Konzerte in Berlin und Brandenburg
: Cat Stevens, The Who, Peter Fox – Highlights im Juni 2023

Von altgedienten Legenden wie Cat Stevens alias Yusuf und The Who bis hin zu jungen Wilden wie Machine Gun Kelly und verdammt lauten Schwermetallern in Masken – es ist wieder einiges los auf den Bühnen der Region.
Von
Michael Heider
Berlin
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Wird sicher irgendwie gut: Sänger Wincent Weiss spielt am 5. Juni in der Berliner Mercedes-Benz Arena

Christian Charisius/dpa

Konzerte in Berlin und Brandenburg gibt es viele – doch welche lohnen sich? Die MOZ gibt jeden Monat Tipps für Livemusik und Infos zu Tickets und Terminen. Diese Shows sollte man im Juni besser nicht verpassen:

Wincent Weiss (5. Juni, Mercedes-Benz Arena Berlin)

Lädt am 5. Juni in die Berliner Mercedes-Benz Arena: Wincent Weiss

Marcus Brandt/dpa

„Vielleicht Irgendwann“ hat Wincent Weiss seine aktuelle Tour getauft. Sein Konzert in der Berliner Mercedes-Benz Arena hat der deutsche Popsänger aber dann doch konkret terminiert – und zwar am 5. Juni. Fans dürfen sich dann auf Hits wie „Regenbogen“, „Musik sein“ oder „Feuerwerk“ freuen, genauso wie auf neue Songs aus dem jüngst erschienen Album „Irgendwo ankommen“. Und wer bereits auf einem Konzert des 30-jährigen Sängers war, dürfte wissen, dass das Ganze – um mit den von Weiss bevorzugt diffusen Worten zu sprechen – irgendwie gut wird.

Wo: Mercedes-Benz Arena, Mercedes-Platz 1, 10243 Berlin

Wann: Montag, 5. Juni 2023, 20 Uhr

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Machine Gun Kelly (7. Juni, Waldbühne Berlin)

Sex, Drugs, Rock‘n‘Roll: Machine Gun Kelly tritt am 7. Juni in der Waldbühne Berlin auf.

Britta Pedersen/dpa

Einen „Live Fast, Die Young“-Lebensstil pflegten eher Rockstars der 80er wie Mötley Crüe. Doch inmitten einer bewusster und gesünderen Rockszene scheint Colson Baker, besser bekannt als Machine Gun Kelly, der Exzess-verliebten Philosophie von einst nochmal eine Chance zu geben. Drogen, einen Körper voller Tattoos und mit Megan Fox ein Model an seiner Seite. Über seine Eskapaden könnte man fast vergessen, dass der Sänger und Rapper auch ziemlich gute Musik macht. Zuletzt bewies er das auf seinem Album „Mainstream Sellout“. Die darauf versammelten Punkrock-Hymnen dürfte er auch bei seinem Konzert in der Berliner Waldbühne ins Halbrund schleudern.

Wo: Waldbühne, Glockenturmstraße 1, 14053 Berlin

Wann: Mittwoch, 7. Juni 2023, 18.30 Uhr

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Peter Fox (11. Juni, Waschhaus Potsdam)

Peter Fox meldet sich nach Jahren mit neuen Songs und Konzerten zurück, unter anderem am 11. Juni im Waschhaus Potsdam.

Uli Deck/dpa

Lange war es ruhig geworden um Peter Fox. Der enorme Erfolg seines 2008 erschienenen Albums „Stadtaffe“ und das damit einhergehende Interesse an seiner Person waren dem Rapper dann offenbar zu viel geworden. Mit seiner Kombo SEEED konnte man den gebürtigen Berliner zwar hin und wieder noch auf der Bühne erleben, doch es dauerte fast 15 Jahre, ehe sich der Staub genug gelegt hatte und Fox wieder Solo-Pfade beschritt. Den Veröffentlichungen der Songs „Zukunft Pink“ und „Vergessen wie“ folgen nun auch endlich wieder Auftritte. Am 11. Juni stellt der 51-Jährige in Potsdam unter Beweis, dass er, entgegen dem Titel seiner jüngsten Single, noch ganz genau weiß, wie es geht.

Wo: Waschhaus, Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam

Wann: Sonntag, 11. Juni 2023, 19 Uhr

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Yusuf / Cat Stevens (12. Juni, Zitadelle Spandau)

Hat längst Legenden-Status erreicht: Yusuf Islam alias Cat Stevens wird am 12. Juni in der Zitadelle Spandau auftreten

Felipe Trueba/dpa

Es gibt Stars, es gibt Mega-Stars – und es gibt Legenden. Yusuf alias Cat Stevens gehört definitiv in die dritte Kategorie. Sechs Jahrzehnte umfasst die unvergleichliche Karriere des britischen Sängers und Songwriters nun schon. Ebenso lange prägt er mit unkaputtbaren Evergreens wie „Father and Son“ und „Wild World“ Generationen von Musikerinnen und Musikern, die auf ihn folgen. In Sachen Konzerten hatte sich der Altmeister zuletzt einige Jahre Pause verschrieben. Doch nun ist er zurück. Am 12. Juni gastiert Yusuf in der Zitadelle Spandau. Mit etwas Glück, spielt er dort auch Songs aus seinem neuen Album „King of a Land“, das vier Tage darauf erscheinen wird.

Wo: Zitadelle Spandau, Am Juliusturm, 13599 Berlin

Wann: Montag, 12. Juni 2023, 19.30 Uhr

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The Who (20. Juni, Waldbühne Berlin)

Tun sich für ihre Konzert am 20. Juni in Berlin mit dem Filmorchester Babelsberg zusammen: The Who

Winslow Townson/dpa

Wer an Musik-Legenden denkt, dürfte auch schnell bei ihnen landen: The Who. Dass die Briten ein gesundes Verständnis von Bombast haben, ist nicht erst seit ihrer Rockoper „Tommy“ hinlänglich bekannt. Auf ihrer aktuellen Europa-Tour – der ersten seit sieben Jahren – legen Gitarrist Pete Townshend und Sänger Roger Daltrey allerdings noch einmal eine Schippe drauf. In der Waldbühne Berlin treten sie gleich mit dem gesamten Filmorchester Babelsberg vor das Publikum. Auf der orchestralen Rockshow sollen Hits aus nicht weniger als sechs Dekaden Bandgeschichte erklingen.

Wo: Waldbühne, Glockenturmstraße 1, 14053 Berlin

Wann: Dienstag, 20. Juni 2023, 18.30 Uhr

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Slipknot (21. Juni, Mercedes-Benz Arena Berlin)

Heizt am 21. Juni mit Slipknot in der Mercedes-Benz Arena in Berlin ein: Sänger Corey Taylor

Daniel Reinhardt/dpa

Hart, härter, Slipknot. In Sachen Schlagzeug-Gewitter und basslastigen Gitarrenriffs kommt so schnell nichts an die Nu-Metal-Pioniere aus dem beschaulichen Des Moines im US-Bundesstaat Iowa heran. Die neunköpfige Kombo um Sänger Corey Taylor ist seit Jahren eine feste Größe in der vielfältigen Metal-Szene. Vergangenes Jahr veröffentlichte sie ihr mittlerweile siebtes Album „The End, So Far“. Unter dem gleichen Titel befindet sich die maskierte Band derzeit auf Welttournee. Am 21. Juni trägt sie ihre brachiale Energie in die Berliner Mercedes-Benz Arena – deren Statik hoffentlich ausreichend gewappnet ist.

Wo: Mercedes-Benz Arena, Mercedes-Platz 1, 10243 Berlin

Wann: Mittwoch, 21. Juni 2023, 20 Uhr

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Kiss (22. Juni, Max-Schmeling-Halle)

Drehen noch eine Runde – am 22. Juni auch in Berlin: Gene Simmons (l.) und Paul Stanley von Kiss

Bernd Thissen/dpa

Kaum eine Band steht derart synonym für eine feurig-fulminante Rockshow wie Kiss – und das seit nunmehr fünf Jahrzehnten. Sogar in das Guinnesbuch der Rekorde haben es Gene Simmons und Paul Stanley bereits geschafft: mit einer knapp 40 Meter hohen Flamme bei einem ihrer Konzerte. Auf eine derart luftige Feuernummer müssen die Fans in der bedachten Max-Schmeling-Halle am 22. Juni womöglich verzichten, trotzdem verspricht der Berliner Stopp der „End of the Road“-Abschiedstournee ein effekt- und riffreiches Spektakel zu werden. Anders können es die geschminkten Rock-Superhelden aus New York schlicht nicht.

Wo: Max-Schmeling-Halle, Am Falkplatz 1, 10437 Berlin

Wann: Donnerstag, 22. Juni 2023, 20 Uhr

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