Mit neuen Attraktionen
: „O'zapft is“! Oktoberfest in München beginnt

Ab Samstag herrscht in der bayerischen Landeshauptstadt wieder Ausnahmezustand. Für Oktoberfestbesucher gibt es bei Fahrgeschäften und Zelten Neues zu entdecken.
Von
dpa
München
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Unzählige Besucher drängen sich auf dem Oktoberfest vor dem Riesenrad.

Felix Hörhager/dpa
  • In München beginnt am Samstag um 12 Uhr das 191. Oktoberfest – „O'zapft is“ durch Dominik Krause.
  • Die erste Maß geht an Markus Söder. Danach schenken alle Festzelte Bier aus.
  • Erwartet werden 16 Tage lang bis zum 4. Oktober an die sechs Millionen Besucher.
  • Sicherheit erhöht: neues Leit- und Beobachtungszentrum, KI-Kameras, Einlasskontrollen, Messer- und Flugverbot.
  • Neuheiten: „Shake & Roll“, „The Fischerman's Place“, „Chaos Pendel“ und das Zelt „Bartls Flößerstadl“.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mit dem traditionellen Fassanstich hat am Samstag um 12 Uhr das 191. Münchner Oktoberfest begonnen. Erstmals stach dafür Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das erste Bierfass an - zwei kräftige Schläge genügten ihm dafür. Die erste Maß Bier reichte er nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Die Anzahl der Schläge, die Krause benötigen würde, war mit Spannung erwartet worden. Sein Vorgänger Dieter Reiter (SPD) hatte mit regelmäßig nur zwei Schlägen beim ersten Fassanstich Maßstäbe gesetzt. Der Grüne machte sich dann mit einem persönlichen Anzapfcoach für seine Premiere fit - mit Erfolg.

Das Bier, das in diesem Jahr bis zu 15,90 Euro pro Maß kostet, spielt noch mehr als Lederhose und Dirndl eine zentrale Rolle auf dem Oktoberfest. Im vergangenen Jahr tranken sechseinhalb Millionen Besucher sechseinhalb Millionen Maß Bier - pro Kopf also rechnerisch einen Liter des besonders starken Festbiers.

Mehr Sicherheit nach Überfüllung

Die Behörden haben das Sicherheitskonzept noch einmal verschärft. Nachdem das Fest im vergangenen Jahr am zweiten Samstag wegen Überfüllung womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt war, wurde unter anderem ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum eingerichtet. KI-gestützte Kameras sollen zu große Ansammlungen frühzeitig erkennen.

Rund ums Gelände herrschen ein Messerverbot und ein Flugverbot, insbesondere für Drohnen. Es gibt Einlasskontrollen, große Taschen sind verboten – und das Kiffen ohnehin. Etwa 600 Polizeibeamte sind rund um das Fest im Einsatz. Die Wiesnwache wird unterstützt von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, spezialisierten Taschendieb-Fahndern und internationalen Einsatzkräften aus acht Ländern.

Die ersten mit Fassbier gefüllten Maßkrüge sind besonders begehrt.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Neue Fahrgeschäfte locken

Drei neue Fahrgeschäfte feiern ihre Wiesn-Premiere. Das „Shake & Roll“ ist die Weiterentwicklung des klassischen „Break Dance“. Im Laufgeschäft „The Fischerman's Place“ warten auf drei Etagen Hindernisse wie Wackelböden und Drehteller. Das „Chaos Pendel“ wirbelt die Fahrgäste mit 80 Kilometern pro Stunde durch die Luft.

Neu bei den kleinen Zelten: „Bartls Flößerstadl“. In Rekordzeit hat Wirt Klaus Bartl das Zelt aufgestellt. Es ersetzt die „Münchner Stubn“, deren Wirt mit der Stadt in anderer Sache um die Vergabe der Zelte streitet und kurzfristig hingeworfen hatte.