Post Malone in Berlin 2025: So war das Konzert in der Wuhlheide – in fünf Fragen

Steht in Deutschland eher selten auf der Bühne: Post Malone (hier bei einem Konzert in den USA) tritt in der Wuhlheide Berlin auf.
Daniel Deslover/dpa/ZUMA Press Wire- Post Malone spielt 2025 ein seltenes Deutschland-Konzert in der Berliner Wuhlheide.
- Genre-Mix aus Rap, Pop und Country begeistert 17.000 Fans unter freiem Himmel.
- Klassiker wie „Congratulations“ und neue Country-Tracks wie „M-E-X-I-C-O“ sorgen für Stimmung.
- Publikum zeigt sich textsicher und feiert in Cowboy-Outfits ausgelassen mit.
- Fazit: Starke Show mit vielseitiger Musik – Fans hoffen auf häufigere Auftritte in Deutschland.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Post Malone ist derzeit auf „Big Ass World Tour“ und durch Europa unterwegs. Gerade einmal drei Konzerte spielt der US-amerikanische Megastar in Deutschland. Den Auftakt macht die Berliner Wuhlheide am Montagabend (18. August). Die Reihen sind voll mit Fans von „Posty“. Sie sehen ihn hier zum ersten Mal, seit seiner musikalischen Wandlung vom Rapper zum Country-Star.
Wie macht sich der Genre-Mix live? Begeistert er Rap-Fans neuerdings für Western oder teilt sich das Publikum in zwei Gruppen? Ein Konzertbericht in 5 Fragen.
Post Malone und die Wuhlheide – passt das?
Groß, größer, Post Malone – das gilt in den USA. In seinem Heimatland spielt der Texaner vor ausverkauften Football-Stadien. In Deutschland reicht es dafür nicht ganz. Mit einer Kapazität von „nur“ 17.000 Plätzen ist die Wuhlheide eines der kleinsten Konzerte seiner „Big Ass World Tour“. Trotzdem: die Show in Berlin muss sich nicht verstecken.
Star und Publikum waren in bester Laune. Unter wolkenlosem Sommerhimmel, viel Feuerwerk, Pyro und einer Bühnenkulisse, die einer Highway-Überführung nachempfunden ist, feiern sie in den lauten Momenten eine gigantische Party. Und anders als in den Mega-Arenen der Vereinigten Staaten ist in der Wuhlheide bei leiseren Nummern sogar Raum für Intimität.
Über fehlende Stimmung ist nicht zu klagen. Schon beim Support Jelly Roll sind alle auf Betriebstemperatur. Für den Riesen mit der sanften Country-Stimme ist es das erste Konzert außerhalb der USA. Das merkt man seiner Einschätzung über die deutsche Hauptstadt definitiv an, den Vibe des Abends fasst sie dennoch gut zusammen: „Es ist verdammt schön hier. Ich weiß nicht, wie sich der Himmel anfühlt, aber ich glaube, er fühlt sich an wie Berlin an einem Montag.“
Welche Songs spielt Post Malone in Berlin?
Rap in Breitwand, Pop mit Stadionrefrains und ganz viel Country-Staub. Die Songauswahl von Post Malone ist von denkbar großer Bandbreite. Harte, gar unpassende Brüche in der Setlist gibt es trotzdem keine. Auch die wuchtigen Trap-Beats bei frühen Songs wie „Wow.“ werden in Berlin live gespielt und kommen etwas gezähmt daher, was dem Set insgesamt guttut. Gleiches gilt für Klassiker wie „White Iverson“ oder „Congratulations“.
Spannend ist die Mischung der Stimmungen: Der eigentlich gemächliche Opener „Texas Tea“ dient als Intro mit reichlich Feuerwerk. Hymnen wie „Better Now“ reihen sich an sentimentale Songs, allen voran der für seine Tochter geschriebene „Yours“, und die jüngeren Country-Tracks. Post Malone zeigt, dass seine musikalische Vielseitigkeit und die Fähigkeit, zwischen ausgelassener Party-Stimmung und introspektiver Melancholie zu wechseln, nicht nur auf Platte, sondern auch live vorhanden ist. Unterstützt von reichlich Bier und Zigaretten, verausgabt sich der Texaner sichtlich. Zu den harten Gitarren bei „rockstar“ singt er sich kniend die Seele aus dem Leib. Experimente und allzu viel Spontanität gibt es aber keine. Die Show ist durchchoreografiert und gut eingeübt. Man merkt, dass die „Big Ass World Tour“ seit April im Rollen ist.
Wie ist die Stimmung beim Publikum bei Post Malone in Berlin?
Gut gelaunt, textsicher und Genre übergreifend begeistert – wobei die Nadel bei Country-Songs, insbesondere den Hits „M-E-X-I-C-O“, „Finer Things“ und „I Had Some Help“ etwas stärker ausschlägt. Vielen ist förmlich anzusehen, dass Post Malone sie mit seinem Country-Album „F-1 Trillion“ abgeholt hat. Die Anzahl an Stetson-Hüten, Westernhemden und Cowboystiefeln in Köpenick geht durch die Decke. Die Berlinerinnen und Berliner zeigen sich stilbewusst.
Um Missverständnisse zu vermeiden: leise ist es auch bei den „alten“ Rap-Tracks und Pop-Songs nicht. „Go Flex“ oder „Goodbyes“? Egal. Es wird beinahe jede Zeile mitgesungen, dazwischen füllen „Whoooo“- oder „Posty“-Rufe die Parkbühne. Es ist deutlich, dass der seltene Auftritt Post Malones die absoluten Vollblut-Fans anzieht. Und bei ihnen scheint sich über die Jahre etwas angestaut zu haben. In der Wuhlheide entlädt es sich in hoch konzentrierter Euphorie.
Hip-Hop oder Country – was performt Post Malone besser?
Bud Light im Becher, Trucker-Cap auf dem Kopf und eine Gürtelschnalle so groß wie Texas. Auftritt und Outfit von Post Malone sind klar Country. Aber wer sich schon mal im Songschreiben geübt hat, weiß, dass sie alle gleich geliebt werden. Und so performt auch „Posty“ jedes Stück mit der ähnlichen Kraft und Emphase. Einen spürbaren Unterschied zwischen der dargebotenen Qualität der Genres gibt es seitens des 30-jährigen Wunderkinds nicht. Einzig seine Live-Band scheint bei den gespielten Country-Nummern mehr Raum für das Talent an den Instrumenten zu haben und nutzt es so ausgiebig wie fantastisch.
Hat sich das „Big Ass World Tour“-Konzert gelohnt?
Wenn sich am Ende des Abends in der Wuhlheide ein Fazit ziehen lässt, dann lautet es: Post Malone soll verdammt nochmal häufiger Konzerte in Deutschland spielen! Der Megastar präsentiert in Berlin eine gelungene Dramaturgie, die in abwechslungsreichen Wellen über die 17.000 anwesenden Fans schwappt. Von Open Air-Feeling mit basslastigen Bangern, romantischen und träumerischen Nummern bis hin zum Barn Dance auf Nashvilles Broadway – die Show der „Big Ass World Tour“ macht Lust auf mehr. Bleibt nur zu hoffen, dass es diesmal nicht so lange auf sich warten lässt.


