Landtagswahl 2024 Brandenburg: Umfrage – SPD nur noch auf Platz drei hinter AfD und CDU

Bis zur Landtagswahl in Brandenburg haben die Parteien noch rund acht Monate Zeit, Wähler von sich zu überzeugen. Nach einer von MOZ, LR und MAZ in Auftrag gegebenen Umfrage hat die Kenia-Koalition keine Mehrheit, die AfD liegt klar vorn.
Bernd Weissbrod/dpaIn Brandenburg liegt die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke nach einer aktuellen Umfrage mit 17 Prozent nur noch auf Platz drei und müsste mit massiven Verlusten rechnen. Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahlen wären, würde die AfD mit 28 Prozent und deutlichem Vorsprung stärkste Kraft im Land werden. Die CDU mit Spitzenkandidat Jan Redmann käme auf 18 Prozent der Stimmen und läge damit knapp vor der SPD.
Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von Märkischer Oderzeitung (MOZ), Lausitzer Rundschau (LR) und Märkischer Allgemeiner Zeitung (MAZ) hervor. Vom 8. bis 15. Januar wurden von Insa 1000 Wahlberechtigte in Brandenburg befragt. Die Fehlertoleranz wird mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten angegeben.
Insa-Umfrage: Sahra-Wagenknecht-Partei bei 13 Prozent
Die von der früheren Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht gegründete Partei BSW käme aus dem Stand auf 13 Prozent und wäre sicher im neuen Landtag vertreten. Die Grünen, die derzeit in Brandenburg mit SPD und CDU regieren, kämen der Umfrage zufolge auf acht Prozent.
Der neue Landtag in Brandenburg wird am 22. September gewählt - drei Wochen nach den Wahlen in Thüringen und Sachsen.
Umfrage in Brandenburg: SPD verliert mehr als 9 Prozentpunkte
Die SPD in Brandenburg, die seit 1990 bei allen Landtagswahlen stärkste Kraft wurde, müsste die stärksten Einbußen aller Parteien hinnehmen und würde nicht mehr den Regierungschef stellen.
Sie würde im Vergleich zur Landtagswahl 2019 mehr als neun Prozentpunkte verlieren (2019: 26,2 Prozent). Die AfD (2019: 23,5 Prozent) würde 4,5 Punkte und die CDU (2019: 15,6 Prozent) gut zwei Punkte hinzugewinnen.
Umfrage zur Landtagswahl 2024: Kenia-Koalition wäre abgewählt
Die derzeit regierende rot-schwarz-grüne Koalition hätte nach der Insa-Umfrage in Brandenburg mit nur noch 43 Prozent keine Mehrheit mehr. Eine Regierungsbildung wäre bei einem solchen Wahlergebnis äußerst schwierig.
CDU und SPD kämen theoretisch mit der Wagenknecht-Partei auf 48 Prozent und hätten damit eine Mehrheit im neuen Landtag. Möglich wäre auch ein Bündnis der jetzigen Koalition mit den Linken, die in der Umfrage auf sechs Prozent der Stimmen käme. Die CDU schließt ein Bündnis mit den Linken allerdings aus und verweist stets auf Beschlüsse der Bundespartei.
Umfrage: Freie Wähler und FDP scheitern an 5-Prozent-Hürde
Die Wählervereinigung BVB/Freie Wähler, die derzeit als Gruppe im Landtag mit vier Abgeordneten sitzt, käme nur noch auf vier Prozent der Stimmen und würde an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die FDP liegt der Umfrage zufolge bei drei Prozent.



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SPD im Umfragetief – Woidke allein kann es nicht richten
Im September wird ein neuer Landtag in Brandenburg gewählt. Umfragen lassen für die Zeit danach eine schwierige Regierungsbildung erwarten. Es könnte sich einiges verändern in der politischen Landschaft.