Koalitionsvertrag
: Das plant die neue Regierung für Rentner

Frühstart-Rente, Aktivrente, Renteneintrittsalter... Der Koalitionsvertrag der wahrscheinlich neuen Bundesregierung enthält konkrete Pläne für aktuelle und künftige Rentner. Hier gibt es die wichtigsten Punkte.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Bahn, Rente, Sommerzeit - was sich im März ändert: ILLUSTRATION - 24.09.2024, Berlin: Ein Rentner hält sein Portemonnaie in der Hand. (zu dpa: «Bahn, Rente, Sommerzeit – was sich im März ändert») Foto: Alicia Windzio/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Was enthält der neue Koalitionsvertrag für Rentner? Hier gibt es die Antworten.

Alicia Windzio/dpa
  • Koalitionsvertrag sichert Rentenniveau von 48% bis 2031.
  • Neustart-Rente ab 2026: 10€/Monat für jedes Kind von 6-18 Jahren.
  • Abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren bleibt.
  • Aktivrente: bis zu 2000€/Monat steuerfrei bei Weiterarbeit nach Rentenalter.
  • Rückkehr zum alten Arbeitgeber nach Rentenalter erleichtert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Mittwoch, 9. April 2025, haben Politiker der CDU/CSU und SPD den Entwurf eines neuen Koalitionsvertrages vorgestellt. Auch wenn dieser noch von Parteigremien bestätigt werden muss, lohnt sich ein Blick: Was plant die neue Regierung unter dem wahrscheinlichen Kanzler Friedrich Merz (CDU) für Rentner? Hier gibt es die Antworten:

Das plant die neue Regierung bei der Rente

Einer der wichtigsten Punkte für die Alterssicherung im neuen Koalitionsvertrag: Das Rentenniveau von 48 Prozent wird bis 2031 abgesichert. Die Mehrausgaben, die sich daraus ergeben, sollen mit Steuermitteln ausgeglichen werden.

CDU und SPD planen Frühstart-Rente

Nach Plänen der Union soll zum 01.01.2026 eine Frühstart-Rente starten. Darin planen die Koalitionäre für jedes Kind vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr, das eine Bildungseinrichtung in Deutschland besucht, pro Monat zehn Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes und privatwirtschaftlich organisiertes Altersvorsorgedepot einzahlen. Der in dieser Zeit angesparte Betrag kann anschließend ab dem 18. Lebensjahr bis zum Renteneintritt durch private Einzahlungen bis zu einem jährlichen Höchstbetrag weiter bespart werden. Die Erträge aus dem Depot sollen bis zum Renteneintritt steuerfrei sein. Das Sparkapital ist vor staatlichem Zugriff geschützt und wird erst mit Erreichen der Regelaltersgrenze ausgezahlt.

Was passiert laut Koalitionsvertrag mit dem Renteneintrittsalter?

Ein viel diskutierter Punkt in Deutschland ist das Renteneintrittsalter. Der Koalitionsvertrag schreibt dazu: "Ein abschlagsfreier Renteneintritt nach 45 Beitragsjahren wird auch künftig möglich bleiben."  Gleichzeitig sollen zusätzliche finanzielle Anreize geschaffen werden, damit sich freiwilliges längeres Arbeiten mehr lohnt. Statt einer weiteren Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters wollen Union und SPD mehr Flexibilität beim Übergang vom Beruf in die Rente.

Deutsche sollen künftig länger arbeiten (können)

Das Arbeiten im Alter soll mit einer Aktivrente attraktiver werden. Das heißt: Wer das gesetzliche Rentenalter erreicht und freiwillig weiterarbeitet, bekommt sein Gehalt bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei. Zudem soll die Rückkehr zum bisherigen Arbeitgeber nach Erreichen der Regelaltersgrenze erleichtert werden, indem das Vorbeschäftigungsverbot aufgehoben und dadurch befristetes Weiterarbeiten ermöglicht wird.