Politbarometer heute
: Aktuelle Umfrage zeigt, wen die Deutschen wählen würden

Wer würde aktuell die Bundestagswahl gewinnen? Das Politbarometer des ZDF gibt auf diese Frage die Antworten.
Von
Daniel Steiger
Berlin
Jetzt in der App anhören
Bundestag: 10.07.2026, Berlin: Blick in den Plenarsaal im Bundestag vor dem letzten Sitzungstag vor der Sommerpause. So sieht der Bundestag im Sommer aus, wenn keine Sitzungen stattfinden. (zu dpa: «Umfrage: Union verringert Abstand zu AfD leicht») Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, hätte Schwarz-Rot keine Mehrheit.

Michael Kappeler/dpa

Die Reformvorhaben bei Rente und Gesundheit der Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz kommen bei der Mehrheit der Deutschen nicht gut an. Das ergeben aktuelle Umfragen wie das Politbarometer des ZDF. Demnach sinkt auch die Beliebtheit der Regierungsparteien CDU und SPD. Wen würden die Deutschen wählen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre? Hier gibt es die Antworten:

Wenn jetzt Bundestagswahl wäre: So fällt die Sonntagsfrage aktuell aus

Stärkste Partei bleibt laut des Politbarometers vom 17. Juli 2026 die AfD. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU/CSU demnach auf 23 Prozent (minus 1 Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat) und die AfD auf 27 Prozent (ebenfalls minus 1). Die SPD würde nur noch 12 Prozent (minus 1) erreichen und damit hinter Grünen und Linken auf Platz fünf landen. Die Grünen kämen auf 14 Prozent (plus 2). Die Linke erhielte 13 Prozent (plus 2), die FDP 4 Prozent (unverändert). Alle anderen Parteien zusammen würden sieben Prozent (minus eins) erreichen, darunter ist keine Partei, die mindestens 3 Prozent bekäme. Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot nach wie vor keine Mehrheit.

Wie kommen die Reformen von CDU und SPD beim Wähler an?

Der Reformkurs der Bundesregierung stößt in der Bevölkerung verbreitet auf Skepsis bis Ablehnung. Nach dem ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen sind nur 30 Prozent der Bürger der Ansicht, dass die Reformen eher in die richtige Richtung gehen, 63 Prozent sehen das nicht so. Vier von fünf Bürgern (81 Prozent) finden, dass die geplanten Belastungen eher ungerecht verteilt sind, nur 12 Prozent halten sie für eher gerecht. Profitieren von der Stimmung können Grüne und Linke. Sie liegen jetzt vor der SPD, die in der Sonntagsfrage nur noch auf 12 Prozent kommt.

Die schwarz-rote Bundesregierung hat sich vor der parlamentarischen Sommerpause auf mehrere Reformpakete in den Bereichen Steuern, Rente, Arbeitsmarkt und Wirtschaft verständigt. Das Gesundheitssparpaket von Ministerin Nina Warken (CDU) ist bereits verabschiedet. Gespart wird dabei an vielen Stellen, um die Krankenkassenbeiträge möglichst stabil zu halten - auf gesetzlich Versicherte kommen höhere Zuzahlungen und Einschnitte bei manchen Leistungen zu.

Diese Reform stößt bei den Bürgern auf besonders große Skepsis: Laut „Politbarometer“ sind 79 Prozent der Befragten der Meinung, dass die beschlossenen Maßnahmen keinen wichtigen Beitrag zur Lösung der finanziellen Probleme im Gesundheitswesen leisten werden. Lediglich 17 Prozent sind da optimistisch.

(mit Material von dpa)