung in Neuhardenberg verbunden. Ebenfalls verliehen wird der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg (im Jahre 2024 an Cornelia Schleime) und der Förderpreis Bildende Kunst für junge Künstlerinnen und Künstler.