Katherina Reiche
: Das ist die zukünftige Wirtschaftsministerin im Kabinett von Friedrich Merz

Katherina Reiche soll Bundeswirtschaftsministerin in der Regierung von Friedrich Merz werden. Wir stellen die CDU-Politikerin im Porträt vor.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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CDU-Bundesausschuss: 28.04.2025, Berlin: Katherina Reiche, designierte Bundesminister für Wirtschaft und Energie, kommt zum Bundesausschuss der CDU. Bei dem kleinen Parteitag der CDU soll die Zustimmung zu einem Koalitionsvertrag der Union mit der SPD zur Bildung einer Bundesregierung erfolgen und die künftigen Minister vorgestellt werde. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Katherina Reiche, designierte Bundesminister für Wirtschaft und Energie, kommt zum Bundesausschuss der CDU. Wir stellen die Politikerin im Porträt vor.

Kay Nietfeld/dpa
  • Katherina Reiche wird Wirtschaftsministerin im Kabinett von Friedrich Merz.
  • Geboren am 16. Juli 1973 in Luckenwalde, ist sie Diplom-Chemikerin.
  • Sie war 18 Jahre im Bundestag und hat drei Kinder.
  • Reiche arbeitete als Lobbyistin und Hauptgeschäftsführerin.
  • Sie wird den Energieversorger Westenergie leiten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine Brandenburgerin soll künftige Wirtschaftsministerin im Kabinett von Kanzler Friedrich Merz werden: Katherina Reiche. Wer ist sie? Wie kam sie in die Politik? Wir stellen die CDU-Politikerin Katherina Reiche im Porträt vor:

Alter, Familie, Beruf: Katherina Reiche in Zahlen und Fakten

Im Steckbrief gibt es hier kurz und knapp die wichtigsten Zahlen und Fakten zu Katherina Reiche:

  • Name: Katherina Birgitt Reiche
  • Geburtstag: 16. Juli 1973
  • Geburtsort: Luckenwalde
  • Ehemann: im Jahr 2003 Hochzeit mit dem CDU-Politiker Sven Petke, lebt vom Mann getrennt
  • Kinder: drei Kinder
  • Beruf/Ausbildung: Diplom-Chemikerin (Universität Potsdam, Clarkson University New York, Universität Turku in Finnland)

Katherina Reihe saß schon 18 Jahre im Bundestag

Katherina Reiche zog 1998 - mit gerade mal 25 Jahren - für die CDU in den Bundestag ein. Von 1998 bis 2015 gehörte sie dem Parlament an. Sieben Jahre davon war Reiche Mitglied der Bundesregierung als Parlamentarische Staatssekretärin. Sie zählte auch zum CDU-Bundesvorstand. Im Jahr 2002 sorgte sie bundesweit für Aufsehen: Der damalige Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) holte sie ins Kompetenzteam. Die damals noch unverheiratete Schwangere sollte für Familienpolitik zuständig sein, was in konservativen Unionskreisen und bei den Kirchen aber für erheblichen Widerstand sorgte.

Von 2005 bis 2009 war Reiche stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion. Sie warb 2009 zum Beispiel für neue Atomkraftwerke und warnte davor, dass Deutschland nicht sehenden Auges in eine Energiekrise laufen dürfe.

Im gleichen Jahr wurde Reiche Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium. In einer emotionalen Debatte der CDU über Gentests an Embryonen setzte sich Reiche 2010 dafür ein, mit der Präimplantationsdiagnostik den Paaren mit hohem Risiko für die Geburt eines genetisch geschädigten Kindes in schweren Konflikten zu helfen. Bei einem Verbot würden Frauen gezwungen, vorhersehbare Totgeburten zu erleiden. „Ich weiß nicht, ob das christlich ist“, sagte sie damals. Bei der Bundestagswahl 2013 holte Reiche für die CDU das Direktmandat in Potsdam. Nach der Bildung der großen Koalition wechselte sie als Parlamentarische Staatssekretärin ins Verkehrsministerium.

Katherina Reiche und der Wechsel in die Wirtschaft

Die Diplom-Chemikerin kennt sich gut in der Energiepolitik aus. Sie wechselte 2015 als Lobbyistin zum Verband kommunaler Unternehmen, der viele Stadtwerke vertritt, und wurde dort Hauptgeschäftsführerin. Fünf Jahre später übernahm sie den Vorsitz des Energieversorgers Westenergie.